Unterstützung von Frauenprojekten

Die Frauensolidarität unterstützt mit Spendengeldern Projekte im Süden, die in den Händen der betroffenen Frauen liegen und die Position von Frauen stärken.
Zu den ausgewälten Projekten bestehen meist direkte persönliche Kontakte.

Spendenkonto Österreich:
PSK, Konto Nr. 93.009.458 (BLZ 60.000)
S.W.I.F.T.: OPSKATWW
IBAN: AT44 6000 0000 9300 9458

lautend auf Frauensolidarität

(aktuelle Aufrufe für Projekte sind in der Zeitschrift Frauensolidarität oder unter News nachzulesen)

 




Übersicht Projekte

Bolivien - Centro de Promoción Minera (1997)
Chile - Mapuche-Frauen (2000)
China - Beijing Sisters (1998)
Dominikanische Republik - MUDHA (2002)
, (2004)
El Salvador - COMUTRAS (1997)
Indien - Tsunami-Hilfe CARE Trust (2005)
Irak-Kurdistan - Frauenhaus (1998)
Kolumbien - Diálogo Mujer (1997)
Kolumbien - Organización Femenina Popular (1998)
Kolumbien - Organización Femenina Popular (2002)
Marokko - First African Indigenous Women´s Conference (1998)
Mexiko - Colectiva HIMeN (1997)
Nicaragua - Frauenorganisation Maria Elena Cuadra (1998)
Nicaragua - Fundación entre Mujeres (1997)
Panama - Embera-Frauen (2000)
Peru - Betreuungs- und Ausbildungszentrum für jugendliche Mütter (1998)
Südafrika - SEWU (2002)
Südafrika - Ilitha Labantu (1997)


Unterstützte Projekte 2005


Tsunami-Katastrophenhilfe Indien
Frauensolidarität und FreundInnen unterstützen das CARE Trust Tsunami Relieve Scheme in Tamil Nadu, Indien
Im Jänner 2004 hat die Frauensolidarität eine Informationsreise nach Indien zur Arbeitssituation von Frauen in der Exportindustrie veranstaltet. Fünfzehn Frauen aus Österreich waren gemeinsam auf der Reise und haben unter anderem CARE Trust (Community Awareness Research Education) in Tamil Nadu besucht und ihre eindrucksvolle Arbeit kennengelernt. (siehe auch News)
Der Projektbericht (doc) über das erste Halbjahr 2005 von CARE Trust.

Unterstützte Projekte 2004


Movimiento de Mujeres Dominico-Haitianas (MUDHA)
Nach den Fluten ...
Mitte Mai 2004 waren die westlichen Medien tagelang voll mit den Bildern der Überschwemmungen in Haiti und der Dominikanischen Republik. Jetzt zeigen sich vor Ort nicht nur die Folgen der Katastrophe, sondern es wurden in letzter Zeit in der haitianischen Grenzregion um Jimani und Pedernales immer noch Dörfer entdeckt, die bisher von der Umwelt abgeschnitten waren und nur von dominikanischer Seite erreichbar sind.

Sonia Pierre von der dominiko-haitianischen Frauenorganisation MUDHA aus Santo Domingo schildert in einem Telefoninterview die tragischen Folgen: Es gibt in dieser Region kaum Trinkwasser, die Nahrungsmittelversorgung ist kritisch und es herrscht - aufgrund der anhaltenden Regenfälle - akute Epidemiengefahr. MUDHA arbeitet zur Zeit unermüdlich in der Grenzregion. Einerseits werden lokale Komitees und Kommunikationsnetze gebildet, um die Verteilung der Hilfsgüter zu organisieren. Andererseits kümmern sie sich speziell um die Kinder, deren Eltern in den Fluten umgekommen sind. Im Moment betreut sie über 500 Waisenkinder in einem improvisierten Versorgungslager und ist auf der verzweifelten Suche nach noch lebenden Familienangehörigen. Ehrenamtlich tätige Jugendliche aus der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo übernehmen zum Teil die Betreuung der traumatisierten Kinder.

