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Solidarität mit Honduras Im November 2010 ist die Frauensolidarität zu
einer Begegnungs- und Solidaritätsreise nach Honduras aufgebrochen. In San Pedro Sula, dem industriellen Zentrum Honduras und Ziel der Reise, produzieren zahlreiche Maquilas überwiegend für den nordamerikanischen Markt. Rund 130 000 Menschen finden in ihnen eine Beschäftigung, 69% von ihnen sind Frauen. 79,8% der Produktion findet im Textilbereich statt, wobei 66% der Investitionen insgesamt nicht-hondurensischer Herkunft sind. Gleichzeitig leben 64% der Bevölkerung mit weniger als 2 US$ pro Tag. Diese unternehmerischen Interessen werden gegenwärtig
seitens der neuen Machthaber mit besonderem Nachdruck verfolgt. In verschiedenen
Feldern sind bereits massive arbeitsrechtliche Rückschritte zu verzeichnen.
Die transnationalen Konzerne, für die in den Exportindustrien gefertigt
wird, genießen zunehmend Privilegien. Die Angaben zur Maquilaindustrie stammen von EMIH (Equipo de Monitoreo Independients de Honduras), einer PartnerInnenorganisation der Frauensolidarität, die ebenfalls besucht wurde und die sich der Überwachung und Kontrolle von Unternehmen und der Einhaltung von international geltendem Arbeitsrecht verschrieben haben. ("PartnerInnen am Wort": Honduras) Ein breites Bündnis FNRP (Frente Nacional de
Resistencia Popular) stellt sich dem gewaltvoll erzwungenen Machtwechsel
nach wie vor entgegen. Die Feministas en Resistencia bzw. Mujeres en Resistencia
sind Teil dieses Zusammenschlusses. Ende Februar fand das bisher größte
Treffen der Widerstandsbewegung statt. Nähere Infos sind auf <http://www.hondurasdelegation.blogspot.com/>
zu finden. (Informationen, die von dieser Seite weiterverwendet werden,
bitte hondurasblog2010@gmail.com mitteilen.) Weitere Berichte zur Situation der Frauenorganisationen und der Protestbewegung gibt es anlässlich des zweiten Jahrestages des Putsches im Juni in der Zeitschrift Frauensolidarität und im Rahmen einer Sendereihe der Globalen Dialoge - Women On Air auf Orange 94.0. |
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