Frauennachrichten aus aller Welt

Goals for one world
Die Frauensolidarität kickte beim "Goals for one world", der Eröffnungsveranstaltung der FARE Euro-Streetkicks des europäischen Netzwerkes "Football Against Racism", am Samstag den 20. Juni mit. Mit- bzw. gegeneinander spielten die Organisationen Clean Clothes, Frauensolidarität, Jugend eine Welt, Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (vidc) sowie die Austrian Development Agency (ADA) - mit dem Ziel, eine breite Öffentlichkeit an entwicklungspolitischen und interkulturellen Fragen interessiert zu machen. Als Verliererinnen des Streetkick-Turniers konnte die Frauensolidarität zwar keinen Pokal nach Hause tragen, aber wieder einmal darauf aufmerksam machen, wer die Verliererinnen in der Sportartikel- und Sportbekleidungsindustrie sind: die Frauen. Der Profit der multinationalen Konzerne der Sportartikel- und Sportbekleidungsindustrie geht auf Kosten der Arbeiterinnen in den so genannten Ländern des Südens und Ostens. Arbeitsrechte, menschenwürdige Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen müssen laut Frauensolidarität jedoch für alle gelten - auch für Frauen in der informellen Wirtschaft.

"Rote Karte für die Sportbekleidungsindustrie"
5. Mai 2008
Bei der Pressekonferenz "Rote Karte für die Sportbekleidungsindustrie" der Frauensolidarität und der Clean Clothes Kampagne berichtete die Textilarbeiterin und Gewerkschafterin Pui-Lin Sham aus Hongkong von ihren eigenen Erfahrungen in der Sportbekleidungsindustrie in China. Katastrophale Arbeitsbedingungen sind hier alltäglich - lange Arbeitstage, unbezahlte Überstunden oder Kontrolle über die Anzahl der Toilettenbesuche. Kathrin Pelzer, Kampagnenleiterin des Projekts "Arbeitsrechte für Frauen weltweit!" der Frauensolidarität, machte deutlich, wer die Verliererinnen in der Sportbekleidungsindustrie sind: die Frauen. Der Profit der multinationalen Konzerne der Sportartikel- und Sportbekleidungsindustrie geht auf Kosten der Frauen. In der Textilindustrie sind rund 80% der Beschäftigten Frauen. Sie sind es, die zunehmend prekären und informellen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Die geringe Entlohnung der Frauen und ihre prekäre Arbeitssituation führen in der Folge zu einer neuen Klasse - Working Poor. Sie leben in der Armut trotz Erwerbstätigkeit. Ein Grund dafür ist laut Kathrin Pelzer in der Auslagerung von Arbeit zu finden - dies kann so weit gehen, dass die Arbeit in den eigenen vier Wänden der Frauen landet. Dort gelten dann überhaupt keine Arbeitsverträge oder Schutzbestimmungen mehr. Die Play Fair Kampagne 2008, die faire Arbeitsbedingungen fordert, stellte Michaela Königshofer für Österreich und Staphany Wong für China und Hongkong vor. Play Fair 2008 verlangt u.a. transparente und nachvollziehbare Lieferketten sowie fordert von Organisationen wie dem Internationalen Olympischen Komitee, dass es nur Lizenzen an jene Firmen vergeben sollte, die ihre ArbeiterInnen fair behandeln und bezahlen. Eine Petition mit den Play-Fair-Forderungen wurde heute an Bundeskanzler und Sportminister Alfred Gusenbauer übergeben, und bis August läuft noch eine Unterschriften-Aktion (http://www.playfair2008.org).

Michaela Königshofer, Kathrin Pelzer, Staphanie Wong, Kim Kwok, Pui-Lin Sham (v.li)

Aufruf bei der Aktion "Catch the Flame - Fang das olympische Feuer!" mitzumachen
Weltweite SMS- und E-Mail-Aktion für faire Arbeitsbedingungen vom 1. bis 6. April
Die Aktion "Catch the Flame" ist eine Initiative der internationalen Kampagne Play Fair 2008, die sich für faire Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsindustrie einsetzt. Vom 1. bis 6. April gibt es eine weltweite SMS- und E-Mail-Aktion für faire Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Sportbekleidung und Merchandising-Artikel in Österreich
Werden Sie zu österreichischen FackelträgerInnen für faire Arbeitsbedingungen:
* Senden Sie ein SMS mit dem Text "Play Fair" und Ihrem Namen an 0699 115 33 137
* Oder schicken Sie ein E-Mail von www.cleanclothes.at/playfair
* Motivieren Sie auch KollegInnen, FreundInnen und Bekannte zum mitmachen!
Die elektronische Flamme durchquert Österreich mit Ihrer Hilfe vom 1. bis 6. April. Am 1. Mai hat die Flamme ihr Ziel Peking erreicht, den Austragungsort der Olympischen Spiele. Die Liste der elektronischen FackelträgerInnen wird dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, gemeinsam mit den Forderungen für faire Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben der Sportbekleidungsindustrie übergeben.
Play Fair 2008 wird in Österreich von Clean Clothes Kampagne, ÖGB und Volkshilfe gemeinsam getragen.
Nähere Infos:
www.cleanclothes.at/playfair

Clean-Clothes-Petition erfolgreich: Vereinbarung zwischen dem indischen Jeanshersteller FFI und der Clean-Clothes-Kampagne wurde getroffen
1.673 ÖsterreicherInnen unterstützten mittels Protestbrief die Forderungen der Clean Clothes Kampagne und ermöglichten dadurch die Einigung zwischen dem indischen Jeanshersteller FFI und der Clean Clothes Kampagne. Die Clean Clothes Kampagne führte seit 2005 eine Aufklärungskampagne über die Arbeitsrechtsverletzungen in den FFI-Produktionsstätten wie erzwungene und nicht bezahlte Überstunden und körperliche Übergriffe. Am 1. Dezember 2007 ordnete ein Gericht in Bangalore die Festnahme von vier niederländischen Arbeitsrechtsaktivistinnen der Clean Clothes Kampagne an und beantragte beim zuständigen indischen Ministerium die Auslieferung der niederländischen Staatsbürgerinnen. Indische Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Gruppen waren durch ein Gerichtsurteil bereits mundtot gemacht worden. Die erreichte Vereinbarung sieht ein vertrauliches Beschwerdesystem vor, durch das die ArbeiterInnen des Jeansproduzenten FFI in Zukunft die Möglichkeit haben, Arbeitsrechtsverletzungen zu berichten. Ein Ombudsmann wird dafür sorgen, dass diese für alle Parteien zufrieden stellend behoben werden. Indische Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Gruppen können wieder öffentlich über die Situation in der Fabrik FFI berichten.
Homepage der Clean Clothes Kampagne: http://www.cleanclothes.at

