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Ausgabe 3/2011
Utopien

Utopien

Nr. 117 (3/11)

Die Vision einer Welt frei von Gewalt an Frauen verbindet die Autorinnen dieser Ausgabe.

Ob diese gewaltfreie Welt eine Alternative zum Patriarchat oder die Umsetzung von bereits verbrieften Rechten ist, scheidet die Geister. Autorin Claudia von Werlhof plädiert jedenfalls für diesseitige Alternativen jenseits des Patriarchats. Brita Neuhold analysiert in ihrem Beitrag die Forderungen der Frauenbewegungen im Ringen um eine gerechte und effektive Entwicklungszusammenarbeit. Kathrin Pelzer berichtet über die lang erkämpfte ILO-Arbeitsnorm „Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“, die im Juni 2011 verabschiedet wurde. Rita Schäfer schreibt über die Rolle der Frauen in der Friedensstiftung in der Demokratischen Republik Kongo. In Buenos Aires feierten Kulturschaffende und Migrantinnen im Mai dieses Jahres mit Performances die Schönheit einer multikulturellen Gesellschaft, darüber berichten die Autorinnen Tina Füchslbauer und Miriam Weiß. Barbara Bohn wirft die Frage auf, welche Rolle Jägerinnen in der Entwicklung der Menschheit gespielt haben könnten. Schließlich befassen sich zwei Beiträge mit den Umbrüchen des arabischen Frühlings. Die ägyptischen Aktivistinnen Dina Raouf Khalil und Nagwa Farag erhoffen sich politische Mitbestimmung, Redefreiheit und soziale Gerechtigkeit. Die erfolgreiche Autorin Mansoura Ez-Eldin beschreibt im Interview mit Ishraga Mustafa Hamid die Hoffnungen der Kulturschaffenden in Zusammenhang mit der Revolution.

Inhalt

Utopie? Nein, danke! Diesseitige Alternativen jenseits des Patriarchats gefragt. Claudia von Werlhof

„Unsere Vision ist eine Welt, in der keine Hilfe mehr nötig ist!“ Frauenorganisationen und Aid Effectiveness. Brita Neuhold   

Hausarbeit ist Arbeit! ILO verankert Arbeitsrechte von Hausangestellten. Kathrin Pelzer

Krieg um Ressourcen in der DR Kongo auf den Körpern von Frauen. Rita Schäfer

„Vos sos bienvenido! („Du bist willkommen!“) - Ein Festival als Zeichen gegen die argentinische Migrationspolitik. Tina Füchslbauer und Miriam Weiß

Die ganze Gesellschaft steht auf Zehenspitzen: Zwei Aktivistinnen im Interview zur Situation in Ägypten. Übersetzung aus dem Englischen: Claudia Dal-Bianco

Es war wie eine Utopie – Ägyptische Frauen und die Wende: Ein Interview mit der Autorin Mansoura Ez-Eldin. Übersetzung aus dem Englischen: Ishraga Mustafa Hamid

Ist die nichtpatriarchale Gesellschaft Utopie, oder gibt es sie wirklich? Die Evolution und Jägerinnen. Barbara Bohn

Familiarisierung als Strategie: Arbeitsbeziehungen in der bezahlten migrantischen Haushaltsarbeit in Madrid. Marianne Dobner und Simone Tappert

Strenge Sitten und mächtige Schablonen: Beispiele zur Konstruktion von asylsuchenden Frauen im Asylverfahren. Andrea Fritsche und Verena Halsmayer

Global denken, lokal handeln: Leben und Arbeit in Nigeria. Maiada G. Hadaia

Vom Traum, zur Schule zu gehen: Mädchenbildung in Afghanistan – nur zum Teil eine Erfolgsgeschichte. Angelika Gerstacker

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