Mit einer spontanen Benefizaktion "Genuss für einen guten Zweck" der ÖDG (Österreichisch-Dominikanische Gesellschaft), Aybobo (Österreichisch-Haitianischer Kulturkontakt) und der Plattform "1804-2004: Karibik im Umbruch?" und dank der Unterstützung der Frauensolidarität mit einem Beitrag von € 330,- konnten insgesamt 2.250,- Euro als Spenden für die Erstversorgung der Kinder an MUDHA geschickt werden. Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass in der kommenden Hurrikanzeit die Insel von weiteren Naturkatastrophen verschont bleibt.
(Sonja Rappold/ÖDG; www.wuk/austrodominic.at)

Unterstützte Projekte 2001-2002


Movimiento de Mujeres Dominico-Haitianas (MUDHA)

Die Bewegung der dominiko-haitianischen Frauen ist eine Basisorganisation in der Dominikanischen Republik, die gegen ökonomische Ausbeutung, gegen Rassismus und Sexismus und für die legistische Anerkennung der Dominiko-HaitianerInnen und der DominikanerInnen haitianischer Abstammung kämpft. MUDHA veranstaltet Ausbildungsprogramme, bewußtseins- und gesundheitsfördernde Programme. Im Jahr 2000 klagte sie gemeinsam mit anderen NGOs die dominikanische Regierung wegen massiven Menschenrechtsverletzungen vor dem Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof, was ihr weitere Drohungen von Seiten der Regierung einbrachte.

Im Jahr 2003 erhielt die Leiterin von MUDHA, Solaine "Sonia" Pierre, den Internationalen Preis für Menschenrechte von Amnesty International für ihren kompromisslosen Einsatz für Frauen- und Menschenrechte der dominiko-haitianischen Community in der Dominikanischen Republik. Die Zeitschrift Frauensolidarität berichtet laufend über die Situation von MUDHA. (Vgl. FS 81/2002, S. 26; FS 83/2003, S.5) (Kontakt: : mudha@hotmail.com; http://kiskeya-alternative.org/mudha)

Organización Femenina Popular - Kolumbien

Organización Femenina Popular (OFP) Die OFP ist eine kolumbianische Basisorganisation für Frauen in Barrancabermeja, die Ausbildungsprogramme, Workshops und gesundheitsfördernde Maßnahmen anbietet, mit den Gewerkschaften kooperiert und sich an lokalen Entwicklungsprojekten beteiligt. Mit der OFP verbindet die Frauensolidarität eine lange Kooperation. Sie engagiert sich für Frauenrechte in Kolumbien und kritisiert scharf die Militarisierung Kolumbiens. Besonders in letzter Zeit war die OFP vermehrt den Angriffen von Paramilitärs ausgesetzt. Morddrohungen gegen die Aktivistinnen der 1200 Mitfrauen zählenden Organisation stehen an der Tagesordnung, ihre "Frauenhäuser" werden immer wieder in Brand gesteckt. Im Jahr 2001 erhielten die Mitarbeiterinnen insgesamt 45 Morddrohungen. Im Jänner 2002 wurde die Vorsitzende Patricia Ramirez von Paramilitärs entführt, Dank der internationalen Empörung aber wieder frei gelassen. Trotz dieser gefährlichen Situation arbeitet die Organisation mit Erfolg weiter und konnte ihren Wirkungsbereich auf die Hauptstadt Bogotá ausweiten, wo sie Mitte 2003 ihr zentrales Koordinationsbüro eröffnete. Die Zeitschrift Frauensolidarität berichtet laufend über die Situation der OFP. (Vgl. FS 84/2003, S. 29)
Eure/Ihre Spende unterstützt die OFP in dieser schwierigen Zeit und hilft mit, dass ihre wichtige Arbeit überhaupt aufrechterhalten werden kann.
(Auch die Dreikönigsaktion und die ai Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen unterstützen die OFP)
(Kontakt: femenina@colnodo.apc.org)

Informeller Sektor: SEWU-Fortbildung - Republik Südafrika/Indien

Auf nach Indien! Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen auf den Besuch unserer Referentinnen Rosie Makosa (SEWU/Südafrika) und Namrata Bali (SEWA/Indien) im Rahmen des internationalen Forums "Der Multis neue Kleider..." im März 2001 ist die Idee zu einem Nachfolgeprojekt entstanden:

Die indische Frauengewerkschaft SEWA organisiert seit ihrer Gründung 1974 ca. 320.000 Frauen sowohl am Land als auch in der Stadt und betreut zahlreiche Handarbeitskooperativen, sowie ein Ausbildungszentrum mit wirtschaftlichen und technischen Kursen, aber auch der Umgang mit Medien und neuen Kommunikationsmitteln werden gelehrt.

