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Ausgewählte Neuzugänge Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der Bibliothek der Frauensolidarität, die von Ihnen auch direkt über Internet reserviert werden können (unter www.eza.at/literatur). Wenn Sie regelmäßig über Buchneuzugänge informiert werden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail. September 2009 |
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F 1019 Nachrichten aus Venezuela reduzieren sich für deutschsprachige Medien zumeist auf die Person des Präsidenten Hugo Chávez. Dabei sind die dortigen Veränderungen ohne die vielfältigen Basisinitiatven gar nicht denkbar. Die Fotografin und Autorin Eva Haule hat bei ihren Aufenthalten in Venezuela in den Barrios von Caracas, auf dem Land und in anderen Städten vor allem die HauptakteurInnen des revolutionären Prozesses fotografiert und interviewt: die AktivistInnen der Basisbewegungen. Stadtlandschaften, Panoramen der venezolanischen Hauptstadt sind zu sehen, im Mittelpunkt stehen aber Porträts der Menschen, die die bolivarische Bewegung gestalten, und die Aktivitäten ihrer Organisationen. Mit einer Einleitung von Harald Neuber zu den sozialen Bewegungen in Venezuela und einem Glossar. |
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I G 1018 Die meisten MuslimInnen gehören keinem religiösen Verband oder Verein an und werden in keiner Islamkonferenz vertreten. Niemand fragt nach ihrer Meinung zur deutschen Gesellschaft und ihren Grundwerten oder ihren Vorstellungen von Beziehungen zwischen Mann und Frau. Der öffentliche Diskurs beruht meist auf Stereotypen, die teilweise auch in Wissenschaft undForschung Fuß fassen. Viele Publikationen stellen "die" MuslimInnen als homogene Gruppe dar, die - auch in der Emigration - unverändert den Bräuchen ihrer Vorfahren folge. Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel, sagt Annika Natus. Ihre Interviews mit jungen deutschen MuslimInnen entlarven die Vorstellung vom Zusammenprall islamischer und "westlicher" Werte als plumpes Vorurteil, das durch ständige Wiederholung nicht an Wahrhaftigkeit gewinnt. Die Religion dient den Befragten vielmehr als Instrument, um Werte der Herkunftskultur mit jenen der Aufnahmegesellschaft zu verbinden. Das geschieht oft durch fantasievolle Neuinterpretationen religiöser Dogmen. Deutlich zeichnet sich ab, was Moscheevereine und islamische Theologen, aber auch der deutsche Staat tun können, damit MuslimInnen dieser Brückenschlag erleichtert wird. |
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G 1017 The book examines how gender identities were reconfigured in a Bulgarian Muslim community following the demise of Communism and an influx of international aid from the Islamic world. Kristen Ghodsee conducted extensive ethnographic research among a small population of Pomaks, Slavic Muslims living in the remote mountains of southern Bulgaria. After Communism fell in 1989, Muslim minorities in Bulgaria sought to rediscover their faith after decades of state-imposed atheism. But instead of returning to their traditionally heterodox roots, isolated groups of Pomaks embraced a distinctly foreign type of Islam, which swept into their communities on the back of Saudi-financed international aid to Balkan Muslims, and which these Pomaks believe to be a more correct interpretation of their religion. Ghodsee explores how gender relations among the Pomaks had to be renegotiated after the collapse of both Communism and the region's state-subsidized lead and zinc mines. She shows how mosques have replaced the mines as the primary site for jobless and underemployed men to express their masculinity, and how Muslim women have encouraged this as a way to combat alcoholism and domestic violence. Ghodsee demonstrates how women's embrace of this new form of Islam has led them to adopt more conservative family roles, and how the Pomaks' new religion remains deeply influenced by Bulgaria's Marxist-Leninist legacy, with its calls for morality, social justice, and human solidarity. |
