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Aktuelles

Chávez Rodríguez, Libertad
Klimawandel und Gender.
Zur Bedeutung von Intersektionalität für die soziale Vulnerabilität in überflutungsgefährdeten Gebieten


Opladen [u.a.] : Budrich, 2014. - 310 S.
Zugl.: Bremen, Univ., Diss., 2013
ISBN 978-3-86388-063-7

Klimaänderung / Naturkatastrophe / Verwundbarkeit / Geschlechterbeziehung / Intersektionalität ; Elbe / Hochwasser / Geschichte 2002 / Betroffener; Yucatán / Hurrikan / Geschichte 2002 / Betroffener / Geschlechterbeziehung ; Mexiko ; Deutschland BR ; Klimawandel ; Katastrophe ; Vulnerabilität

Die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen wie Stürmen und Überflutungen wird mit den Folgen des Klimawandels in Verbindung gesetzt. Unter Berücksichtigung von sozio-ökonomischen Merkmalen – besonders von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen – analysiert Libertad Chavez-Rodriguez die soziale Vulnerabilität in betroffenen Gebieten. Empirische Untersuchungen - in Form von Expert_inneninterviews und Fokusgruppen-Diskussionen - zum einen in der deutschen Elberegion Niedersachsens, speziell im Wendland, zum anderen an der Nordküste des mexikanischen Bundesstaates Yucatán lassen Rückschlüsse zu Parallelen und Differenzen zwischen den Ländern des globalen Südens und denen des globalen Nordens zu. Für Mexiko erwiesen sich folgende Gruppen als besonders vulnerabel: Frauen, v.a. arme, indigene und/oder ältere Frauen; Angehörige der Mayas, insbesondere Frauen, sowie Kinder, insbesondere Kinder mit Behinderung. Für Deutschland hingegen ältere Menschen, Menschen mit Behinderung sowie Familien mit kleineren Kindern, insbesondere Alleinerzieher_innen.

Frauensolidarität-Signatur: I A 2781


 

Weitere Neuzugänge

González, Alexandra L.
Islamic feminism in Kuwait
the politics and paradoxes
New York, NY : Palgrave Macmillan, 2013. - 254 S.
ISBN 978-1-137-30473-5

Kuwait / Frau / Islam / Feminismus ; Muslimin / Schleier ; Arabische Länder ; Frauenrechte

Die Frage von Frauenrechten in islamischen Gesellschaften löst oft kontroversielle Diskussionen aus. Warum tragen gut ausgebildete und professionelle muslimische Frauen den Schleier? Dieses Buch beleuchtet die Stimmen der kulturellen Eliten in Kuwait, wo 2005 das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Das Ergebnis ist eine neue Art des Feminismus, verankert in einem traditionell und kulturell konservativen Klima. Verschleierte Frauen sind erfolgreich in Bereichen wie Wirtschaft, Bildung und Politik. Sie finden Möglichkeiten, um fortschrittliche Frauenrechte innerhalb ihrer konservativen Kultur zu verhandeln. Als junge Menschen unterstützen sie moderne Standards für die Gleichstellung der Geschlechter und achten gleichzeitig ihre traditionelle religiöse Kultur. Statistische Daten von über 1.000 kuwaitischen Student_innen, teilnehmende Beobachtungen an Frauenrechtskonferenzen sowie Interviews mit mehr als 35 Frauen und Männern mit unterschiedlichen politischen Positionen, Herkunft und Alter wurden ausgewertet.

Frauensolidarität-Signatur: I D 742

Vlassoff, Carol
Gender equality and inequality in rural India
blessed with a son
New York, NY [u.a.] : Palgrave Macmillan, 2013. - XXII, 203 S.
ISBN 978-1-137-37492-9 (hardback)

Geschlechterrolle / Geschlechterverhältnis / Sohn ; Indien ; Reproduktive Gesundheit ; Frauenarbeit ; Gender ; Ländliches Gebiet ; Feldforschung ; Reproduktive Rechte ; Sexualität

Indien strebt insgesamt eine Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen seiner Bevölkerung an. Ebenso sollen die Geschlechterverhältnisse durch Maßnahmen wie die Abschaffung der Mitgift, die Erhöhung des gesetzlichen Heiratsalters oder die Förderung der Bildungschancen für Mädchen verbessert werden. Vor allem in ländlichen Gebieten bleiben dies große Herausforderungen. Der Band arbeitet heraus, inwieweit wirtschaftliche Entwicklungen zu einer positiven Veränderung in der Gleichstellung der Geschlechter, zu einer Ermächtigung der Frauen bezüglich ihrer reproduktiven Gesundheit und Sexualität beitragen. Basierend auf einer Studie in einem Dorf in Maharashtra, wo ein beeindruckender wirtschaftlicher Aufschwung in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat, untersucht Carol Vlassoff die Auswirkungen der Bevorzugung von Söhnen. Sie argumentiert, dass Maßnahmen zur Verringerung geschlechtsspezifischer Unterschiede durch eine Politik der Förderung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen ergänzt werden muss. Viele Studien haben die Bedeutung des sozialen Empowerment für eine verbesserte reproduktive Gesundheit gezeigt; diese Studie ist die erste, welche die unterschiedlichen Auswirkungen von sozialen und wirtschaftlichen Faktoren dabei berücksichtigt. Sie stellt die These auf, dass die Bildung der Frauen und ihre berufliche Erwerbsbeteiligung zu einer besseren Gesundheit führt. Dieses Wohlergehen führt unter anderem auch zur Verringerung der Säuglings- und Kindersterblichkeit.

Frauensolidarität-Signatur: I E 1121




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