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La Negra
Die
Geschichte meines Lebens
"Ich soll meinen Lebensweg bis zum Jahr 2004 beschreiben, doch das
ist nicht einfach. Ich bin es nicht gewohnt, in modernen westlichen Codes
zu sprechen, nicht dass ich das Westliche nicht verstehe, doch mein Denken
führt mich dahin zu glauben, dass wir alle aus demselben Bauche stammen,
aus der Mutter Erde.
Mein formeller Name ist María Leonor
Rojas Flores, doch man nennt mich "Negrita". Seit meiner Kindheit nennt
man mich so, und es gefällt mir. Ebenso gefällt mir Rojas Flores, denn
in diesem Namen sehe ich Natur und Poesie. So bin ich die "Negrita Rojas
Flores" und 43 Jahre alt. Soweit ich mich zurückerinnere sehe ich mich
im ständigen Dialog mit den beseelten Elementen der Natur wie der Erde,
dem Wasser, den Bäumen, den Steinen und den Samen....."
(weiter)
(Brief von María Leonor Rojas Flores genannt
La Negra aus Chile an die Frauensolidarität anlässlich einer Veranstaltungen
am 3. und 11. September 2004 in Wien)
La Negra versteht sich als Arbeiterin der Samen, (Heil-)
Kräutern und der Poesie. Sie ist Ethnologin und Heilerin, Bewahrerin
der Samen, Kräuter und traditionellen Pflanzen. In der internationalen
Landlosenbewegung Via Campesina koordiniert sie Indigene Bauern und Bäuerinnen
und engagiert sich in der Plataforma por la Tierra Chile. Sie betont die
emanzipatorische Bedeutung der Gärten und der Kultivierung alter
Pflanzen für die Indigenen, die Frauen und für ein harmonisches
Leben mit der Natur.
(en
espanol)
poema: Receta
Die Frauensolidarität unterstützte bereits 2000 ein Projekt
von La Negra in Chile.
Zum Weiterlesen:
Diana Voigt: Ein Heilgarten in den Anden
In: Frauensolidarität Nr 75 (1/2001)
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María Leonor Rojas Flores, genannt La Negra,
in Wien am 3. Sept. 2004
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