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I A 2400 Adopting the notion of 'Third World' as a political as well as a geographical category, this volume analyzes marginalized women's experiences of globalization. It unravels the intersections of race, culture, ethnicity, nationality and class which have shaped the position of these women in the global political economy, their cultural and their national history. In addition to a thematically structured and highly informative investigation, the authors offer an exploration of the policy implications which are commonly neglected in mainstream literature. The voices, experiences, and actions of Third World women documented and analyzed in this volume provide the insight and hope that change is possible, and that a more just, more equitable, more sustainable world is achievable. |
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I A 2401 Recent years have seen a dramatic upsurge of
interest in the connections between sexualities, space and place. Drawing
established and 'founding' figures of the field together with emerging
authors, this volume offers a broad, interdisciplinary and international
overview of the geographies of sexualities. Incorporating a discussion
of queer geographies, Geographies of Sexualities engages with cutting
edge agendas and challenges the orthodoxies within geography regarding
spatialities and sexualities. It contains original and previously unpublished
material that spans the often separated areas of theory, practices and
politics. This innovative volume offers a trans-disciplinary engagement
with the spatialities of sexualities, intersecting discussions of sexualities
with issues such as development, race, gender and other forms of social
difference. |
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C 888 This study investigates the experiences of women journalists during the last phase of Namibia's liberation struggle against South African rule. Black or white, women journalists in Namibia made significant contributions to the liberation cause including the founding of a high-profiled newspaper whilst others worked for media sympathetic to the apartheid government. Based on interviews and deploying feminist media theory, Maria Mboono Nghidinwapays close attention to the gendered power relationships in the newsrooms of newspapers and radio stations at the time. She looks at the intense political intimidations which targeted women and, in particular, the constraints experienced by black women journalists. |
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AR-KOC-01
Wie fühlt sich ein Israeli, der sich ununterbrochen der Bedrohung durch Schüsse auf sein fahrendes Auto oder durch Molotow-Cocktails auf dem Weg nach Hause ausgesetzt sieht? Der nicht weiß, ob er je lebend sein Ziel erreicht, wenn er in einen ganz normalen Linienbus in einer großen Stadt wie Tel Aviv oder Haifa steigt, wenn er in ein Restaurant im Zentrum von Jerusalem geht, um eine Pizza zu essen, oder wenn er mit der Familie ein jüdisches Fest wie den Pessach-Seder im großen Speisesaal eines Hotels in einem der Ferienorte am Meer wie Naharijja oder Netanja begeht? Werden seine politischen Ansichten extremer? Will er die andere Seite vernichten? Will er sie ins Meer werfen bzw. in die Wüste jagen? Wie fühlt sich andererseits ein Palästinenser, der nichts anderes kennt als Armut und Besatzung, nicht erst durch die Israelis? Wie fühlt sich eine Palästinenserin, die nicht nur mit der israelischen Besatzung, sondern auch mit den patriarchalischen Strukturen ihrer eigenen Gesellschaft kollidiert? Wie kommt es, dass palästinensische Kinder auf die Straße gehen und israelische Soldaten mit Steinen angreifen und diese Angriffe sozusagen als Sport betreiben? Was bewegt einen jungen Menschen dazu, sich als Selbstmordattentäter mitten unter feiernde Juden zu stellen, um so viele wie möglich mit in den Tod zu reißen? Die Blut-Braut" hat eine unglaubliche Liebesgeschichte zum Thema, in der sich zwei Menschen begegnen, die sich eigentlich nie begegnen könnten und so, wie hier dargestellt, auch hoffentlich nie begegnen werden. Darüber hinaus spiegelt Die Blut-Braut" auch die Vielfalt der Menschen wider, die diesen umstrittenen Landstrich mit dem Namen Israel und Palästina bewohnen. Die unterschiedlichsten Menschen auf beiden Seiten kommen zu Wort und zeigen, wie mühselig der Weg zu einem endgültigen Frieden immer noch ist. |