Internationaler Gewerkschaftsverband ITUC (International Trade Union Confederation) fordert, "decent work" verstärkt zum Thema in der Migrationspolitik zu machen
MigrantInnen sind vor allem in unsicheren, beschwerlichen und herabwürdigenden Arbeitsbereichen tätig - Arbeiten, die nicht "decent" sind. Daher muss "decent work" verstärkt zum Thema in der Migrationspolitik werden, forderte ITUC Generalsekretär Guy Ryder anlässlich des Internationalen MigrantInnen Tages am 18. Dezember. ITUC setzt sich vor allem für die Arbeitsrechte von MigrantInnen sowie deren Organisierung in Gewerkschaften ein. ITUC berücksichtigt in seinen Maßnahmen insbesondere den Aspekt von "gender", da zunehmend Frauen migrieren und Migrantinnen besonders von Diskriminierungen im Arbeitsbereich betroffen sind.
Homepage von ITUC: http://www.ituccsi.org/spip.php?rubrique1


Lobbying: fehlende Rechte von "domestic workers" sollen auf die Agenda der Internationalen Arbeitskonferenz 2010 gesetzt werden

Die "worker's group" der ILO (International Labour Organisation) hat einen Antrag formuliert, in dem gefordert wird, das Thema "domestic workers" auf die Agenda der Internationalen Arbeitskonferenz 2010 zu setzen. Die Auswahl der zu besprechenden Themen für diese Konferenz erfolgt bei der 301. Sitzung des Verwaltungsrates der ILO im März 2008. ITUC und die "worker's group" fordern die Gewerkschaften auf, bei den jeweiligen nationalen Regierungen um Unterstützung für diesen Antrag anzusuchen.


Start der OFP-Solidaritätskampagne „1 Million Freundinnen und Freunde“
Mit der Veranstaltung "Frieden schaffen inmitten von Gewalt" am 19.11.2007 im ega wurde die internationale Solidaritätskampagne "1 Million Freundinnen und Freunde" für die kolumbianische Frauenbasisorganisation OFP (Organización Femenina Popular) offiziell in Österreich eröffnet. Maria Jackeline Rojas Castañeda vom Führungsgremium der OFP, die von der Frauensolidarität, amnesty international, Informationsgruppe Lateinamerika und der Katholischen Frauenbewegung nach Österreich eingeladen wurde, berichtete in ihrem Vortrag über die politische, soziale und kulturelle Arbeit der Organisation und die aktuelle politische Situation im Land. Die OFP hat ihren Hauptsitz in Barrancabermeja, dem Zentrum der kolumbianischen Erdölindustrie, wo seit einigen Jahren die rechtsextremen paramilitärischen Gruppen die Kontrolle über die Stadt errungen haben.
Um ihre Präsenz und Sichtbarkeit zu festigen, sammelt die OFP im Rahmen der Kampagne national und international Unterstützungserklärungen, die auch einen symbolischen Schutz gegenüber der kolumbianischen Regierung, die bekanntermaßen mit den Paramilitärs kooperiert, darstellen. Neben einer Unterschrift gewährleistet eine zusätzliche Spende die finanzielle Autonomie der OFP. Unterstützungsformular und Spendenmöglichkeit unter: http://www.frauensolidaritaet.org

Kolumbien: Frauen im Visier der Paramilitärs
Am 4. November 2007 wurde Yolanda Becerra, Direktorin der OFP (Organización Femenina Popular), in ihrer Wohnung in Barrancabermeja von zwei bewaffneten und maskierten Männern überfallen, verprügelt und mit dem Tod bedroht, wenn sie nicht binnen 48 Stunden verschwinde. Am selben Tag sollte auch ihre Kollegin Jackelina Rojas Castañeda - kurz vor ihrem Abflug nach Wien - überfallen werden, die Wohnung wurde aufgebrochen, doch war Frau Rojas nicht anwesend.
Die OFP (Organización Femenina Popular) aus Kolumbien ist die wohl aktivste und international bekannteste Frauenorganisation ihres Landes. Sie ist immer wieder Angriffen seitens der rechtsextremen Paramilitärs ausgesetzt. Sie arbeiten dort wo den Menschen wirtschaftliche, kulturelle und soziale Rechte vorenthalten werden und stehen seit langem in engen Kontakt zur Frauensolidarität.
Homepage der OFP: www.ofp.org.co.

Arbeitsrechte für Frauen in der informellen Wirtschaft!
"Die internationale Vernetzung über Gewerkschaften ist gerade für Frauen im informellen Sektor überlebensnotwendig," begründet die Inderin Namrata Bali ihre Teilnahme am Gründungskongress des internationalen Gewerkschaftsverbandes ITUC in Wien (siehe Interview). Namrata Bali ist Vorstandsmitglied von SEWA, der indischen Self Employed Women's Association. Diese ist eine der größten Gewerkschaften Indiens mit über 700.000 weiblichen Mitgliedern. Auf Einladung der Frauensolidarität berichtete Bali in einem Workshop über die Arbeit von SEWA bei der Organisierung von Frauen in der so genannten Informellen Wirtschaft in Indien.
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s.a. den Beitrag von Katja Schröckenstein in Frauensolidarität 98 (4/200)

