Clean Clothes-Kampagne
für faire Arbeitsbedingungen weltweit
TRIUMPH der Menschenrechte

CCK meldet Rückzug von Triumph aus Burma als ersten Erfolg

Die Firma Triumph International gibt den Produktionsstandort Burma wegen der dortigen Mißachtung von Menschenrechten und fortdauernder Zwangsarbeit auf.

Der Rückzug ist eine Reaktion von Triumph auf den Protest unzähliger KonsumentInnen, die im Rahmen der Clean Clothes-Kampagne ihren Unmut über die Produktion im burmesischen Gefängnisstaat mit Postkarten zum Ausdruck gebracht haben. Die CCK begrüßt die Verlagerung der Unterwäscheproduktion in Länder, welche sich bemühen, sorgfältiger mit den Arbeitsrechten umzugehen und erwartet, dass Triumph die Verantwortung auch gegenüber den burmesischen Angestellten durch einen großzügigen Sozialplan wahrnimmt

Die Sorge einzelner Aktivistinnen, nun Mitschuld an der Arbeitslosigkeit von ca. 1000 burmesischen ArbeiterInnen zu tragen, muß entgegengesetzt werden, dass sich der Protestaufruf der CCK den Forderungen der burmesischen Oppositionspartei Nationale Liga für Demokratie, die in demokratischen Wahlen 1990 als Sieger hervorgegangen, aber vom Militärregime nicht anerkannt wurde, anschließt. Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi rief ausländische InvestorInnen auf, sich aus Burma zurückzuziehen, da mit den Investitionen das Militärregime unterstützt wird. Die Arbeiterinnen hatten durch Triumph zwar einen Arbeitsplatz, allerdings wurde mit dem Werk gleichzeitig direkt (durch Mietzahlungen an eine Militärorganisation) und indirekt das burmesische Militär unterstützt, welches die ArbeiterInnen und die gesamte Bevölkerung Burmas brutal unterdrückte (Erpressung, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Folter etc.) Dem Aufruf schlossen sich die EU, der Schweizer Bundesrat sowie die USA an und zahlreiche Multis reagierten bereits darauf.

Die Argumentation von Triumph, trotz des vorgesehenen Sozialplans verursache die Schließung den dortigen MitarbeiterInnen große persönliche Probleme, was Triumph " bis zum heutigen Tag zu vermeiden versucht hat", ist insofern heuchlerisch, da Triumph den Standort Burma auswählte zu einem Zeitpunkt, da das Militärregime bereits herrschte. Wäre das soziale Gewissen des Unternehmens tatsächlich so groß, hätte es von vornherein einen anderen Standort gewählt, wo grundlegende Arbeits- und Menschenrechte geachtet werden.

Der Rückzug von Triumph aus Burma stellt einen Etappensieg für die CCK dar. Um künftig ähnliche Mißstände zu verhindern, ist der Wäschehersteller aufgefordert, einen vollständigen Katalog mit sozialen Mindeststandards nach der Vorlage des Clean Clothes-Kodex einführen.

Informationen Nela Perle und Beatrice Achaleke, Clean Clothes-Kampagne Österreich, Tel.: 01/317 40 20-0, Fax.: 01/317 40 20-355


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