Ein zweiwöchiges Training für 5 Vertreterinnen der südafrikanischen Schwesternorganisation SEWU in diesem Ausbildungszentrum konnte durch unser Spendeneinwerben im Rahmen der Clean Clothes-Kampagne finanziert werden. SEWU, welche ganz bewusst als Gewerkschaft vor allem für Händlerinnen, Heimarbeiterinnen, Prostituierte, Alkoholverkäuferinnen und Kartonsammlerinnen und nicht für mittelständische Unternehmerinnen konzipiert wurde und in 18 lokalen Gruppen 1400 Mitgliedern in 4 Regionen in Südafrika organisiert, ist noch im Aufbau und Ausbau begriffen. Die SEWU-Frauen konnten von dem Wissen der Schwesternorganisation und von einem Erfahrungsaustausch profitieren und werden es als Multiplikatorinnen an ihre Kolleginnen weitergeben.

Mit eurer/Ihrer Spende wurde ermöglicht, dass 5 Gewerkschafterinnen von SEWU im Oktober 2002 in der SEWA-Akademie in Ahmedabad/Indien ein profundes und umfassendes Trainingprogramm absolvieren konnten.

Finanziert wurden:
die Flüge von 5 SEWU-Vertreterinnen von Südafrika nach Indien
ein zweiwöchiger Aufenthalt der Frauen in Indien
ein einwöchiger Kurs der Frauen auf der SEWA-Akademie in Ahmedabad

Wir danken im Namen der SEWU-Frauen allen SpenderInnen herzlich!

Bericht SEWA/SEWU


Unterstützte Projekte 2000


Kräuter- und Pflanzenanbau in einem Heilgarten - Chile

Das Projekt unterstützt die Rettung und Bewahrung der Verwendung von Heil- und Aromakräutern innerhalb eines Reservats der Mapuche durch den Ankauf eines Grundstückes, landwirtschaftlicher Geräte, Pflanzen und Verarbeitungsgeräte. Was heute Naturmedizin genannt wird, ist für die Ethnie der Mapuche ("Menschen der Erde", sie werden in Chile stark diskriminiert) überlebenswichtig. Der Aufbau von Gärten, welche die meist benutzten Arten beinhalten und die die häufigsten gesundheitlichen und spirituellen Probleme behandeln können, besitzt in diesem Zusammenhang einen hohen Stellenwert.

Eine Gruppe von Frauen des Reservats, insbesondere zehn Lagumen (Schwestern) führen das Projekt durch. Die Gruppe wird von einer Ethnologin beraten, welche verschiedene Studien über das Thema erstellte und schon 15 Jahre regelmäßig in diesem Reservat tätig ist. Systematische Besuche einer Machi-Assistentin (Machi = Medizinfrau) haben zur Aneignung von traditionellen Kenntnissen der Pflanzen und ihrer Verwendung geführt. Es handelt sich dabei um zentrale Fähigkeiten, um den Wiederaufbau des für das Überleben der Arten nötigen Mikrosystems zu gewährleisten.


