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Übersicht Projekte
Bolivien - Centro de
Promoción Minera (1997)
Chile - Mapuche-Frauen (2000)
China - Beijing Sisters (1998)
Dominikanische Republik - MUDHA (2002),
(2004)
El Salvador - COMUTRAS (1997)
Indien - Tsunami-Hilfe CARE Trust (2005)
Irak-Kurdistan - Frauenhaus (1998)
Kolumbien - Diálogo Mujer (1997)
Kolumbien - Organización Femenina Popular
(1998)
Kolumbien - Organización Femenina Popular (2002)
Marokko - First African Indigenous Women´s
Conference (1998)
Mexiko - Colectiva HIMeN (1997)
Nicaragua - Frauenorganisation Maria Elena Cuadra
(1998)
Nicaragua - Fundación entre Mujeres (1997)
Panama - Embera-Frauen (2000)
Peru - Betreuungs- und Ausbildungszentrum für
jugendliche Mütter (1998)
Südafrika - SEWU (2002)
Südafrika - Ilitha Labantu (1997)
Unterstützte Projekte 2005
Tsunami-Katastrophenhilfe
Indien
Frauensolidarität und FreundInnen unterstützen das CARE Trust
Tsunami Relieve Scheme in Tamil Nadu, Indien
Im Jänner 2004 hat die Frauensolidarität eine Informationsreise nach Indien
zur Arbeitssituation von Frauen in der Exportindustrie veranstaltet. Fünfzehn
Frauen aus Österreich waren gemeinsam auf der Reise und haben unter anderem
CARE Trust (Community Awareness Research Education) in Tamil Nadu besucht
und ihre eindrucksvolle Arbeit
kennengelernt. (siehe auch News)
Der Projektbericht (doc)
über das erste Halbjahr 2005 von CARE Trust.
Unterstützte Projekte
2004
Movimiento de Mujeres Dominico-Haitianas (MUDHA)
Nach den Fluten ...
Mitte Mai 2004 waren die westlichen Medien tagelang voll mit den Bildern
der Überschwemmungen in Haiti und der Dominikanischen Republik. Jetzt
zeigen sich vor Ort nicht nur die Folgen der Katastrophe, sondern es wurden
in letzter Zeit in der haitianischen Grenzregion um Jimani und Pedernales
immer noch Dörfer entdeckt, die bisher von der Umwelt abgeschnitten waren
und nur von dominikanischer Seite erreichbar
sind.
Sonia
Pierre von der dominiko-haitianischen Frauenorganisation MUDHA aus Santo
Domingo schildert in einem Telefoninterview die tragischen Folgen: Es
gibt in dieser Region kaum Trinkwasser, die Nahrungsmittelversorgung ist
kritisch und es herrscht - aufgrund der anhaltenden Regenfälle - akute
Epidemiengefahr. MUDHA arbeitet zur Zeit unermüdlich in der Grenzregion.
Einerseits werden lokale Komitees und Kommunikationsnetze gebildet, um
die Verteilung der Hilfsgüter zu organisieren. Andererseits kümmern sie
sich speziell um die Kinder, deren Eltern in den Fluten umgekommen sind.
Im Moment betreut sie über 500 Waisenkinder in einem improvisierten Versorgungslager
und ist auf der verzweifelten Suche nach noch lebenden Familienangehörigen.
Ehrenamtlich tätige Jugendliche aus der dominikanischen Hauptstadt Santo
Domingo übernehmen zum Teil die Betreuung der traumatisierten Kinder.
Mit
einer spontanen Benefizaktion "Genuss für einen guten Zweck" der ÖDG (Österreichisch-Dominikanische
Gesellschaft), Aybobo (Österreichisch-Haitianischer Kulturkontakt) und
der Plattform "1804-2004: Karibik im Umbruch?" und dank der Unterstützung
der Frauensolidarität mit einem Beitrag von € 330,- konnten insgesamt
2.250,- Euro als Spenden für die Erstversorgung der Kinder an MUDHA geschickt
werden. Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass in der kommenden Hurrikanzeit
die Insel von weiteren Naturkatastrophen verschont bleibt.
