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Lebenswelten in Bewegung: Transnationale Care-Migrantinnen aus der Slowakei in der 24-Stunden-Betreuung in Österreich

Das Modell der 24-Stunden-Betreuung im Privathaushalt ist in Österreich seit den 1990er Jahren zunehmend verbreitet. Die Betreuungskräfte kommen v.a. aus den neuen EU-Ländern und in erster Linie aus der Slowakei. Entsprechend gängiger Zuschreibungen von Geschlechterrollen, wird diese Form der Care-Arbeit fast ausschließlich von Frauen durchgeführt. Zentrales Thema des Vortrags ist die Frage, wie sich persönliche Lebenswelten von Care-Migrantinnen mit Herkunftsland Slowakei, die in Österreich in der 24-Stunden-Betreuung tätig sind, durch zirkuläre Arbeitsmigration verändern und wie Veränderungen von diesen selbst wahrgenommen werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf ihre soziale Einbettung, Beziehungspflege, Fürsorge-Arrangements und die geschlechterspezifische Arbeitsteilung im eigenen Haushalt sowie im familiären Umfeld gelegt. Es soll verständlich gemacht werden, wie Arbeits- und Lebensrealitäten von Personenbetreuerinnen in Österreich mit jenen in ihren Herkunftskontexten in der Slowakei interagieren.