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Cripping Development? Ambivalenzen der Inklusion von „Behinderung“ in den Entwicklungsdiskurs

Seit den 2000er Jahren ist „Inklusive Entwicklung“ als neue Strategie zur Einbeziehung von Menschen mit „Behinderung/en“ in das entwicklungspolitische Feld in aller Munde. Sie verspricht, Exklusionen zu bekämpfen und zu einer gerechteren „Entwicklung“ beizutragen.
Ob und wie diese Versprechungen angesichts der Einlassung von „Behinderung“ in globale Macht- und Ungleichheitsverhältnisse eingelöst werden können, ist das Thema des Vortrages. Er fragt danach, welches Wissen über „behinderte“ Körper in entwicklungspolitischen Diskursen produziert wird, inwieweit diese – u.a. auch genderspezifisch – konstruiert und repräsentiert werden und beleuchtet die zugrunde liegenden Normierungs- und Normalisierungsprozesse. Anhand exemplarischer Analysen entwicklungspolitischer Texte wird den vielfältigen Narrativen zu „Behinderung“ und „Entwicklung“ nach gespürt, um die Ambivalenzen einer Politik aufzuzeigen, die sich zwischen Inklusion und Exklusion, Ermächtigung und (Re-)Kolonisierung, Enthierarchisierung und Normalisierung, schlussendlich Utopie und Dystopie bewegt.

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Eingeschränkte Öffnungszeiten von
4. September bis 1. Oktober:

Mo - Do 9.00 - 17.00 Uhr
Fr 9.00 - 14.00 Uhr

Literaturtipps:
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