(Sonja Rappold/ÖDG; www.wuk/austrodominic.at)
Unterstützte
Projekte 2001-2002
Movimiento de Mujeres Dominico-Haitianas
(MUDHA)
Die Bewegung der dominiko-haitianischen Frauen
ist eine Basisorganisation in der Dominikanischen Republik, die gegen
ökonomische Ausbeutung, gegen Rassismus und Sexismus und für die legistische
Anerkennung der Dominiko-HaitianerInnen und der DominikanerInnen haitianischer
Abstammung kämpft. MUDHA veranstaltet Ausbildungsprogramme, bewußtseins-
und gesundheitsfördernde Programme. Im Jahr 2000 klagte sie gemeinsam
mit anderen NGOs die dominikanische Regierung wegen massiven Menschenrechtsverletzungen
vor dem Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof, was ihr weitere
Drohungen von Seiten der Regierung einbrachte.
Im Jahr 2003 erhielt die Leiterin von MUDHA,
Solaine "Sonia" Pierre, den Internationalen Preis für Menschenrechte von
Amnesty International für ihren kompromisslosen Einsatz für Frauen- und
Menschenrechte der dominiko-haitianischen Community in der Dominikanischen
Republik. Die Zeitschrift Frauensolidarität berichtet laufend über die
Situation von MUDHA. (Vgl. FS 81/2002, S. 26; FS 83/2003, S.5) (Kontakt:
: mudha@hotmail.com; http://kiskeya-alternative.org/mudha)
Organización Femenina Popular - Kolumbien
Organización Femenina Popular (OFP) Die OFP
ist eine kolumbianische Basisorganisation für Frauen in Barrancabermeja,
die Ausbildungsprogramme, Workshops und gesundheitsfördernde Maßnahmen
anbietet, mit den Gewerkschaften kooperiert und sich an lokalen Entwicklungsprojekten
beteiligt. Mit der OFP verbindet die Frauensolidarität eine
lange Kooperation. Sie engagiert sich für Frauenrechte in Kolumbien
und kritisiert scharf die Militarisierung Kolumbiens. Besonders in letzter
Zeit war die OFP vermehrt den Angriffen von Paramilitärs ausgesetzt.
Morddrohungen gegen die Aktivistinnen der 1200 Mitfrauen zählenden
Organisation stehen an der Tagesordnung, ihre "Frauenhäuser"
werden immer wieder in Brand gesteckt. Im Jahr
2001 erhielten die Mitarbeiterinnen insgesamt 45 Morddrohungen.
Im Jänner 2002 wurde die Vorsitzende Patricia Ramirez von Paramilitärs
entführt, Dank der internationalen Empörung aber wieder frei
gelassen. Trotz dieser gefährlichen Situation
arbeitet die Organisation mit Erfolg weiter und konnte ihren Wirkungsbereich
auf die Hauptstadt Bogotá ausweiten, wo sie Mitte 2003 ihr zentrales Koordinationsbüro
eröffnete. Die Zeitschrift Frauensolidarität berichtet laufend über die
Situation der OFP. (Vgl. FS 84/2003, S. 29)
Eure/Ihre Spende unterstützt die OFP in dieser schwierigen Zeit und
hilft mit, dass ihre wichtige Arbeit überhaupt aufrechterhalten werden
kann.
(Auch die Dreikönigsaktion und die ai Arbeitsgruppe für verfolgte
GewerkschafterInnen unterstützen die OFP)
(Kontakt: femenina@colnodo.apc.org)
Informeller Sektor:
SEWU-Fortbildung - Republik Südafrika/Indien
Auf nach Indien! Aufgrund der vielen positiven
Rückmeldungen auf den Besuch unserer Referentinnen Rosie Makosa (SEWU/Südafrika)
und Namrata Bali (SEWA/Indien)
im Rahmen des internationalen Forums "Der Multis neue Kleider..." im März
2001 ist die Idee zu einem Nachfolgeprojekt entstanden:
Die indische Frauengewerkschaft SEWA organisiert
seit ihrer Gründung 1974 ca. 320.000 Frauen sowohl am Land als auch in
der Stadt und betreut zahlreiche Handarbeitskooperativen, sowie ein Ausbildungszentrum
mit wirtschaftlichen und technischen Kursen, aber auch der Umgang mit
Medien und neuen Kommunikationsmitteln werden gelehrt.