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F 1018 Is a native-born tour guide who has sex with touristsin exchange for dinner or gifts or cashmerely a prostitute or gigolo? What if the tourist continues to send gifts or money to the tour guide after returning home? As this original and provocative book demonstrates, when it comes to sexand the effects of capitalism and globalizationnothing is as simple as it might seem. Based on ten years of research, Economies of Desire examines the erotic underpinnings of transnational tourism. It offers startling insights into the commingling of sex, intimacy, and market forces in Cuba and the Dominican Republic, two nations where tourism has had widespread effects. In her multi-layered analyses, Amalia Cabezas reconceptualizes our understandings of informal economies (particularly affective economies), sex workers, and sexual tourism, and she helps us appreciate how money, sex and love are intertwined within the structure of globalizing capitalism. |
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AR-ADN-02
Auf einem Festival in Sizilien, unmittelbar vor Ausbruch des ersten Irakkriegs, trifft die Erzählerin nach vielen Jahren Buland wieder, einen irakischen Dichter, den sie als strahlenden Jüngling von einer Begegnung in Damaskus in Erinnerung hat. Er wirkt verdüstert. Beim Wein erzählt er ihr von seiner Freundschaft mit Saddam Hussein: von dessen geradezu "tierischer" Intensität und Unruhe, von der eigenen Desillusionierung, die folgt, und der Scham; vom Gefängnis. Später versucht ein amerikanischer Professor, die Erzählerin auszuforschen. Um jeden Preis möchte er der geistigen Welt Bulands, der ein erbitterter Kritiker des imperialen Amerika ist, auf die Spur kommen. |
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A 2399 Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch entweder männlich oder weiblich ist. Das biologische Geschlecht (Sex) bestimmt - ob wir es nun wollen oder nicht - die gesellschaftliche Geschlechterrolle (Gender). Dieses Wissen dominiert unseren Alltag. Die AutorInnen dieses Bandes behaupten nun, es ist an der Zeit für 'Nie wieder Sex'. Sex - wie auch Gender - wird 'gemacht' und zwar jeweils lokal, in bestimmten Kontexten, in Machtzusammenhängen, mit bestimmten Funktionen. Dieses Buch trägt sieben aktuelle Analysen zu Konstruktionsbedingungen und Effekten von Sex und Gender zusammen. Untersucht werden: Gender Mainstreaming, Prostitution, ukrainische Frauenbilder, Lesben in der DDR, das Paar als Geschlechterproduzent, Frauen und Demografie sowie die Entdeckung des Geschlechts. |
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C 887 The year 2008 is the deadline set by former president Mbeki for the finalization of all land claims by people who were dispossessed under apartheid and the previous white governments. Although most experts agree this is an impossible deadline to meet, it does provide a significant political moment for reflection on the ANC government's program of land restitution since the end of apartheid. Land reform remains a highly charged issue in South Africa, one that deserves more in-depth analysis. Drawing on her experience as Rural Land Claims Commissioner in KwaZulu-Natal from 1995 to 2000, Cherryl Walker provides a multilayered account of land reform in South Africa, one that covers general critical commentary, detailed case material, and personal narrative. She explores the master narrative of loss and restoration, which has been fundamental in shaping the restitution program; offers a critical overview of the achievements of the program as a whole; and discusses what she calls the 'non-programmatic limits to land reform', including urbanization, environmental constraints, and the impact of HIV/AIDS. |
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C 886 Excising the Spirit seeks to complicate the issue of female circumcision and analyze it from both within and outside the ritual community, by investigating not only Walkers text, but three other texts written much earlier than Walkers, Ngugi wa Thiongos The River Between and Flora Nwapas Efuru and her unpublished manuscript, The Lake Goddess. This analysis also includes the text, Do They Hear You When You Cry?, by Fauziya Kassinjda, who seems to step literally out of Alice Walkers novel into flesh and blood as a detainee of the United States Immigration and Naturalization Service. Each of the texts offers a very specific insight into the complexity of the cultural, political, and social issues related to female circumcision, and how each of the novelists grapple with these complexities. |
