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Frauenorganisierung in Rojava - zwischen Zerstörung und Neuaufbau
Vortrag und Diskussion mit zwei Aktivistinnen der kurdischen Frauenbewegung in Rojava - Yekitiya Star

Mi, 11. November 2015, 19.30 Uhr
FZ (FrauenLesbenZentrum), Währingerstraße 59, 1. Stock (Eingang im Hof rechts, Stiege 6), 1090 Wien
Für Frauen

Seit 2013 wird Rojava als „Demokratische Autonomie“ von der Bevölkerung selbst verwaltet. Die Grundlagen sind die kommunale Selbstverwaltung in Räten, der Aufbau kommunaler ökologischer Wirtschaft zur Versorgung der Bevölkerung, das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Religionen und die Freiheit der Frauen.
Frauen haben bei der Entwicklung des „Projekt Rojava“ grundlegend mitgewirkt. Sie sind in allen Strukturen der Gesellschaft aktiv beteiligt, sind in autonomen Frauenräten, Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) und Fraueneinheiten der „Sicherheitskräfte in der Gesellschaft“ (Asayîse Jinê) organisiert und haben autonome Projekte für Frauen (Frauenzentren, Organisation zu Gewalt gegen Frauen, Frauengesundheitszentren, Frauenkooperativen,...) aufgebaut. Diese Demokratische Autonomie ist in der Region ein radikaler gesellschaftlicher Gegenentwurf zur Assad-Herrschaft und IS sowie gelebter Widerstand gegen Neokolonialismus.

Im vergangenen Jahr ist Rojava hier im politischen Bewusstsein angekommen, weil die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) der kurdische Befreiungsbewegung Kobanê  -  nach monatelanger militärischer Belagerung und Angriffen durch den IS - im Februar 2015 befreit haben.

Bei der Veranstaltung soll aufgezeigt werden, wie Frauen in verschiedenen Ländern ihre Befreiung diskutieren, wie sie ihre Ideen umsetzen, welche Erfolge sie haben und welche Grenzen sie erfahren. Welche Möglichkeiten des wechselseitigen Lernens und der gegenseitigen Unterstützung sich aus diesen Erfahrungen ergeben, soll im Anschluss an den Vortrag diskutiert werden.

Die zwei Vortragenden (beide sind Aktivistinnen der kurdischen Frauenbewegung in Rojava - Yekitiya Star) werden über die aktuelle Situation in Rojava berichten.

Eine Veranstaltung der AG internationale feministische Solidarität, c/o FZ-Wien, unterstützt von Frauen*solidarität und kurdischen Frauen in Wien