Ein zweiwöchiges Training für 5 Vertreterinnen
der südafrikanischen Schwesternorganisation SEWU in diesem Ausbildungszentrum
konnte durch unser Spendeneinwerben im Rahmen der Clean Clothes-Kampagne
finanziert werden. SEWU, welche ganz bewusst als Gewerkschaft vor allem
für Händlerinnen, Heimarbeiterinnen, Prostituierte, Alkoholverkäuferinnen
und Kartonsammlerinnen und nicht für mittelständische Unternehmerinnen
konzipiert wurde und in 18 lokalen Gruppen 1400 Mitgliedern in 4 Regionen
in Südafrika organisiert, ist noch im Aufbau und Ausbau begriffen. Die
SEWU-Frauen konnten von dem Wissen der Schwesternorganisation und von
einem Erfahrungsaustausch profitieren und werden es als Multiplikatorinnen
an ihre Kolleginnen weitergeben.
Mit eurer/Ihrer Spende wurde ermöglicht, dass
5 Gewerkschafterinnen von SEWU im Oktober 2002 in der SEWA-Akademie in
Ahmedabad/Indien ein profundes und umfassendes Trainingprogramm absolvieren
konnten.
Finanziert wurden:
die Flüge von 5 SEWU-Vertreterinnen von
Südafrika nach Indien
ein zweiwöchiger Aufenthalt der Frauen in Indien
ein einwöchiger Kurs der Frauen auf der SEWA-Akademie in Ahmedabad
Wir danken im Namen der SEWU-Frauen allen SpenderInnen herzlich!
Bericht SEWA/SEWU
Unterstützte Projekte 2000
Kräuter- und Pflanzenanbau in einem Heilgarten
- Chile
Das Projekt unterstützt die Rettung und Bewahrung der Verwendung von Heil-
und Aromakräutern innerhalb eines Reservats der Mapuche durch den Ankauf
eines Grundstückes, landwirtschaftlicher Geräte, Pflanzen und Verarbeitungsgeräte.
Was heute Naturmedizin genannt wird, ist für die Ethnie der Mapuche ("Menschen
der Erde", sie werden in Chile stark diskriminiert) überlebenswichtig.
Der Aufbau von Gärten, welche die meist benutzten Arten beinhalten und
die die häufigsten gesundheitlichen und spirituellen Probleme behandeln
können, besitzt in diesem Zusammenhang einen hohen Stellenwert.
Eine Gruppe von Frauen des Reservats, insbesondere zehn Lagumen (Schwestern)
führen das Projekt durch. Die Gruppe wird von einer Ethnologin beraten,
welche verschiedene Studien über das Thema erstellte und schon 15 Jahre
regelmäßig in diesem Reservat tätig ist. Systematische Besuche einer Machi-Assistentin
(Machi = Medizinfrau) haben zur Aneignung von traditionellen Kenntnissen
der Pflanzen und ihrer Verwendung geführt. Es handelt sich dabei um zentrale
Fähigkeiten, um den Wiederaufbau des für das Überleben der Arten nötigen
Mikrosystems zu gewährleisten.

Mehr über das Projekt erfahren Sie im Bericht von Diana Voigt: Ein Heilgarten
in den Anden. In: Frauensolidarität 1/2001 (Nr. 75), S.11f
Frauenhaus in Solymanieh - Irakisch Kurdistan
Unterstützung beim Aufbau und Erhalt des von der Internationalen Kampagne
zur Verteidigung der Frauenrechte im Iran/Sektion Deutschland initiierten
Frauenhauses für Opfer häuslicher Gewalt. In den vergangenen zehn Jahren
wurden im kurdischen Gebiet von Irak über 1.000 Frauen im Namen der "Ehre"
ermordet. Das Frauenhaus wurde vor zwei Jahren gegründet. Es konnte seither
40 Frauen und ihren Kindern Schutz bieten. Das Frauenhaus leistet auch
politische Bewusstseinsarbeit für Menschenrechte, betreibt einen Radiosender
und organisiert Veranstaltungen.