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G 1016 Weaving strands of Chicana and Mexicana subjectivities, "Toward a Latina Feminism of the Americas" explores political and theoretical agendas, particularly those that undermine the patriarchy, across a diverse range of Latina authors. Within this range, calls for a coalition are clear, but questions surrounding the process of these revolutionary dialogues provide important lines of inquiry. Examining the works of authors such as Sandra Cisneros, Laura Esquivel, Carmen Boullosa, and Helena Maria Viramontes, Anna Sandoval considers resistance to traditional cultural symbols and contemporary efforts to counteract negative representations of womanhood in literature and society. Offering a new perspective on the oppositional nature of Latina writers, Sandoval emphasizes the ways in which national literatures have privileged male authors, whose viewpoint is generally distinct from that of women - a point of departure rarely acknowledged in postcolonial theory. Applying her observations to the disciplinary, historical, and spatial facets of literary production, Sandoval interrogates the boundaries of the Latina experience. Building on the dialogues begun with such works as Sonia Saldivar-Hull's "Feminism on the Border" and Ellen McCracken's "New Latina Narrative", this is a concise yet ambitious comparative approach to the historical and cultural connections (as well as disparities) found in Chicana and Mexicana literature. |
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AR-JAR(a)-01
Witzig, selbstbewusst und neugierig ist die junge Nidali, die rebellische Tochter einer ägyptisch-griechischen Mutter und eines palästinensischen Vaters. Sie erzählt die Geschichte ihres Aufwachsens in Kuwait, in Ägypten und schließlich in den USA. Zwischen all diesen Welten steckt sie nun und hat ihren ganz eigenen Kopf. Weiße Lügen sind harmlose, kleine Schwindeleien, die keinem wehtun, die etwas behaupten, was gar nicht stimmt, eine Anekdote aus dem eigenen Leben ausschmücken, einen zum Helden machen, obwohl man überhaupt nichts gemacht hat. Der erste Roman von Randa Jarrar heißt so, weil solche kleinen Vergehen in ihrer Familie erlaubt sind, jedenfalls wenn es nach der Mutter geht. Der Vater lügt natürlich nie; der spinnt nur ein bisschen, aber das kommt vor. Dieser leichten, schnellen jungen Stimme hört man vergnügt und gespannt zu. Ein bereicherndes Buch, was die spannungsgeladenen Schwingungen zwischen der westlichen und der arabischen Welt betrifft. |
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G 1015 Die Armutsbedrohung breiter Schichten auch des Mittelstandes ist eines der großen sozialen Probleme unserer Wohlstandsgesellschaft. Die Beiträge dieses Bandes geben einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich. Sie beschreiben Ursachen und Folgen der Armut, wobei sie zwischen Risiken (z. B. Geschlecht, Alter, Bildungsdefizite, Migration), Erscheinungs- und Bewältigungsformen differenzieren. Einen weiteren Themenschwerpunkt bilden die bestehenden Instrumente der Armutsbekämpfung in Form von Initiativen privater und öffentlicher Träger. Ausblicke auf die künftigen Herausforderungen der Sozialpolitik im europäischen Kontext schließen den Band ab. |
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I E 906 Globalisation Monitor - a Hong Kong NGO - has published a book documenting the long fight by Chinese workers over cadmium poisoning in battery factories owned and operated by Gold Peak Batteries (a Singapore-listed subsidiary of the Gold Peak Group, a Hong Kong-based conglomerate). No Choice but to Fight! A documentation of battery women workers struggle for health and dignity takes the reader through Chinas official complaints system, the Bureau of Letters and Calls, to disciplined picket lines that briefly brought production at a major global battery factory to a halt. |