Mehr über das Projekt erfahren Sie im Bericht von Diana Voigt: Ein Heilgarten in den Anden. In: Frauensolidarität 1/2001 (Nr. 75), S.11f


Frauenhaus in Solymanieh - Irakisch Kurdistan

Unterstützung beim Aufbau und Erhalt des von der Internationalen Kampagne zur Verteidigung der Frauenrechte im Iran/Sektion Deutschland initiierten Frauenhauses für Opfer häuslicher Gewalt. In den vergangenen zehn Jahren wurden im kurdischen Gebiet von Irak über 1.000 Frauen im Namen der "Ehre" ermordet. Das Frauenhaus wurde vor zwei Jahren gegründet. Es konnte seither 40 Frauen und ihren Kindern Schutz bieten. Das Frauenhaus leistet auch politische Bewusstseinsarbeit für Menschenrechte, betreibt einen Radiosender und organisiert Veranstaltungen.

Mehr über das Projekt erfahren Sie im Bericht: Solimanieh. Kurdische Militärs attackieren das Frauenhaus. In: Frauensolidarität 3/2000 ((Nr. 73), S.23f


Empowerment von Frauen der Emberá - Panama


Zwei dreitägige Empowerment-Seminare für Emberá-Frauen in Panama City ("Stadtindianerinnen") und ein Seminar für Emberá-Männer in den marginalisierten Vierteln von Panama-Stadt zum Thema Gewalt in der Familie/Frauenrechte/zwischenmenschliche Beziehungen. Die Seminare sind Teil eines Bildungsprojekts, das Frauen für ihre Rechte sensibilisiert und Möglichkeiten der Konfliktlösung erarbeitet. Dieses Modul ist eingebettet in ein größeres Projekt zur Unterstützung der Emberá/Wounan in Panamastadt, das von der Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich organisiert und seit 1999 durchgeführt wird.

Mehr über das Projekt erfahren Sie in: Bedrohte Völker. Zeitschrift der Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Juni/Juli 2000 (Nr. 62), S.3ff

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Unterstützte Projekte 1999

Beijing Sisters - China

Frauenorganisation Maria Elena Cuadra - Nicaragua

1995 nach internen Auseinandersetzungen aus dem Frauensekretariat der TextilarbeiterInnengewerkschaft im sandinistischen Dachverband CSt entstanden, ist Maria Elena Cuadra heute eine unabhängige Frauenorganisation. Ein Tätigkeitsbereich ist die Organisierung von Arbeiterinnen in der Freihandelszone (Bewusstseinsbildung, Öffentlichkeitsarbeit etc.), ein anderer die Unterstützung arbeitsloser Frauen. Mit einem Kredit- und Stipendiumprogramm versucht Maria Elena Cuadra jungen alleinerziehenden Frauen den Einstieg in nichttraditionelle Berufe oder den Aufbau eines eigenen Kleinunternehmens zu ermöglichen.

Frauenhaus in Irakisch-Kurdistan
(siehe 2000)


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Unterstützte Projekte 1998

Organización Femenina Popular (OFP) - Kolumbien

Seit vielen Jahren unterstützt die Frauensolidarität die OFP. Die OFP betreibt ein Frauenzentrum in der Region Barrancabermeja. Schwerpunkt der Arbeit ist die Beratung von Frauen, die von familiärer oder politischer Gewalt betroffen sind. Derzeit arbeitet die OFP am Aufbau eines Frauengesundheitszentrums.

Frauenorganisation Maria Elena Cuadra - Nicaragua
(siehe 1999)

Frauenhaus in Irakisch-Kurdistan
(siehe 2000)


Betreuungs- und Ausbildungszentrum für jugendliche Mütter - Peru

Um jugendlichen Müttern zwischen 11 und 17 Jahren ihre Stituation zu erleichtern und ihnen neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen, unterstützt die Wiener Organisation COSAAL (Comité de Solidaridad y Apoyo a America Latina) ein Betreuungs- und Ausbildungszentrum für betroffene Frauen in Lima/Peru. Neben der Prävention durch Aufklärungsarbeit bietet das Zentrum medizinische Versorgung und regelmäßige Ernährung für Mutter und Kind. Eine Nähwerkstatt, eine Konditorei sowie externe Kurse sollen die Basis für eine zukünftige Erwerbsarbeit schaffen.