Mehr über das Projekt erfahren Sie im Bericht: Solimanieh. Kurdische Militärs
attackieren das Frauenhaus. In: Frauensolidarität 3/2000 ((Nr. 73), S.23f
Empowerment von Frauen der Emberá - Panama
Zwei dreitägige Empowerment-Seminare für Emberá-Frauen in Panama City
("Stadtindianerinnen") und ein Seminar für Emberá-Männer in den marginalisierten
Vierteln von Panama-Stadt zum Thema Gewalt in der Familie/Frauenrechte/zwischenmenschliche
Beziehungen. Die Seminare sind Teil eines Bildungsprojekts, das Frauen
für ihre Rechte sensibilisiert und Möglichkeiten der Konfliktlösung erarbeitet.
Dieses Modul ist eingebettet in ein größeres Projekt zur Unterstützung
der Emberá/Wounan in Panamastadt, das von der Gesellschaft für bedrohte
Völker - Österreich organisiert und seit 1999 durchgeführt wird.
Mehr über das Projekt erfahren Sie in: Bedrohte Völker. Zeitschrift der
Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Juni/Juli 2000 (Nr. 62),
S.3ff
(zurück zur Übersicht)
Unterstützte Projekte 1999
Beijing Sisters - China
Frauenorganisation Maria Elena Cuadra - Nicaragua
1995 nach internen Auseinandersetzungen aus dem Frauensekretariat der
TextilarbeiterInnengewerkschaft im sandinistischen Dachverband CSt entstanden,
ist Maria Elena Cuadra heute eine unabhängige Frauenorganisation.
Ein Tätigkeitsbereich ist die Organisierung von Arbeiterinnen in der Freihandelszone
(Bewusstseinsbildung, Öffentlichkeitsarbeit etc.), ein anderer die Unterstützung
arbeitsloser Frauen. Mit einem Kredit- und Stipendiumprogramm versucht
Maria Elena Cuadra jungen alleinerziehenden Frauen den Einstieg in nichttraditionelle
Berufe oder den Aufbau eines eigenen Kleinunternehmens zu ermöglichen.
Frauenhaus in Irakisch-Kurdistan
(siehe 2000)
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Unterstützte Projekte 1998
Organización Femenina Popular (OFP)
- Kolumbien
Seit vielen Jahren unterstützt die Frauensolidarität die OFP.
Die OFP betreibt ein Frauenzentrum in der Region Barrancabermeja. Schwerpunkt
der Arbeit ist die Beratung von Frauen, die von familiärer oder politischer
Gewalt betroffen sind. Derzeit arbeitet die OFP am Aufbau eines Frauengesundheitszentrums.
Frauenorganisation Maria
Elena Cuadra - Nicaragua
(siehe 1999)
Frauenhaus in Irakisch-Kurdistan
(siehe 2000)
Betreuungs- und Ausbildungszentrum für
jugendliche Mütter - Peru
Um jugendlichen Müttern zwischen 11 und 17 Jahren ihre Stituation zu
erleichtern und ihnen neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen, unterstützt
die Wiener Organisation COSAAL (Comité de Solidaridad y Apoyo a America
Latina) ein Betreuungs- und Ausbildungszentrum für betroffene Frauen in
Lima/Peru. Neben der Prävention durch Aufklärungsarbeit bietet das Zentrum
medizinische Versorgung und regelmäßige Ernährung für Mutter und Kind.
Eine Nähwerkstatt, eine Konditorei sowie externe Kurse sollen die Basis
für eine zukünftige Erwerbsarbeit schaffen.
First African Indigenous Women´s Conference
- Marokko
Vom 20. bis 24. April 1998 fand in Agadir in Marokko die erste Konferenz
indigener afrikanischer Frauen statt. Die Hauptthemen der Tagung waren
Gewalt gegen Frauen und die Rolle indigener Frauen als Trägerinnen der
Kultur und als Hüterinnen des traditionellen Wissens. Als ein Ergebnis
der Konferenz ist die Gründung der African Indigenous Women's Organisation
zu nennen.
