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Epistemische Gewalt.
Wissen und Herrschaft in der kolonialen Moderne

Buchpräsentation und Diskussion
mit Claudia Brunner, Aram Ziai und Manuela Boatcă

Mi, 1. Juli 2020 17:30-19:30 Uhr
zur Aufzeichnung

Claudia Brunners Buch ist ein Plädoyer, Gewalt als Prozess und Verhältnis zu betrachten – nicht nur als Ereignis. Der Begriff epistemische Gewalt bezeichnet jenen Beitrag zu gewaltförmigen Herrschaftsverhältnissen, der im Wissen selbst angelegt und zugleich für deren Analyse unsichtbar geworden ist. Denn Gewalt ist nicht nur anderswo, anderswer und anderswas – sie liegt auch der vermeintlich gewaltfreien Sphäre der Wissenschaften zugrunde und wird von ihr mit hervorgebracht. Epistemische Gewalt formt die Welt seit Jahrhunderten – es ist Zeit, sie besser verstehen zu lernen.

Vortrag: Claudia Brunner, Universität Klagenfurt, Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung am Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung
Kommentar: Aram Ziai, Universität Kassel, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Moderation: Manuela Boatcă, Universität Freiburg, Institut für Soziologie

Das Buch ist Open Access und kann frei heruntergeladen werden:
Brunner, Claudia: Epistemische Gewalt. Wissen und Herrschaft in der kolonialen Moderne. Bielefeld: transcript Verlag, 2020.

Eine Veranstaltung des Zentrums für Friedensforschung und Friedensbildung und der Frauen*solidarität.

Einladung als PDF

Hier finden Sie die Aufzeichnung der Veranstaltung.

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Folgende Hinweise auf Summer Schools wurden im Chat gegeben:

CPD Group BISA (British International Studies Association)
Decolonial Summer School Middelburg (Niederlande)
Telciu Summer School
und HERR*KRIT (Summer School in Kassel)
 

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