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Kultur, Bildung und koloniale Gegenwarten
Ein Gespräch mit Elisa Frei und Vanessa Spanbauer

Mi, 04.Dezember 2019, 18:00 - 20:00 Uhr
C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Alois Wagner Saal
Sensengasse 3, 1090 Wien

Im C3 diskutieren zwei Expertinnen, wie Kultur und Bildung im deutschsprachigen Raum im Bann des Kolonialismus verhangen sind und wie Auswege aussehen könnten.

Seit der Rede Emmanuel Macrons vor Studierenden der Universität von Ouagadougou in Burkina Faso 2017, in der sich der französische Präsident grundsätzlich für die Rückgabe afrikanischen Kulturerbes ausspricht, und der darauffolgenden Studie von Felwine Sarr und Bénédicte Savoy (Report on the Restitution of African Cultural Heritage, Toward a New Relational Ethics) ist die Debatte um die Rückgabe afrikanischen Kulturguts auch in die mediale Öffentlichkeit gelangt. Die Restitution unrechtmäßig erlangter Objekte ist allerdings nur ein Aspekt einer weitreichenden Problematik: Kultureinrichtungen und Bildungsinhalte im globalen Norden sind nicht selten stark von kolonialen Bildern geprägt. Es fehlt an Bewusstsein um ungleiche und rassistische Repräsentationen und deren negative Auswirkungen.

Aktivismus und Forschung bringen aber zunehmend Bewegung in das Feld. Im C3 diskutieren zwei Expertinnen, wie Kultur und Bildung im deutschsprachigen Raum im Bann des Kolonialismus ver-hangen sind und wie Auswege aussehen könnten. Vanessa Spanbauer, die auf eine breite Palette an journalistischer, akademischer und aktivistischer Betätigung im Bereich Antirassismus verweisen kann, spricht mit Elisa Frei über ihre Masterarbeit, die der Verflechtung von Kolonialismus, ethnolo-gischen Museen und der Konstruktion des Anderen nachgeht.

Vanessa Spanbauer
ist freie Journalistin und Chefredakteurin des Magazins „fresh – Black Austrian Lifestyle“. Für ihren Artikel „Generation Schwarz/Weiß – die Kinder der GIs“ erhielt sie den Österreichischen Zeitschrif-tenpreis 2016. Aktuell studiert sie Zeitgeschichte und hat einen Beitrag zum Ausstellungskatalog „Mit Haut und Haar“ (Wien Museum 2018-9) zu Afro-Haar aus der Wiener Perspektive verfasst.

Elisa Frei
studierte Internationale Entwicklung und Geschichte an der Universität Wien, der Universidad de Salamanca und der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Masterarbeit schrieb sie zum Thema „Ethnologische Museen im 21. Jahrhundert“, sie wurde vom ÖFSE Forum 2019 herausgegeben. Abseits des Studiums war sie in NGOs u.a. bei Berlin Postkolonial tätig.

Eine Veranstaltung der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos und Filmaufnahmen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen, zu.

> Um Anmeldung wird gebeten unter: bibliothek@centrum3.at

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