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Unterstützte Projekte 1997
Ilitha Labantu - Südafrika
Ilitha Labantu ("Sonnenstrahl für Frauen") ist ein unabhängiges
Frauenzentrum in Guguletu/Kapstadt, das sich gegen Gewalt an Frauen und
Kindern aus benachteiligten gesellschaftlichen Schichten in der Region
um Kapstadt engagiert.
Insbesondere geht es in der Arbeit des Frauenzentrums, das seit 1991 besteht,
um Gewalt in der Familie – um physische, psychische, verbale und sexuelle
Gewalt gegen Frauen und Kinder. Ilitha Labantu leistet hier psychologische
und emotionale Unterstützung sowie Rechtsberatung für von Gewalt betroffene
Frauen.
Das zentrale Ziel besteht darin, den Kreislauf der Gewalt gegen Frauen
durch Bewusstseinsbildung und durch die Stärkung von Frauen zu durchbrechen.
Mit Hilfe von Workshops und anderen partizipativen Methoden wird Informations-
und Aufklärungsarbeit zu Gewalt betrieben.
Fundación entre Mujeres - Nicaragua
Die Fundación Entre Mujeres (FEM) - "Stiftung unter Frauen" -
ist eine autonome Frauenorganisation mit Sitz in Estelí, die vor allem
mit Frauen auf dem Land arbeitet. FEM besteht seit 1994, die Gründungsmitglieder
kommen aus der sandinistischen Gewerkschaftsbewegung.
FEM organisiert in erster Linie landwirtschaftliche Frauenkollektive,
wobei von einer feministischen Analyse des Geschlechterverhältnisses ausgegangen
wird. Auf gepachtetem oder angekauftem Land werden in verschiedenen Gemeinden
landwirtschaftliche Produktionen aufgebaut, die sowohl dem Eigenkonsum
der großteils alleinerziehenden Frauen als auch dem Export dienen sollen.
Es werden Grundnahrungsmittel wie Mais und Bohnen angebaut, des weiteren
wird eine Schweine- und eine Rinderfarm betrieben. Eine Kooperative zum
Anbau von biologischem Kaffee befindet sich im Aufbau. Bislang sind 65
Frauen in verschiedene Kollektive eingebunden; die Gesundheits- und Ausbildungsprogramme
von FEM kommen rund 200 Frauen zugute.
FEM tritt öffentlich für die Rechte von Frauen ein, setzt Aktionen, organisiert
Demonstrationen, schult Basisanwältinnen in den Gemeinden, die sich gegen
Gewalt gegen Frauen engagieren, und kooperiert mit anderen unabhängigen
Frauenorganisationen im Land. Zentrales Anliegen von FEM ist es, Frauen
als wirtschaftliche, soziale und politische Kraft zu organisieren, um
eine reale Gleichberechtigung der Geschlechter zu erreichen.
Diálogo Mujer - Kolumbien
Die Stiftung Diálogo Mujer ("Frauen-Dialog") ist eine unabhängige,
basisorientierte feministische Organisation, deren Arbeitsschwerpunkt
auf der politischen Arbeit mit Frauen und Frauengruppen liegt. 1983 entstanden,
gibt Diálogo Mujer eine gleichnamige Zeitschrift (Boletín Diálogo
Mujer) heraus, die sich vor allem an Frauen auf dem Land richtet.
Diálogo Mujer leistet basisorientierte feministische Erwachsenenbildung,
führt Workshops zu reproduktiver Gesundheit und AIDS-Vorsorge durch, leistet
Informations- und Aufklärungsarbeit zu Frauen- und Menschenrechten, schult
Frauen in basisorientierter politischer Organisationsarbeit und engagiert
sich in der Vernetzung von Frauenorganisationen insbesondere in Zusammenhang
mit der Weltfrauenkonferenz in Peking 1995.
Die Stiftung Diálogo Mujer tritt für eine reale Gleichberechtigung
zwischen Männern und Frauen ein, wobei davon ausgegangen wird, dass die
Stärkung (das Empowerment) von Frauen mit der Organisierung von Frauen
und ihrer Teilnahme an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verbunden
sein muss. Zentrales Anliegen von Diálogo Mujer ist auch der Kampf
gegen Menschenrechtsverletzungen und Gewalt in Kolumbien.