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I F 1017 Although Jamaican dance-hall music exists as a subculture in the U.S., its rhythms, its outrageous and funky performances and its brash DJs rule much of the musical culture in Jamaica. As Cooper demonstrates in this largely academic study, dance-hall culture resembles in many ways the hip-hop culture of America. Braggadocio DJs engage in sound clashes, trying to outdo each other in their battle for the supremacy of the dance hall. From a close reading of the lyrics, she argues that dance-hall music and culture is also largely political, giving voice to the oppressed as they struggle to maintain their humanity in situations of economic injustice. She also contends that while the lyrics are often misogynistic, they also celebrate and worship the female, permitting women a measure of liberation. Dance-hall culture, she observes, also allows women to play out roles they may not have available to them in ordinary life. Cooper devotes so much space to responding to critics of her first book, Noises in the Blood, that it detracts from her main purpose in this book. While Cooper's study opens a window onto a fascinating culture, her academic tone ("arguing transgressively for the freedom of women to claim a self-pleasuring sexual identity that may even be explicitly homoerotic") probably will prevent this book from introducing dance-hall culture to a larger audience. |
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I A 2398 Im November 2006 fand an der Universität Wien die erste internationale Tagung zu Queer Studies mit dem Fokus auf "Queer Reading" statt. Mit diesem Schwerpunkt auf Lektüren literarischer Texte aus queerer Sicht fokussierte die Veranstaltung auf zwei Aspekte: auf die Verbindung von Theorie und ihrer konkreten Anwendung sowie auf den Austausch von Kunst und Wissenschaft. Der vorliegende Tagungsband dokumentiert die Vielfalt der Positionen und Arbeitsformen. |
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I A 2397 Dieser Sammelband präsentiert eine Auswahl von Beiträgen über Störaktionen in Ökonomie und Politik. Das Themenspektrum reicht vom Widerstand gegen die deutsche Besatzung in 2. Weltkrieg über Aktionen gegen die Rassentrennung der USA bis zu Scham und Selbstbehauptung am Arbeitsplatz. Die Beiträge diskutieren, wie herrschende Strukturen durchbrochen werden können, ohne in die Falle neuer Hierarchien und Ausgrenzungen zu tappen. |
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SO-BEC-01 Seit ihrer Kindheit verbringen die Nachbarskinder Silvia und Daniel jede freie Minute miteinander. Doch die Mütter der beiden haben ganz andere Pläne: Silvia soll Daniels Bruder Gregor heiraten, um einen gemeinsam geerbten Garten wieder in ein ganzes Grundstück zu verwandeln. Als ein neuer Pfarrer in das Dorf in der Nähe von Bratislava kommt und den beiden Jugendlichen ermöglicht, sich um den Taubenschlag im Pfarrhof zu kümmern, entwickeln sie eine Leidenschaft für die Tiere, die sie allerdings auch mit den sexuellen Neigungen des Geistlichen konfrontiert. Doch von einer Fahrt zu einem Taubenflugwettbewerb nach Ungarn kehrt Daniel eines Tages nicht zurück, und nur Silvia glaubt zu wissen, dass Daniels Verschwinden nichts mit der Niederschlagung des Prager Frühlings zu tun hat. Für die junge Frau, die bald ebenfalls das Land verlassen wird, beginnt eine jahrzehntelange Suche nach ihrer großen Liebe, aber alle Spuren verlaufen im Sand. Erst nach dem Tod ihrer dominanten Mutter erfährt Silvia, wie sehr die Erbschaftsstreitigkeiten ihr ganzes Leben beeinflusst haben. Spannend und berührend erzählt Zdenka Becker die Geschichte einer Kindheit und Jugend in der Tschechoslowakei der fünfziger und sechziger Jahre, einer Suche nach Selbstverwirklichung vor dem Hintergrund der sozialistischen Gesellschaft. |
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I G 1020 Dürfen muslimische Mädchen aus religiösen Gründen von Klassenfahrten ausgeschlossen werden? Ist es in Ordnung, wenn Sechsjährige verschleiert sind, weil MuslimInnen nun mal "anders" sind? Nein, so die Muslimin Elham Manea, denn Menschenrechte sind wichtiger als Religion. Der Westen müsse Menschenrechte klar vertreten und dort, wo sie in Frage gestellt werden, energisch verteidigen. Mit ihrem Plädoyer für eine Toleranz, die Grenzen kennt, will Elham Manea der schweigenden Mehrheit der MuslimInnen eine Stimme geben. Elham Manea wendet sich damit gegen die Vorherrschaft orthodox muslimischer und antimuslimischer Propaganda in der Öffentlichkeit. |
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I E 909 Cornelia Vospernik, China-Korrespondentin des ORF, geht mit Scharfblick, Sensibilität und Sprachwitz den kulturellen und gesellschaftlichen Unterschieden zwischen Europa und China auf den Grund. In diesem Buch stellt sie Menschen in den Mittelpunkt, die typisch sind für die chinesische Lebenswirklichkeit. Mit dem ihr eigenen hintergründigen Sprachwitz erzählt Cornelia Vospernik von DVD-Raubkopie-Händlern und spionierenden Nachbarschaftskomitees, von den rauen Sitten der Taxifahrer und den Trends der chinesischen Jugendkultur. Sie beschreibt aber auch das Leben jener, die mit dem chinesischen Regime nicht einverstanden sind: etwa die Aktivistin, die seit 20 Jahren eine Antwort darauf fordert, was mit ihrem Sohn im Juni 1989 auf dem Tiananmen-Platz passiert ist, oder den Vater, dessen Baby an gepanschter Milch gestorben ist. |