CD-Edition "Frauen leben Veränderung. Lateinamerika - Karibik - Europa"
Im Jahr 2006 konzentrierten die Women on Air ihre Radioarbeit auf den Schwerpunkt "EU - Lateinamerika - Karibik". Der Gipfel aller Staatschefs und einer Staatschefin dieser Weltregionen und das alternative Gipfelgeschehen "Enlazando Alternativas 2" im Mai 2006 in Österreich boten nicht nur Stoff und InterviewpartnerInnen, sondern auch die geeignete "Movida" für den Schwerpunkt der neuen CD-Edition.
In dieser Edition spiegelt sich die langfristige gegenseitige Beziehung zwischen den Kontinenten:
Europa verdankt Lateinamerika neben den Erdäpfeln und Paradeisern auch den Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, der auf den Todestag der der drei ermordeten dominikanischen oppositionellen Schwestern Mirabal zurückgeht (Titel 4: Symbol für den Widerstand). Die Solidarökonomie ist in Lateinamerika nicht nur vielfach angewandte Praxis und kreativer Ausweg aus einem menschenverachtenden, neoliberalen Wirtschaftssystem, sondern auch wissenschaftliche Disziplin und in Brasilien mit einem Staatssekretariat sogar Staatssache (Titel 6: Solidarische Inseln im Meer des Kapitalismus). Europa verdankt Lateinamerika auch begehrte Rohstoffe wie Erdöl, unter dessen Gewinnung indigene Frauen in Ecuador stöhnen (Titel 5: Schwarzes Gold aus grünen Wäldern). In Mexiko - und im Besonderen in Juchitán - existiert ein interessantes Konzept von Theorie und Praxis für das Zusammenleben der Geschlechter (Titel 3: Muxes - Das "dritte Geschlecht" in Mexiko). In Zentralamerika und in Kolumbien arbeiten Menschenrechtsaktivistinnen unter lebensbedrohlichen Umständen für die Würde der Frauen in militarisierten Gesellschaften und verteidigen damit die Würde aller Frauen (Titel 1: Frauen gegen Gewalt). Und schließlich ist Lateinamerika mit der Karibik der Kontinent der Rhythmen, auch jener der Emanzipation (Titel 2: Frauen-Samba aus Bahia).
Die CD kostet € 15,-
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Made in China
Wien, 15.09.06: Zwei Mitarbeiterinnen von Arbeitsrechtsorganisationen aus Hong Kong berichteten anlässlich des Filmstarts von China Blue über ihre Erfahrungen in der chinesischen Bekleidungsindustrie: 17 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für 60 Euro im Monat. Für die 20-jährige Jasmin, die in der südchinesischen Stadt Shax Jeans für den Export nach Europa und in die USA zuschneidet, ist es Alltag. Der Film China Blue von Micha X. Peled zeigt Einblicke hinter die Fabrikstore und gibt den anonymen ArbeiterInnen ein Gesicht. Yuk Yuk Choi von Worker Empowerment und Jenny Chan von Students and Scholars against Corporate Misbehaviour kennen die Probleme und Ängste der chinesischen ArbeiterInnen und setzen sich für ihre Rechte ein.
Pressegespräch mit Jenny Chan (Students and Scholars against Corporate Misbehaviour), Yuk Yuk Choi (Worker Empowerment), Michaela Königshofer (Clean Clothes Kampagne Österreich), Monika Kemperle (Gewerkschaft Metall, Textil, Nahrung) und Helga Neumayer von der Frauensolidarität.

Arbeitsrechte für Frauen weltweit! Ein Informations- und Lobbying-Projekt zur Informalisierung der Arbeit
Die Frauensolidarität, die seit 1982 zum Thema Arbeitsrechte von Frauen arbeitet, hat im Lauf der letzten Jahre beobachtet, dass ein immer größerer Anteil der arbeitenden Bevölkerung weltweit in der informellen Wirtschaft tätig ist, wo jeglicher arbeitsrechtlicher Schutz fehlt. Besonders Frauen sind überproportional und immer stärker von dem Phänomen der Informalisierung betroffen. In einem zweijährigen Projekt will sich die Frauensolidarität deshalb für die Rechte und Sichtbarmachung dieser höchst verwundbaren und unsichtbaren Gruppe der "working poor" einsetzen und deren Selbstorganisation z.B. in Gewerkschaften unterstützen.
Zum Bestellen:
Schwerpunktheft "Informelle Wirtschaft" (Frauensolidarität Nr. 97, Heft 3/06) mit Beiträgen zu Hausarbeit, Heimarbeit und Gewerkschaftsinitiativen in Europa und Asien, zu chinesischen Arbeitsmigrantinnen und zu Solidarökonomie in aller Welt aus feministischer Sicht.
Vierteljährlicher Email-Newsletter im Rahmen des Projekts "Arbeitsrechte für Frauen in der informellen Wirtschaft!". (Bestellung: iwprojekt@frauensolidaritaet.org, 01/317 40 20-0)
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In Hochform für die WM
Zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft am 9. Juni 2006 ziehen die Initiatorinnen der Kampagne "Abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution" eine positive Zwischenbilanz.
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WIDE Jahreskonferenz 2006
What 'state' are we in: Women's lives, changing states, expanding markets
Die Jahrestagung der feministischen Entwicklungsexpertinnen und Praktikerinnen von Women in Development Europe fand vom 1-3 Juni 2006 in Warschau statt - zum ersten Mal in einem osteuropäischen Land. Gastgeberin war KARAT Coalition. Im Zentrum der Tagung stand die notwendige Neupositionierung der Frauenbewegungen in einer Welt der sich wandelnden Staaten und einer sich neoliberal umstrukturierenden Weltwirtschaft .
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Feministische Interventionen am EA2 (10.-13. Mai 2006)
Die feministischen Frauen, insbesondere jene, die den Workshop "Feministische Interventionen" mitgemacht haben, zeigten sich sehr unzufrieden mit der mangelnden Sichtbarkeit von Aktivistinnen und feministischen Positionen auf dem Alternativengipfel Enlazando Alternativas 2.
Sie verfassten eine feministische Deklaration, die anschließend an die offizielle Schlusserklärung des EA2 den TeilnehmerInnen des Gipfels präsentiert wurde. Dafür musste eine Aktivistin mit Unterstützung weiterer feministischer Frauen das Podium stürmen und sich das Mikrofon erkämpfen.
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Wir dokumentieren hier die Feministische Deklaration zum EA2 in Deutsch und Spanisch. Die offizielle Schlusserklärung finder sich unter www.alternativas.at