Centro de Promoción Minera - Bolivien
CEPROMIN ist eine unabhängige Einrichtung, die - 1979 gegründet - die
Bevölkerung in den bolivianischen Minenregionen unterstützt. Da gegen
Ende der 80er Jahre die verstaatlichte Minengesellschaft COMIBOL großteils
privatisiert und viele Minen geschlossen wurden, begannen die arbeitslosen
MinenarbeiterInnen, unter gefährlichsten und gesundheitsschädigenden Bedingungen
selbständig sowie in Kollektiven in den Minen weiterzuarbeiten.
Die Aufgabenbereiche von CEPROMIN umfassen die Aus- und Fortbildung von
angestellten sowie selbständigen MinenarbeiterInnen, ein Frauenförderprogramm,
die Vernetzung von MinenarbeiterInnen sowie Forschung, Dokumentation und
Beratung. CEPROMIN verfügt über ein zentrales Büro in La Paz sowie über
Regionalbüros in Potosí, Llallagua, Cañadón Antequera und Atocha.
Mit dem Programm zur Förderung von Minenarbeiterinnen und Hausfrauen
zielt die Arbeit von CEPROMIN einerseits auf die Förderung, frauenspezifische
Bewusstseinsbildung und Organisation jener Frauen, die in Handarbeit Mineralien
aus Gesteinsbrocken auswaschen ("palliri"). Andererseits sollen Zusammenschlüsse
von Hausfrauen in den Bergbauregionen unterstützt und ihre Zusammenarbeit
mit Minenarbeiterinnen gefördert werden, um ein gemeinsames Eintreten
der Frauen für ihre Rechte zu erreichen.
Colectiva HIMeN - Mexiko
Colectiva HIMeN ist eine lesbisch-feministische Gruppe, die seit
1994 aktiv für die Akzeptanz von Lesben, für eine freie Wahl der sexuellen
Orientierung und generell für die Rechte von Frauen in der mexikanischen
Gesellschaft eintritt.
Die Arbeit von HIMeN besteht in der (derzeit unregelmäßigen) Publikation
der Zeitschrift LesVoz/Cultura Lésbica Feminista, im Abhalten von
Workshops zu lesbischer Identität, in der Aufklärung über sexuell übertragbare
Krankheiten, dem Aufbau eines Kontaktnetzes für Lesben und der Herausgabe
des HIMeN-Fanzines.
Für HIMeN ist es wichtig, in einer patriarchalen Gesellschaft Räume
zu schaffen, in denen es Frauen ermöglicht wird, eine persönliche Identität
abseits von patriarchalen Mustern zu entwickeln.
COMUTRAS - El Salvador
COMUTRAS, Comité de Mujeres Trabajadoras Salvadoreñas, ist das
Frauenkomitee im salvadorianischen Gewerkschaftsdachverband CTD. De facto
hat sich COMUTRAS mit 7.000 Mitgliedern zu einer eigenständigen Frauengewerkschaft
entwickelt, die vor allem Arbeiterinnen in den Maquiladoras organisiert.
Maquiladoras oder "Weltmarktfabriken" sind Betriebe in sogenannten Freien
Produktionszonen, in denen transnationale Konzerne bei Steuerbegünstigungen
Fertigungsindustrien für den Export betreiben - insbesondere in der Bekleidungs-,
Auto- und der Elektronikindustrie. Die Arbeitsrechtsverletzungen in den
Maquiladoras sind teilweise eklatant, Gewerkschaftsarbeit ist de facto
untersagt.
COMUTRAS leistet gewerkschaftliche Organisationsarbeit mit Maquiladora-Arbeiterinnen,
wobei auf spezifische Frauenanliegen wie den Zugang zu Gesundheitseinrichtungen,
Sexualaufklärung und Verhütung sowie Stärkung des Selbstbewusstseins von
Frauen eingegangen wird.
COMUTRAS arbeitet mit der europaweiten Kampagne für Saubere Kleidung
zusammen und strebt eine zentralamerikaweite Koordination von Maquiladora-ArbeiterInnen
an.
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