First African Indigenous Women´s Conference - Marokko

Vom 20. bis 24. April 1998 fand in Agadir in Marokko die erste Konferenz indigener afrikanischer Frauen statt. Die Hauptthemen der Tagung waren Gewalt gegen Frauen und die Rolle indigener Frauen als Trägerinnen der Kultur und als Hüterinnen des traditionellen Wissens. Als ein Ergebnis der Konferenz ist die Gründung der African Indigenous Women's Organisation zu nennen.

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Unterstützte Projekte 1997

Ilitha Labantu - Südafrika

Ilitha Labantu ("Sonnenstrahl für Frauen") ist ein unabhängiges Frauenzentrum in Guguletu/Kapstadt, das sich gegen Gewalt an Frauen und Kindern aus benachteiligten gesellschaftlichen Schichten in der Region um Kapstadt engagiert.
Insbesondere geht es in der Arbeit des Frauenzentrums, das seit 1991 besteht, um Gewalt in der Familie – um physische, psychische, verbale und sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder. Ilitha Labantu leistet hier psychologische und emotionale Unterstützung sowie Rechtsberatung für von Gewalt betroffene Frauen.
Das zentrale Ziel besteht darin, den Kreislauf der Gewalt gegen Frauen durch Bewusstseinsbildung und durch die Stärkung von Frauen zu durchbrechen. Mit Hilfe von Workshops und anderen partizipativen Methoden wird Informations- und Aufklärungsarbeit zu Gewalt betrieben.


Fundación entre Mujeres - Nicaragua

Die Fundación Entre Mujeres (FEM) - "Stiftung unter Frauen" - ist eine autonome Frauenorganisation mit Sitz in Estelí, die vor allem mit Frauen auf dem Land arbeitet. FEM besteht seit 1994, die Gründungsmitglieder kommen aus der sandinistischen Gewerkschaftsbewegung.
FEM organisiert in erster Linie landwirtschaftliche Frauenkollektive, wobei von einer feministischen Analyse des Geschlechterverhältnisses ausgegangen wird. Auf gepachtetem oder angekauftem Land werden in verschiedenen Gemeinden landwirtschaftliche Produktionen aufgebaut, die sowohl dem Eigenkonsum der großteils alleinerziehenden Frauen als auch dem Export dienen sollen. Es werden Grundnahrungsmittel wie Mais und Bohnen angebaut, des weiteren wird eine Schweine- und eine Rinderfarm betrieben. Eine Kooperative zum Anbau von biologischem Kaffee befindet sich im Aufbau. Bislang sind 65 Frauen in verschiedene Kollektive eingebunden; die Gesundheits- und Ausbildungsprogramme von FEM kommen rund 200 Frauen zugute.
FEM tritt öffentlich für die Rechte von Frauen ein, setzt Aktionen, organisiert Demonstrationen, schult Basisanwältinnen in den Gemeinden, die sich gegen Gewalt gegen Frauen engagieren, und kooperiert mit anderen unabhängigen Frauenorganisationen im Land. Zentrales Anliegen von FEM ist es, Frauen als wirtschaftliche, soziale und politische Kraft zu organisieren, um eine reale Gleichberechtigung der Geschlechter zu erreichen.


Diálogo Mujer - Kolumbien

Die Stiftung Diálogo Mujer ("Frauen-Dialog") ist eine unabhängige, basisorientierte feministische Organisation, deren Arbeitsschwerpunkt auf der politischen Arbeit mit Frauen und Frauengruppen liegt. 1983 entstanden, gibt Diálogo Mujer eine gleichnamige Zeitschrift (Boletín Diálogo Mujer) heraus, die sich vor allem an Frauen auf dem Land richtet.
Diálogo Mujer leistet basisorientierte feministische Erwachsenenbildung, führt Workshops zu reproduktiver Gesundheit und AIDS-Vorsorge durch, leistet Informations- und Aufklärungsarbeit zu Frauen- und Menschenrechten, schult Frauen in basisorientierter politischer Organisationsarbeit und engagiert sich in der Vernetzung von Frauenorganisationen insbesondere in Zusammenhang mit der Weltfrauenkonferenz in Peking 1995.
Die Stiftung Diálogo Mujer tritt für eine reale Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ein, wobei davon ausgegangen wird, dass die Stärkung (das Empowerment) von Frauen mit der Organisierung von Frauen und ihrer Teilnahme an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verbunden sein muss. Zentrales Anliegen von Diálogo Mujer ist auch der Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Gewalt in Kolumbien.