Treffen kolumbianischer Menschenrechtsaktivistinnen mit Außenministerin und EU-Ratsvorsitzender Ursula Plassnik Die kolumbianische Frauenrechtsaktivistin Betty Puerto Barrera von der Frauenbasisorganisation OFP (Organización Femenina Popular = OFP) kam im Vorfeld des EU-Lateinamerikagipfels am 10. Mai 2005 einer Einladung zu einem Gespräch mit BM Ursula Plassnik nach, zu dem die Ministerin und EU-Ratsvorsitzende auch Menschenrechtsvertreidigerinnen aus Mexiko und Guatemala zur Anhörung und ihrer Einschätzung der Situation der Menschenrechte in den jeweiligen lateinamerikanischen Regionen lud. (weiter)

Plassnik: "Menschenrechtsaktivistinnen brauchen unseren besonderen Schutz" Außenministerin Plassnik traf mit Menschenrechtsverteidigerinnen aus Mexiko, Guatemala und Kolumbien zusammen Wien (OTS)
Außenministerin Plassnik ist gestern mit Menschenrechtsverteidigerinnen aus Mexiko, Guatemala und Kolumbien zusammengetroffen, um noch vor dem Beginn des Gipfels mit Frauen aus Lateinamerika das direkte Gespräch zu suchen. "Es war mir wichtig, von diesen engagierten Frauen eine persönliche und authentische Einschätzung zu bekommen", so Plassnik. (weiter)

Lunacek stellt Kandidatur Mexikos für Menschenrechtsrat in Frage
Frauenmorde Thema des Lateinamerika-Gipfels der EU - Zahlreiche Frauenmorde in Mexiko und Guatemala = Wien (APA)
Die Kandidatur Mexikos für den neuen Menschenrechtsrat, der am Dienstag (15. Mai 2006) in New York gewählt wird, sollte vielleicht zurückgestellt werden, bis in Mexiko die Menschenrechte vor allem im Bezug auf Frauenmorde umgesetzt würden. Dies hat die Nationalratsabgeordnete und außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, auf einer Pressekonferenz über Frauenmorde in Lateinamerika am Dienstag in Wien erklärt. In Mexiko und Guatemala würden zahlreiche Frauenmorde begangen, ohne je aufgeklärt zu werden. Das Problem der Frauenmorde soll auch bei dem am Donnerstag (10. Mai 2006) beginnenden Lateinamerika-Gipfel angesprochen werden. weiter

Positionspapier von AGEZ und EU-Plattform
„Die österreichischen NGOs der Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit: ihrer Rolle jetzt und in der Zukunft: ein unverzichtbarer Partner für die OEZA und die Länder des Südens“

Fußball-Weltmeisterschaften in Deutschland 2006
Abpfiff - Schluss mit der Zwangsprostitution

Eine Kampagne des Deutschen Frauenrates
Verschiedene Frauenorganisationen nehmen die Fußball-WM (Juni 2006) in Deutschland zum Anlass, um auf Zwangsprostitution und Frauenhandel aufmerksam zu machen. Weltweit sind ca. 800.000 Personen Opfer des grenzüberschreitenden Menschenhandels, 90% sind Frauen, die meisten werden in die illegale Sexarbeit gezwungen.
Der DEUTSCHE FRAUENRAT pfiff am 7. März die Kampagne Abpfiff an. Der Dachvernad nit 55 Mitgliedsverbänden ruft zum Schlusspfiff gegen ein menschenverachtendes Foulspiel von Frauenhandel und Zwangsprostitution auf. Auch der Katholische Deutsche Frauenbund und der Verein SOLWODI (D) engagieren sich zu diesem Thema. In Österreich wird sich der Österreichische Frauenring noch näher mit dem Thema befassen.
Die Parties of European Socialists (PES, www.pes.org) fordern mit einer Unterschriftenliste (bis zum Frauentag am 8. März!) die EU auf, verstärkt gegen Frauenhandel aktiv zu werden.
Die Kampagne spricht sich ausdrücklich nicht gegen die in Deutschland legale Prostitution, eine sexuelle Dienstleistung, aus und warnt vor Missbrauch der Kampagne: nicht Prostituierte und legale oder ilegalisierte Migrantinnen stehen im Mittelpunkt sondern ein Bewußtsein bezüglich dieser Menschenrechtsverletzung, die eine Bedrohung für jeden Rechtsstaat ist, soll gefördert werden. Der Opferschutz ist ein zentrales Ziel der Kampagne.

Kritische Stellungnahmen zur Kampagne "Abpfiff" von Sexarbeiterinnenorganisationen (wie z.B.
Stellungnahme LänderArbeitsGemeinschaft Recht/Prostitution NRW (D) (pdf)
Stellungnahme Bundesweite AG Recht Protitution (D) (pdf))
wurden mittlerweile durch verstärkte Diskussion und Kooperation entkräftet.
Pressemeldungen (pdf) zur Visapflicht

Spendenabsetzbarkeit in Österreich
Vollversammlung von WIDE - Netzwerk Women In Development Europe wählt neuen Vorstand und kritisiert geplante Spendenabsetzbarkeit für Soziales und für die Entwicklungszusammenarbeit
Pressemeldung (doc)

Chile
Michelle Bachelet, Kandidatin des Regierungsbündnisses Concertación, erste Präsidentin Lateinamerikas

In der Stichwahl am Sonntag den 15. Jänner 2006 hat sie nach Auszählung fast aller Stimmen 53,5 Prozent erreicht
Artikel in den Lateinamerika Nachrichten vom Dezember 2005
http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/701.html

Liberia
ELLEN JOHNSON-SIRLEAF erste Präsidentin Afrikas
UNO-Generalsekretär Kofi Annan gratuliert (weiter doc)
(November 2005)

UNO-Generalsekretär Kofi Annan:
"Gewalt gegen Frauen und Mädchen schadet der ganzen Gesellschaft"
Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, 25. November 2005 (weiter doc)
Allgemeine Infos

Neuauflage: Let's wear fair
Die Broschüre richtet sich an Jugendliche, die Hauptzielgruppe aller Jeans-Produzenten. An Hand konkreter Beispiele von jungen Textilarbeiterinnen werden die Bedingungen bei der Jeans-Produktion geschildert – leicht verständlich und ohne Umschweife. Die Broschüre macht klar, wie einfach es wäre, die Lebensverhältnisse der Betroffenen zu verbessern. Und was die LeserInnen selbst machen können, wenn sie nicht tatenlos zusehen wollen: sei es durch Beteiligung an Postkartenaktionen oder den Kauf von Hanf-Jeans. Die Jeansbroschüre „Let’s wear fair“ kann in ihrer neuen Auflage unter office@frauensolidaritaet.org zum Preis von 2 EUR bestellt werden.