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I E 910 Malalai Joya, Abgeordnete des ersten demokratischen Parlaments in Afghanistan, trat den regierenden Kriegsherren dort persönlich entgegen und hielt ihnen ihre Verbrechen vor. Vier Attentate hat sie seitdem überlebt, aber sie kämpft weiter. Schon ihr Vater, ein Arzt, kämpfte gegen die sowjetischen Invasoren. Sie wuchs deshalb in Pakistan, von der Familie getrennt, in einem Flüchtlingslager auf. Nach ihrer Rückkehr ließ sie sich zur Sozialarbeiterin ausbilden und baute eine Organisation zur Förderung und Weiterbildung von Frauen mit auf. 2007 wurde Joya ihres Amtes enthoben, sie führt seither ihren Kampf außerhalb des Parlaments weiter. |
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I D 624 Drawing on a variety of source materials, ranging from popular print media to poetry, film, political treatises, and biographies and autobiographies, Sheila Katz examines the ways in which gender operated in forming the political identities of Palestinian Arabs and Jewish Zionists. By exploring both gender definitions and their expressions in the everyday lives of two contesting peoples, she provides a highly nuanced understanding of how gender affects the discourse of conflict between two competing national movements. Through this balanced discussion of the histories of Jewish and Palestinian women during Palestine's formative years, Katz makes a significant contribution to scholarship in Middle Eastern and women's history. Working at the intersection of several disciplines, Katz provides a wide-ranging examination of the formation and expression of national identity and the changing gender roles that help shape it. She uses gender as a tool to examine the creation of boundaries and power relations among nations. Through a discussion employing the materials and methods of history, sociology, literary criticism, and anthropology, this study offers a unique examination of identity formation in Palestine during the first half of the 20th century and an analysis of both Palestinian and Jewish women in their respective national movements, illuminating gender as a linchpin of international conflict. |
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I E 907 Der Koreakrieg (1950-53) änderte tiefgreifend die Stellung der koreanischen Frau, die in der traditionellen Gesellschaftsordnung dem Ehemann völlig untergeordnet war. Während die Männer im Krieg kämpften, übernahmen die Frauen bisher männlich dominierte Arbeitsplätze in städtischen und ländlichen Gebieten. Die zunehmende Anzahl von Kriegswitwen musste sich selbständig durchschlagen als Straßenhändlerinnen, Fabrikarbeiterinnen oder Prostituierte. Auch wenn mit dem Koreakrieg eine Leidenszeit für zahllose Frauen begann, ermöglichte er zugleich eine bisher ungekannte gesellschaftliche Emanzipation. Die Autorin schildert in bewegender Weise Entwicklungen Koreas aus politischer, wirtschaftlicher, sozial-, rechts- und alltagsgeschichtlicher Sicht. |
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I D 623 Die ethnologische Studie von Mona Hanafi El Siofi versucht eine differenzierte Schilderung der Lebenszusammenhänge muslimischer Frauen in Kairo. Anhand zahlreicher Interviewausschnitte reflektiert sie deren Sicht auf ihre eigene wie auch die westliche Gesellschaft und ganz besonders auf die Geschlechterbeziehungen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Alltagsbereiche Familie, Partnerschaft und Berufstätigkeit sowie die Frage von Religion, Emanzipation und Modernität. In der Sichtung tritt jedoch weit mehr und differenzierteres zu Tage als das in den ägyptischen Medien kursierende Bild eines westlichen "Sodom und Gomorrha". Hanafi El Siofis qualitative, akteurinnenorientierte Studie gibt den ägyptischen Frauen anhand von zahlreichen Interviewausschnitten eine eigene Stimme, ohne über dem Versuch, die Alltagsrealität dieser Frauen angemessen darzustellen, in eine beschönigende oder romantisierende Einseitigkeit zu verfallen. |
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