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Feministische Theologie Thema Feministische Theologie, kann es so etwas überhaupt
geben? Was sind Merkmale Feministischer Theologie?
Im Folgenden eine kleine Auswahl Feministischer Theologien.
Übrigens: die zu den einzelnen Stichworten angegebene Literatur (und noch viel mehr) ist in der Bibliothek der Frauensolidarität verfügbar. Links für Feministische Theologie (christl.) Schlangenbrut - Streitschrift für feministisch und religiös interessierte Frauen: www.schlangenbrut.de Europäische Gesellschaft für Theologische Forschung von Frauen: www.eswtr.org Die US-amerikanische Seite für feministisch theologisch Interessierte: W.A.T.E.R. (Women's Alliance for Theology, Ethics, & Ritual) zu finden unter: www.hers.com/water EATWOT (ECUMENICAL ASSOCIATION OF THIRD WORLD THEOLOGIANS) hat momentan noch keine auffindbare Homepage, aber dafür eine Kontakt-email-Adresse: eatwot@ssc.edu.ph
Asiatische Frauentheologie (christlich) meint die Gott-Praxis (d.h. den gelebten Glauben) von Frauen in Asien, die sich der Unterdrückung durch die religiösen Traditionen (Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus, Islam und Christentum) und den westlichen (Neo)Kolonialismus politisch wie wirtschaftlich bewusst geworden sind. Weder Erste-Welt-Frauen noch Dritte-Welt-Theologen sollen die Ziele und Methoden ihres Befreiungskampfes bestimmen. Wichtige Kennzeichen:
Literatur Strahm, Doris: Vom Kampf, wieder die
Sonne zu sein - Christologie von Frauen im asiatischen Kontext.
IN: dies.: Vom Rand in die Mitte. Christologie aus der Sicht von Frauen
in Asien, Afrika und Lateinamerika. Edition Exodus. Luzern 1997. S. 57-150.
SIG: I A 976 Links Einen Überblick über die Publikationen asiatischer Theologinnen und Feministinnen gibt St. Scholastica's College Research and Publications Program mit Sitz in Manila www.spinifexpress.com.au
Theologie afrikanischer Frauen Afrikanische Theologinnen sind seit 1980, als bei einer Konferenz vieler afrikanischer Kirchen in Ibadan (Nigeria) der Beitrag der Frauen diskutiert wurde, auf der Suche nach einer Two Winged Theology, einer Zwei-Flügel-Theologie, die nicht einflügelig wie das aus Europa oder Amerika importierte Denken über Gott oder die einseitigen, Frauenthemen völlig ausklammernden, afrikanischen Theologien ist. Ausgehend von einer ganzheitlichen afrikanischen Weltsicht, in der Spirituelles und Materielles, Heiliges und Profanes, Individuelles und Leben-in-Gemeinschaft mit den gegenwärtig Lebenden und AhnInnen ineinander untrennbar verwoben sind, versuchen afrikanische Theologinnen die Schätze der Weisheit ihrer Mütter ans Licht zu bringen. Wichtig dabei ist eine kritische Auseinandersetzung mit jenen mündlichen Traditionen (Sprichwörtern, Legenden und Mythen) und den religiösen, kulturellen Ritualen (Pubertätsriten, Trauerriten), die ebenso wie das Christentum patriarchale Gesellschaftsordnungen widerspiegeln und verfestigen. Literatur Strahm, Doris: Töchter Afrikas, steht
auf! - Christologie von Frauen im afrikanischen Kontext. IN: dies.:
Vom Rand in die Mitte. Christologie aus der Sicht von Frauen in Asien,
Afrika und Lateinamerika. Edition Exodus. Luzern 1997. S. 151-269. SIG:
I A 976
Lateinamerikanische Befreiungstheologie Als sich in den 70er Jahren viele Frauen in den revolutionären Kämpfen der Basisgemeinden, Menschenrechtsorganisationen und Widerstandsbewegungen gegen die Militärregimes und für eine Verbesserung der sozialen und politischen Situation in Lateinamerika einsetzten, begann sich auch eine Lateinamerikanische Befreiungstheologie aus der Perspektive von Frauen zu entwickeln. Die Methode der Befreiungstheologie (Sehen - Urteilen - Handeln) wurde beibehalten, die Option für die Armen zu einer Parteinahme für und mit den Frauen umformuliert, und seither entwickelte sich ein breites Spektrum eigenständiger, neuerer Ansätze, z.B. die Teología Indecente (Indecent Theology/Unanständige Theologie) der Argentinierin Marcella María Althaus-Reid, welche den Ausgangspunkt für ihre Reflexionen in der Queer Theory hat. Literatur Conspirando. Revista Latinoamericana de Ecofeminismo,