Tagung der deutschsprachigen Frauen/Lesbenarchive in Frankfurt am Main
Ende Oktober 2005 trafen sich in Frankfurt am Main zum 40. Mal Vertreterinnen der deutschsprachigen Frauen/ Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen zu ihrer jährlichen Tagung. Frauensolidarität und STICHWORT aus Österreich nahmen teil.

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Das Versprechen der Gleichberechtigung
Gleichstellung der Geschlechter, reproduktive Gesundheit und die Milleniumentwicklungsziele
Der diesjährige Weltbevölkerungsbericht des UNFPA beleuchtet die Auswirkungen der Ungleichstellung der Geschlechter auf die Armutsbekämpfung. Das vom UN-Generalsekretär initiierte Milleniumsprojekt, ein hochrangiges Expertengremium, wurde mit der Überprüfung der im Jahr 2000 anlässlich des UN-Milleniumsgipfels formulierten Ziele beauftragt.
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SexarbeiterInnen-Konferenz darf nicht ohne Echo verhallen
Menschenrechte müssen auf nationaler Ebene sichergestellt werden!

LEFÖ fordert Gesetzesänderung in Österreich
"Die Stimmen von über 200 SexarbeiterInnen und ihren UnterstützerInnen dürfen nicht ungehört bleiben", fordert Cristina Boidi, Koordinatorin des Vereins LEFÖ, nach der 3-tägigen Konferenz von Sexarbeiterinnen vergangene Woche in Brüssel. Vom 15.-17. Oktober 2005 fand in der EU-Metropole die europäische Konferenz zu Sexarbeit, Menschenrechten, Arbeit und Migration mit VertreterInnen aus über 25 Ländern statt. weiter

"Zero Tolerance – Null Toleranz gegen Gewalt an Frauen"
Enquete im Parlament

"Allen Gewaltarten liegt ein Mechanismus zugrunde, nämlich Diskriminierung und eine ungleiche Verteilung von Macht, Ressourcen und Einfluss – Gewalt gegen Frauen ist nicht gottgegeben sondern veränderbar", betonte die entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, Petra Bayr, am Freitag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer und Jacqui Hunt von Equality Now zum Thema "Zero Tolerance – Null Toleranz gegen Gewalt an Frauen".
(Presseaussendung der SPÖ, 2005-10-07) weiter
Auf der Enquete präsentierten Frauenorganisationen verschiedene Formen von Gewalt gegen Frauen.

Inter-Kultur-Preis 2005
Die Frauensolidarität gewinnt den Inter-Kultur-Preis 2005 mit dem Projekt "Zeitschrift Frauensolidarität". Am Freitag, 7. Oktober wurde der Preis in Linz übergeben.
Pressemeldung Foto
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Informationsinitiative 2005:
Frauen stärken - Chancen für alle
ist von Oktober bis Dezember 2005 Thema der Informationskampagne der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Ab Mitte Oktober macht die OEZA-Informationsinitiative mit einem TV-Spot und Beiträgen in Zeitungen und Radio auf die Millenniums-Entwicklungsziele aufmerksam. Um die Millenniumsziele zu erreichen, braucht es vor allem mehr Rechte, mehr Chancen und mehr Sicherheit für Frauen. Denn nachhaltige Entwicklung ist nur möglich, wenn Frauen gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen haben, ihre rechtliche, politische und wirtschaftliche Position gestärkt wird und sie vor jeglicher Form von Gewalt sicher sind.
Veranstaltungshinweis: http://www.ada.gv.at/view.php3?f_id=8760&LNG=de&version
Mehr zur Informationsinitiative: http://www.bmaa.gv.at/view.php3?r_id=965&LNG=de&version=
Weltnachrichten 3/2005 ab Mitte Oktober: Ohne Frauen keine Entwicklung
Inhalt: Gender & Entwicklung, Frauenrechte in Uganda, Frauen in Albanien, UN-Weltgipfel, Konfliktprävention und Friedenssicherung http://www.ada.gv.at/view.php3?f_id=8646&LNG=de&version=

Dokumentation der WIDE-Jahrestagung in Bonn, 2005
Die Referate können nun unter
http://www.eurosur.org/wide/project_AC.htm
nachgelesen werden

CRUZ EMILIA RANGEL,
Mitbegründerin des FLP-Flower-Label-Programms, des ersten öko - sozialen Gütesiegels für Schnittblumen aus den Ländern des Südens erhält den SOLIDAR Silver Rose Award 2005! weiter

Entsklavte Zukunft
Das im November 2004 von der Frauensolidarität mitorganisierte Symposion "Entsklavte Zukunft" legt nun nach seiner erfolgreichen Durchführung eine schriftliche Dokumentation der Beiträge vor. (pdf)


Frauensolidarität macht Radio:
Women on Air im Rahmen der Globale Dialoge
Frauenstimmem aus dem Süden
Zeit: jeden Dienstag 13.00-14.00 auf Orange 94.0 (Raum Wien), UPC 92.7, Stream 094.at
Zum Nachhören: Audioarchiv www.noso.at

Das Internationale Komitee gegen Steinigung hat durch unermüdliches Engagement bereits viele Frauen vor dem sicheren Tod bewahrt. Für die Weiterarbeit benötigt es nun finanzielle Unterstützung. Spenden sind sehr willkommen.
weiter (doc)

"Ohne Frauenrechte wird es keine gute Zukunft für den Sudan geben"
Erfolgreicher internationalen Kongress zum Thema "Die Rolle sudanesischer Frauen beim Demokratisierungsprozess und Wiederaufbau im Sudan" Ende August 2005 in Wien. Die Tagung - u.a. im Parlament - wurde vom Verein "NilDonau" organisiert, dem es gelang, engagierte Sudanesinen aus aller Welt zusammenzubringen. weiter (presseerklärungen, doc)

Kinder- und Frauensterblichkeitsrate erfordert mehr Aufmerksamkeit
Weltgesundheitstag der Vereinten Nationen im Zeichen zweier Millenniumsziele