Centro de Promoción Minera - Bolivien

CEPROMIN ist eine unabhängige Einrichtung, die - 1979 gegründet - die Bevölkerung in den bolivianischen Minenregionen unterstützt. Da gegen Ende der 80er Jahre die verstaatlichte Minengesellschaft COMIBOL großteils privatisiert und viele Minen geschlossen wurden, begannen die arbeitslosen MinenarbeiterInnen, unter gefährlichsten und gesundheitsschädigenden Bedingungen selbständig sowie in Kollektiven in den Minen weiterzuarbeiten.
Die Aufgabenbereiche von CEPROMIN umfassen die Aus- und Fortbildung von angestellten sowie selbständigen MinenarbeiterInnen, ein Frauenförderprogramm, die Vernetzung von MinenarbeiterInnen sowie Forschung, Dokumentation und Beratung. CEPROMIN verfügt über ein zentrales Büro in La Paz sowie über Regionalbüros in Potosí, Llallagua, Cañadón Antequera und Atocha.
Mit dem Programm zur Förderung von Minenarbeiterinnen und Hausfrauen zielt die Arbeit von CEPROMIN einerseits auf die Förderung, frauenspezifische Bewusstseinsbildung und Organisation jener Frauen, die in Handarbeit Mineralien aus Gesteinsbrocken auswaschen ("palliri"). Andererseits sollen Zusammenschlüsse von Hausfrauen in den Bergbauregionen unterstützt und ihre Zusammenarbeit mit Minenarbeiterinnen gefördert werden, um ein gemeinsames Eintreten der Frauen für ihre Rechte zu erreichen.


Colectiva HIMeN - Mexiko

Colectiva HIMeN ist eine lesbisch-feministische Gruppe, die seit 1994 aktiv für die Akzeptanz von Lesben, für eine freie Wahl der sexuellen Orientierung und generell für die Rechte von Frauen in der mexikanischen Gesellschaft eintritt.
Die Arbeit von HIMeN besteht in der (derzeit unregelmäßigen) Publikation der Zeitschrift LesVoz/Cultura Lésbica Feminista, im Abhalten von Workshops zu lesbischer Identität, in der Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheiten, dem Aufbau eines Kontaktnetzes für Lesben und der Herausgabe des HIMeN-Fanzines.
Für HIMeN ist es wichtig, in einer patriarchalen Gesellschaft Räume zu schaffen, in denen es Frauen ermöglicht wird, eine persönliche Identität abseits von patriarchalen Mustern zu entwickeln.


COMUTRAS - El Salvador

COMUTRAS, Comité de Mujeres Trabajadoras Salvadoreñas, ist das Frauenkomitee im salvadorianischen Gewerkschaftsdachverband CTD. De facto hat sich COMUTRAS mit 7.000 Mitgliedern zu einer eigenständigen Frauengewerkschaft entwickelt, die vor allem Arbeiterinnen in den Maquiladoras organisiert.
Maquiladoras oder "Weltmarktfabriken" sind Betriebe in sogenannten Freien Produktionszonen, in denen transnationale Konzerne bei Steuerbegünstigungen Fertigungsindustrien für den Export betreiben - insbesondere in der Bekleidungs-, Auto- und der Elektronikindustrie. Die Arbeitsrechtsverletzungen in den Maquiladoras sind teilweise eklatant, Gewerkschaftsarbeit ist de facto untersagt.
COMUTRAS leistet gewerkschaftliche Organisationsarbeit mit Maquiladora-Arbeiterinnen, wobei auf spezifische Frauenanliegen wie den Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, Sexualaufklärung und Verhütung sowie Stärkung des Selbstbewusstseins von Frauen eingegangen wird.
COMUTRAS arbeitet mit der europaweiten Kampagne für Saubere Kleidung zusammen und strebt eine zentralamerikaweite Koordination von Maquiladora-ArbeiterInnen an.




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