Espiritualidad y Teología. Chile. SIG: Z F 58 Links Eine spanische Einführung in die Teología Feminista Latinoamericana bietet www.fempress.cl Con-spirando, Revista Latinoamericana de Ecofeminismo,
Espiritualidad y Teología (Chile) http://www.conspirando.cl
(derzeit nicht zugänglich)
Womanist Theology ist eine Theologie, die Schwarzen Frauen passt: Sie steht der Bewegung des Womanism nahe und grenzt sich mitunter zur weißen Mittelklasse-Frauenbewegung hin ab. Das Wort leitet sich von einer Redewendug aus der Schwarzen Umgangssprache her don't be so womanish, die so viel bedeutet wie sei nicht so altklug. Diese wurde positiv aufgegriffen und zur Eigenbezeichnung gemacht. Womanist Theologies stellen die Erfahrungen Schwarzer Frauen in den Mittelpunkt ihrer Reflexionen und Aktionen. Sie erkennen die christlichen und anderen religiösen Wurzeln, nämlich die alten Traditionen der verschleppten SklavInnen, zur Deutung dieser Erfahrung an. Diese Theologien kämpfen für ein Überleben der ganzen Schwarzen Gemeinschaft gegen die mehrdimensionale Unterdrückung (Ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, Klasse). Literatur Williams, Delores: Eine Theologie, die
Schwarzen Frauen passt. IN: Schlangenbrut Nr. 63, 16. Jg. 1998.
S. 5-10. SIG: ZG 24 Links Eine (schon ältere) Homepage der niederländischen Gruppe womanistischer Theologinnen: http://home.planet.nl/~sheba/ Englische Einführung in Womanist Theology in the US: www.crosscurrents.org
New Paganism New Paganism (lat: pagan: am Lande lebend; wieder positiv aufgegriffen und interpretiert als naturverbunden, erdnah): Unter diesem Stichwort sind unterschiedlichste Formen Feministischer Thealogie (Thea nicht Theos! Denn schon im Wort sitzt die patriarchale Einseitigkeit) und Spiritualität versammelt. Einige Gemeinsamkeiten lassen sich aber doch feststellen:
Literatur Gummel, Gabriele: Priesterin-Sein in der Göttin-Religion.
Interview mit Starhawk. IN: Schlangenbrut Nr. 48, 13. Jg.1995. S. 34-38.
SIG: ZG 24 Links Die Schweizer Seite der New Pagans: http://www.rauchzeichen.ch/
Koranauslegung aus weiblich theologischer Sicht Insofern unter Feministischer Theologie auch die Frauenbewegung innerhalb der Religionen verstanden werden kann, lässt sich die von islamischen Frauen betriebene Forschung im Koran auch als eine Feministische Theologie beschreiben. Muslima wie z.B. im Zentrum für islamische Frauenforschung und Frauenförderung in Köln beziehen dabei sowohl geschlechtsspezifische Kriterien als auch islamischen Glauben und Tradition als zentrale Faktoren mit ein. Sie beschäftigen sich mit der Frage nach einem angemessenen Verstehen des Koran und finden Leitlinien dafür in ihrer Heiligen Schrift selbst. Sie wehren sich gegen ein einseitiges Auslegungsprivileg von Männern, plädieren für eine vielfältige Deutung des Textsinnes, erkennen im Koran die Parteinahme Gottes für die Frauen, protestieren gegen eine einseitige, patriarchale Anwendung koranischer Normen und finden in der Verkündigungs- und Wirkungsgeschichte des Islam wiederzuentdeckende mutige Frauengestalten. Literatur Bibliografie.
IN: Schlangenbrut Nr. 77, 20. Jg.2002. S. 30f. SIG: ZG 24 Links Das Netzwerk für Muslima in Deutschland: www.huda.de Halima Krausen, Leiterin des Islamischen Zentrum Hamburg hat eine sehr interessante englisch/deutsche Homepage mit Koranlektionen. http://geocities.com/Athens/Thebes/8206/hkrausen/halhome.htm ZIF: Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung in Köln arbeitet eng zusammen mit www.ipd-koeln.de, wo es Materialien zu kindgerechtem Islamunterricht gibt. Eine Seite aus den USA: Muslim Women's League: www.mwlusa.org Englisch und französischsprachige Seite, die vor allem über kulturelle Aspekte und Rechtsangelegenheiten handelt und informiert: Women Living Under Muslim Laws/Femmes Sous Lois Musulmanes; zu finden unter www.wluml.org Schlagwortkatalog
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