„Gesunde Mütter und Kinder “ ist das Thema des diesjährigen Weltgesundheitstages, der am 7. April 2005 begangen wird. Durch diesen Tag soll die allgemeine Aufmerksamkeit sowohl auf die Millionen von Frauen die jährlich während der Schwangerschaft oder bei der Geburt sterben als auch auf die 11 Millionen Kinder, die sterben, bevor sie das Alter von fünf Jahren erreichen, gelenkt werden. Das Thema ist eine direkte Antwort auf zwei der vor fünf Jahren angenommenen Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). Weiter bzw. WHO-Pressetext in Englisch
WIEN, 5. April (UNO-Informationsdienst)

Tsunami in Indien: Spendenaufruf
Frauensolidarität und FreundInnen unterstützen das CARE Trust Tsunami Relieve Scheme in Tamil Nadu, Indien
Im Jänner 2004 hat die Frauensolidarität eine Informationsreise nach Indien zur Arbeitssituation von Frauen in der Exportindustrie veranstaltet. Fünfzehn Frauen aus Österreich waren gemeinsam auf der Reise und haben unter anderem CARE Trust (Community Awareness Research Education) in Tamil Nadu besucht und ihre eindrucksvolle Arbeit kennengelernt. Nun rufen wir zu Solidarität auf, da Tamil Nadu der am stärksten von der Tsunami Katastrophe betroffene Bundesstaat Indiens ist!

Guatemala/Mexiko
Frauenmorde

Zwischen 2001 und September 2004 wurden in Guatemala 1.118 Frauen ermordet, die meisten waren junge, arme Frauen. Allein im Jänner 2005 sind 36 Opfer zu beklagen, Tendenz steigend. Susana Villarán, Sonderberichterstatterin für Frauenrechte der Organisation Amerikanischer Staaten, recherchierte letzten Herbst in Guatemala und stellte eine zunehmende Brutalität der Verbrecher fest, Vergewaltigung und Folter gingen sehr oft den Morden voraus. Sie kritisierte die Regierung für ihre Ignoranz gegenüber den Frauenmorden, besonders in ländlichen Regionen. Trotzdem reduzierte jetzt im Jänner die Nationale Zivilpolizei die Abteilung zur Aufklärung der Frauenmorde von 22 auf 5 BeamtInnen. Grund dafür: Die dreimal so hohe Quote an Männermorden müsse aufgeklärt werden. Es zeichnen sich immer mehr Parallelen zu den Frauenmorden in Ciudad Juárez, Mexiko ab. Menschenrechtsorganisationen, u.a. auch eine Untersuchungskommission von amnesty international, zeigten sich enttäuscht über den 3. Bericht der Sonderstaatsanwältin María López Urbina, die in den Mordfällen (seit 1993 knapp 400) ermittelt. Das haben sie am 1. Februar in der nordmexikanischen Grenzstadt zum Ausdruck gebracht. Die Mütter der Opfer beklagten den mangelnden Fortschritt bei den Untersuchungen und der Bestrafung der Schuldigen. "Niemand gibt uns die Namen der Mörder unserer Töchter", sagte Rosaura Montañez, deren Tochter vor zehn Jahren entführt, vergewaltigt und erdrosselt wurde. (Quelle: Guatemala Human Rights Commision/USA; púlsar-poonal 2.2.2005)

Österreich
Equal-Projekt SILA zu Ende

Bei einer Abschlussveranstaltung am 3. Februar 2005 präsentierten die TrägerInnenorganisationen des Equal-Projektes SILA - "Niederschwellige Beratung und Qualifizierung für weibliche Prostituierte"- die Ergebnisse der zweieinhalbjährigen Zusammenarbeit. Die Angebote - Beratungen und Betreuungen, u.a. durchgeführt von kulturellen Mediatorinnen, Streetwork, Deutsch- und Computerkurse - erreichten viele Frauen der Zielgruppe. Mit Juli 2005 beginnt das Projekt Equal II der Volkshilfe mit dem Schwerpunkt auf Qualifizierung und Aus- bzw. Umstieg der Sexarbeiterinnen. Dies sei ein falsches Signal, kritisiert der Verein LEFÖ, der für die Sexarbeiterinnen neben Entkriminalisierung; Empowerment; Anerkennung ihrer Berufsgruppe; fremden-, arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen v.a. eine niederschwellige Beratungsstelle, die umfassende soziale, legale und gesundheitliche Beratung und Qualifizierung und einen geschützten Raum und Treffpunkt sicherstellt, fordert. (Red.)

Chennai/ Indien
Connecting Women and Children for Hope!

Nach der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 sind es vor allem Frauen und Kinder, die unter großem Druck stehen: in wirtschaftlicher, sozialer und psychischer Hinsicht. Neela Valli, Direktorin der Initiative Women in Development (IWID)/Chennai, Indien, war von 3. bis 6. Februar in Wien, um über die aktuelle Situation der Frauen zu sprechen. In Tamil Nadu hat die Flutkatastrophe rund 8.000 Todesopfer gefordert. Aufgrund der männerdominierten Gesellschaftsstruktur hat nur ein Prozent des vernichteten Gesamtbesitzes der Region Frauen gehört. Frauen werden meist nicht zum Haushalt gezählt und haben so oftmals keinen Zugang zu Hilfsgütern. Das Projekt "Connecting Women and Children for Hope!" hat das Ziel, Frauen mit Sachgütern wie Fischernetzen und -booten auszurüsten, die die Frauenkollektive vermieten können. Somit kann wirtschaftliches Überleben gesichert werden; zum anderen werden Frauen und Kinder psychisch betreut, um wieder in den "normalen" Alltag zurückkehren zu können.
(Quelle: Martina Handler, Frauen ohne Grenzen, www.frauen-ohne-grenzen.org)

International
1.000 Frauen für den Friedensnobelpreis

Ende Jänner 20005 wurde die Nominierung der "1.000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005" beim Nobelpreiskomitee in Oslo eingereicht. Seit der erstmaligen Verleihung des Preises 1901 haben ihn nur 12 Frauen erhalten. Stellvertretend für die Millionen von Frauen, die sich täglich für den Frieden einsetzen, sollen 1.000 Frauen 2005 den Friedensnobelpreis erhalten. Um den Regeln des Nobelpreises zu entsprechen, werden in der Nominierung drei Frauen aus drei Weltregionen speziell hervorgehoben. Mehr als 2.000 Frauen aus über 150 Ländern wurden einem internationalen Projektteam vorgeschlagen. Nominiert sind vor allem Basisaktivistinnen. Die Namen der 1.000 Frauen werden voraussichtlich im Juni 2005 veröffentlicht. Das Nobelpreiskomitee gibt seinen Entscheid im Oktober 2005 bekannt.
(Quelle: www.1000peacewomen.org)

