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Auf auf nach Indien... Die finanzielle Unterstützung von Clean Clothes-AktivistInnen sowie VIDC und Katholische Arbeiterinnen Bewegung Oberösterreich ermöglichten den Besuch von fünf Frauen der südafrikanischen Frauengewerkschaften SEWU von 22.9.bis 6.10. 2002 bei ihrer Schwesternorganisation SEWA in Indien im Rahmen des von der Frauensolidarität initiierten Projekts "Trainingsprogramm und Austausch-Programm für Kleinunternehmerinnen aus Südafrika und Indien". Ziel des Projekts war ein Erfahrungsaustausch für die indischen und südafrikanischen Gewerkschafterinnen, die mit und für Frauen in informellen Arbeitsverhältnissen arbeiten. Das umfangreiche Programm für Nelly Malembe, Patricia Makhatihini, Nozandile Koko, Beula Lusiba und Nonelson Marhola bestand vor allem aus Besuchen von SEWA-Projekten, anhand derer z.B. die Entwicklung von Arbeiterinnen zu Managerinnen oder Landbesitzerinnen gezeigt wurden oder die Vorteile der Organisierung in Gruppen für Näharbeiten, landwirtschaftlichen Anbau oder Milchviehhaltung, aber auch für Serviceleistungen wie Kinderbetreuung, Kreditvergabe oder Versicherung. Neben diesen Exkursionen lernten die SEWU-Frauen auch die SEWA-Academy in Ahmedabad kennen, was für SEWU besonderes interessant war, da der Aufbau eines ähnlichen Zentrums auch für Südafrika geplant ist. Die unterschiedlichen beruflichen Hintergründe machte es für die SEWA-Organisatorinnen nicht immer leicht, aber durch den - trotz der Sprachbarrieren - besonders guten Kontakt zu den lokalen Frauen, konnten die unterschiedlichen Interessen gut vereinbart werden. Nolesson war überrascht, ältere Frauen zum Teil härter arbeiteten zu sehen als Junge. Nozandil war zudem beeindruckt, das auch Analphabetinnen lernen können, ein Unternehmen bzw. sogar die SEWA-Frauenbank zu führen. Für Nelly Malembe, selber in der Ausbildung von SEWU Mitgliedern aktiv, war offensichtlich, dass SEWU noch viel Arbeit vor sich hat und sie war sehr motiviert damit sofort zu beginnen. Aber sie bemerkte auch, dass dazu der Rückhalt der Gruppe notwendig sei. Da einige SEWU-Frauen meinten, die SEWA-Frauen arbeiten härter als die Südafrikanerinnen, wurde intensiv über die unterschiedlichen Lebensbedingungen und die Arbeitsmoral diskutiert. Den SEWU-Frauen schienen die Lebensbedingungen in Südafrika wesentlich günstiger. In ihren Augen müssen indische Frauen viel härter für das Überleben arbeiten. Die indischen Kolleginnen nahmen hingegen bewundernd wahr, wieviel körperlich harte Arbeit südafrikanische Frauen leisten. Da sich die Südafrikanerinnen im Vergleich mit den indischen Frauen erst an Selbständigkeit und Eigeninitiative gewöhnen müssen, wurde die SEWU-Struktur und Arbeit intensiv reflektiert. Ihre Mitglieder arbeiten u.a. als Näherinnen, Gemüseanbauerinnen oder Straßenverkäuferinnen, in Kinderbetreuungszentren oder in der Ausbildung von Mitgliedern. Da sie nach wie vor von Landbesitzern oder Arbeitgebern ausgenützt werden, sind immer mehr von ihnen bereit, sich zu organisieren und für ihre Rechte und ihre soziale Sicherheit zu kämpfen. Im Unterschied zu SEWA haben sie keine Kooperativen, sondern sind nur eine Gewerkschaft. Sie arbeiten aber auch in anderen Bereichen - Molkereibetriebe waren den Südafrikanerinnen z.B. fremd und haben eine schwierigere finanzielle Situation. Vor allem seit die Zahlung des Monatsbeitrags der SEWU-Mitglieder, der zur Erhaltung des Koordinationsbüros verwendet wird, von Bar- auf Bankeinzahlung umgestellt wurde, ist die Mitgliedschaft zurückgegangen, da viele Frauen keine Bankkonten haben. Insgesamt verlief der Süd-Süd-Austausch trotz Unruhen größtenteils planmäßig und war für alle Beteiligten sehr gewinnbringend. Für SEWA war es motivierend zu sehen, wieviel die von ihnen initiierte Gruppe bereits erreichte und wie ihre Erfahrungen in anderen Ländern verarbeitet werden. "Es hat alle gestärkt und hilft uns in unserer internationalen Kampagnenarbeit"(Namrata Bali) Nela Perle (zum Seitenanfang) (zurück
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