Brasilien
Weltsozialforum 2005

Vom 26. bis 31. Jänner 2005 fand in Porto Alegre/Brasilien das 5. Weltsozialforum statt. Die Frauenorganisation "Articulaciòn Feminista Marcosur" kritisiert, dass der Kampf gegen Fundamentalismus auf dem Forum nicht die gleiche Beachtung fand wie der Kampf gegen neoliberale Globalisierung und Militarismus. Der Fundamentalismus bediene sich der Kriege, des Rassismus und der Armut; in all diesen Fällen seien es vor allem die Frauen, die mehr Rechte verlieren. Der Kampf für Freiheit, sexuelle Vielfalt und Abtreibung, eine der Formen im Rahmen des WSF sich dem Fundamentalismus entgegenzustellen, wurde jeden Tag an verschiedenen Orten diskutiert, in der offiziellen Berichterstattung des WSF aber von den Aktivitäten unter prominenten männlichen Namen verdrängt. Die Frauen sehen daher unter anderem die Notwendigkeit, das Forum demokratischer und zu einem Raum zu machen, in dem Fundamentalismen und Fundamentalisten - welcher Art auch immer - keinen Platz haben.
(Quelle: www.wluml.org/english)

Österreich
Zara

Seit fünf Jahren gibt es ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit), das Jubiläum wurde im Februar mit einem Benefizclubbing in Wien gefeiert. Mit viel ehrenamtlichem Engagement werden Opfer und ZeugInnen von Rassismus beraten, Anti-Rassismustrainings durchgeführt und der Rassismus-Report über einschlägige Übergriffe und Strukturen zusammengestellt. Auch heuer bangt ZARA wieder um die Basisfinanzierung, ohne die die wichtige Arbeit nicht geleistet werden kann. Wir wünschen ZARA auch weiterhin viel Ausdauer und Unterstützung im Kampf gegen Rassismus.
Kontakt: www.zara.or.at, Tel.:+43-1/9291399

Peking+10
"Wir wollen endlich Taten sehen!"
10 Jahre 4. UN-Weltfrauenkonferenz und Aktionsplattform von Peking
Im März 2005 wird in einer Sondersitzung der UNO-Frauenstatuskommission in New York überprüft, ob und wie die Errungenschaften von Peking auf dem Gebiet der Frauenrechte ihre konkrete Umsetzung gefunden haben. Aktivistinnen der internationalen Frauenbewegung sind skeptisch. Auf einer Tagung des WIDE-Netztwerkes Österreich wird an die österreichische Regierung appelliert, endliche einen Aktionsplan zur Umsetzung der Aktionsplattform vorzulegen.
(Mehr dazu in der WIDE-Pressemeldung)

Auch das europaweite entwicklungspolitische Frauennetzwerk WIDE fordert Kohärenz in der Wirtschafts-, Frauen- und Entwicklungspolitik. Neoliberale Wirtschaftspolitik widerspreche den Zielen einer nachhaltigen Entwicklungspolitik. Die Milleniums-Entwicklungsziele (MDGs) müssen sich auf die progressive Pekinger Aktionsplattform beziehen, fordert WIDE (pdf) anlässlich von Peking+10.

Peking+10 - die UNO lädt zur Review der Aktionsplattform
(Mehr dazu in der UNO-Pressemeldung)

Es ist hart, im Lager eine Frau zu sein.
Das Gesundheitsteam von CARE versucht den Frauen in den Tsunami-Flüchtlingslagern in Indonesien die Würde zurück zu geben.
(Mehr dazu von Melanie Brooks, CARE Mitarbeiterin im Standard)

Weltsozialforum aus Frauensicht (Jänner 2005)
Les Penelopes (Frankreich) haben ein Team aus internationalen feministischen Journalistinnen und Aktivistinnen zusammengestellt, die über die Highlights berichten und sie kommentieren.
(v.a. 27.-30.1.2005)
www.penelopes.org/Anglais
Französisch: www.penelopes.org/

„Naturkatastrophe darf keine menschenrechtliche Katastrophe für Frauen werden!“
(medica mondiale, Köln, 19.1.2005)
Frauen und Mädchen insbesondere in den großen Flüchtlingslagern der Tsunami-Katastrophengebiete in Südostasien sind in hohem Ausmaß sexualisierten Übergriffen ausgesetzt. Das meldet die Hilfs- und Frauenrechtsorganisation medica mondiale mit Sitz in Köln unter Berufung auf CATAW (Coalition for Assisting Tsunami Affected Women), einem Tsunami-Hilfsbündnis von Frauenorganisationen in Sri Lanka.
(Mehr dazu: http://www.medicamondiale.org/html/presse/_in/ind_pm.html)


Tsunami-Flutkatastrophe in Südostasien als Chance für Erhöhung der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit (0,7%) in Österreich
2005 - Wendepunkt bei der Bekämpfung der weltweiten Armut?
(AGEZ, Wien, 11. Jänner 2005 )
Die Tsunami-Flutkatastrophe ist ein doppeltes Unglück: sie hat nicht nur Millionen Menschen in Südostasien in akute Not gestürzt, sondern es ist zu befürchten, dass sie viel Geld bindet und es dadurch in afrikanischen Elendsgebieten südlich der Sahara zu gefährlichen Engpässen in der Entwicklungszusammenarbeit kommen könnte. (Mehr dazu)


Tsunami auf Sri Lanka

Unsere Kollegin Helga Neumayer hält sich zur Zeit in Sri Lanka auf und berichtet im Folgenden über ihre Eindrücke von den Auswirkungen der Flutkatastrophe. Im Besonderen hat sie auch Kontakt mit ArbeiterInnenorganisationen (Weltmarktfabriken, Textilarbeiterinnen etc.) aufgenommen. Siehe auch
(doc)
Siehe auch Frauensolidarität Nr.91 (pdf)

Tsunami-Flutkatastrophe Dezember 2004
UNFPA mahnt spezielle Hilfe für betroffene Frauen der Naturkatastrophe in Asien ein.

Friedensnobelpreis 2004 für Wangari Maathai
Die Begrunderin der Umweltschutzbewegung "Green Belt Movement" aus Kenia und nunmehrige stellvertretende kenianische Umweltminiterin erhielt für ihr Engagement im Bereich Umweltschutz, Menschenrechte und Demokratisierung diese hohe Auszeichnung. (mehr)
Weitere Infos zum Green Belt Movement unter www.greenbeltmovement.org

Sumaya Farhat-Naser:
Brief der Friedensaktivistin aus Palästina vom Juli 2004

"Liebe Freunde,
Nach langem Schweigen grüße ich Euch aus Birzeit, Jerusalem ist sehr nahe und doch sehr fern, denn die Mauer gewinnt an Gestalt und Wirkung....(weiter: doc)

Movimiento de Mujeres Dominico-Haitianas (MUDHA)
Nach den Fluten ...
Mitte Mai 2004 waren die westlichen Medien tagelang voll mit den Bildern der Überschwemmungen in Haiti und der Dominikanischen Republik. Jetzt zeigen sich vor Ort nicht nur die Folgen der Katastrophe, sondern es wurden in letzter Zeit in der haitianischen Grenzregion um Jimani und Pedernales immer noch Dörfer entdeckt, die bisher von der Umwelt abgeschnitten waren und nur von dominikanischer Seite erreichbar sind.
Die Frauenorganisation MUDHA hilft wo sie kann, unsere SpenderInnen unterstützen sie dabei (weiter:
unterstützte Projekte 2004/Diminikanische Republik)


USA/Mexiko
Gloria E. Anzaldúa 1942-2004

Am 15. Mai ist die international anerkannte mexikanisch-amerikanische Autorin, Hochschullehrerin und Aktivistin Gloria E. Anzaldúa im Alter von 61 Jahren gestorben. Anzaldúa, mit ihren eigenen Worten "chicana dyke-feminist, tejana patlache poet, writer, and cultural theorist", ist vor allem durch ihre theoretischen Essays, Lyrik, Kurzgeschichten, Kinderbücher und als Herausgeberin interdisziplinärer Anthologien bekannt geworden und erhielt für ihr literarisches Schaffen zahlreiche Auszeichnungen. Das 1987 erschienene Buch "Borderlands/La Frontera: The New Mestiza" (diese und zahlreiche weitere Literatur finden Sie in der Bibliothek der Frauensolidarität) kann als wegweisend für die postkoloniale Kritik als auch für die Queer Theory bezeichnet werden. Sie beschreibt darin einen dynamischen und widersprüchlichen Identifikationsprozess, der durch das Aufwachsen im Grenzgebiet von Mexiko und USA geprägt ist, und nimmt dadurch wichtige Aspekte der seit Mitte der 1990er Jahre verstärkt geführten Diskussion um hybride Identitäten hinweg. Die "neue Mestiza" bricht aus den ihr zugeschriebenen Grenzen von Geschlecht, Sexualität, nationaler und ethnischer Zugehörigkeit aus und lebt eine Vielfalt von Positionen. Anzaldúa lehnte essenzielle Identitätskategorien ab und betrachtete Identitätsprozesse als gebrochen und vielschichtig.
Mit Gloria Anzaldúa verlieren wir - Feministinnen, Lesben, Chicanas/os etc - eine wichtige Vordenkerin und Mitstreiterin. (Red.)


Site der neuen Initiative
"schwarze frauen community für selbsthilfe und frieden (SFC)
Die SFC ist eine Initiative von schwarzen Frauen (1. und 2. Generation) unterschiedlichster Herkunft und Nationalität. Gemeinsam wollen sie das Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und die Selbstorganisation schwarzer Frauen fördern und unterstützen und damit die Integration in die österreichische Gesellschaft vorantreiben.
www.schwarzefauen.net

AGEZ-Positionspapier zur Informationsgesellschaft (pdf)
Rechtzeitig zum World Summit on the Information Society (WSIS) veröffentlicht die AGEZ einen Forderungskatalog zu Informations- und Kommunikationstechnologien in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. (2003)

"Die soziale Verantwortung von Unternehmen aus zivilgesellschaftlicher Perspektive"
(pdf)
Das Positionspapier zur Corporate Social Responibility wurde von Amnesty International, AGEZ, Bundesarbeitskammer, ÖKOBÜRO und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund unterzeichnet.
Die Frauensolidarität ist maßgeblich am Prozess beteiligt. (2003)

Women Crossing the Digital Divide
Im Vorfeld des World Summit on Information Society, der im Dezember 2003 in Genf stattfindet, luden die Frauensolidarität und der VIDC am 27. und 28. Oktober 2003 in Wien zur Tagung "Women Crossing the Digital Divide" mit internationalen Referentinnen. Einen ausführlichen Bericht dieser Tagung finden Sie unter www.ceiberweiber.at

 


Archiv:

Information und Kommunikationstechnologien als Aktionsfeld der Entwicklungszusammenarbeit
Am 16. Juni 2002 fand in Wien eine Tagung zu Chancen und Grenzen der ICTs statt. Die Frauensolidarität forderte den Zugang von Frauen des Südens zu Information, ein verbrieftes Menschenrecht, dass auch für Frauen gelten muss.

Frauensolidarität startet im Mai 2003 neues Projekt zu den Verhaltenskodizes multinationaler Unternehmen

Alternativengipfel Lateinamerika/Karibik und Europa
Enlazando Alternativas 2

10.-13. Mai 2006 in Wien
Alternativen zum IV. Gipfeltreffen zwischen der EU und Lateinamerika/Karibik

 

mehr aktuelle Infos:
www.ceiberweiber.at

www.diestandard.at
www.oneworld.at

 



Frauensolidarität bei „Goals for one World“
weitere Fotos (© Pixarco)

 



Pressekonferenz "Rote Karte für die Sportbekleidungsindustrie"

 



Namrata Bali beim Workshop der Frauensolidarität

 


Mongolische Delegation bei Women on Air

 

Betty Puerto Gamboa (ganz re) bei Außenministerin Plassnik

 

 

 

 

 


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