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Ausgewählte Neuzugänge Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der Bibliothek der Frauensolidarität, die von Ihnen auch direkt über Internet reserviert werden können (unter www.eza.at/literatur). Wenn Sie regelmäßig über Buchneuzugänge informiert werden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail. Juli 2008 |
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G 905 Weit mehr als die Hälfte der Menschheit
ist mehrsprachig oder lebt in einer mehrsprachigen Umgebung. Migrationsliteratur
als Literatur von AutorInnen, die mehreren Kulturkreisen angehören,
ist ein wichtiger Bestandteil der Gegenwartskultur. Das Buch vergleicht
die Raumbilder in drei Romanen von Irena Brezna, Emine Sevgi Özdamar
und Libuse Monikova. Die drei Romane setzen sich mit Formen der Raumwahrnehmung
und -gestaltung sowie der Grenzüberschreitung auseinander. Mechanismen
der Ausgrenzung und Einschließung, der Selbst- und Fremdwahrnehmung
werden darin thematisiert. Die Autorin betrachtet diese Literatur als
"Brückenliteratur", die mehreren Räumen angehört
und Verbindungen schaffen kann. |
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C 828 This book provides a contribution to the field of gender and development in the face of the looming failure of international development targets, the deepening HIV/AIDS pandemic and the increased incidence of civil conflict in Sub-Saharan Africa. The ambition of the collection is to question assumptions behind much development policy and practice and to push out conceptual boundaries by providing critical insights from local empirical studies that bring new theoretical configurations to specific policy and practice contexts. The chapter contributions are from African and 'Northern' writers who have critically engaged with the ways that gendered and sexual identities are produced in particular educational and social settings in this diverse continent. After providing a consolidation of the field, the book highlights its departures from earlier work on gender, education, society and development to open spaces that provide a springboard for further research and critique around persistent and enduring development issues. Following two introductory chapters, the text is organised in four main sections: I. Gendered institutions, II. Sexualities, III. HIV/AIDS, IV. Conflict. |
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D 569 Diese soziolinguistische Untersuchung setzt sich mit aktuellen gesprächsanalytischen Theorien und dem Doing-Gender-Ansatz im Sinne der Grounded Theory auseinander. Anhand der detaillierten Analyse von Interviews und teilnehmenden Beobachtungen in Teheran (Iran) belegt die Autorin im Bereich der verbalen, nonverbalen und paraverbalen Kommunikation unterschiedliche Strukturen von Dominanz, die nicht ausschließlich als Merkmal für ein Geschlecht zu verstehen sind. Durch diese multiperspektivische und kontextadäquate Betrachtung von Gesprächssituationen wird das Geschlechterbild als einseitig festlegbares auch interkulturell in Frage gestellt. Es werden Forschungsperspektiven aufgezeigt, die Wege aus der bisherigen Dichotomie und Differenzorientiertheit für die linguistische Genderforschung anbieten. Die Arbeit stellt zudem erweiterte methodische Instrumente für die Analyse, die Transparenz von Transkriptionen und Filmdaten besonders durch die paritätische Untersuchung verbaler, non- und paraverbaler Gesprächsbereiche zur Verfügung. Eine beigelegte CD mit den analysierten Daten bietet einen Einblick in das audiovisuelle Gesprächsmaterial. Die Studie ist in folgende Kapitel unterteilt: Theoretische Überlegungen und Methoden - Feldforschungszeit und Perspektiven - Erläuterungen zu den Studierenden der Gesprächsgruppen - Gesprächsgruppenarbeit - Exemplarische Transkriptionen - Soziale Stile - Höflichkeitsstile, Höflichkeitskonventionen und Verletzungen von Höflichkeitsregeln in Gesprächsinteraktionen - Konfliktsituationen. |
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I F 964 Chile nach Pinochet, ein Land im Aufbruch: Die Literatur boomt, besonders die von Frauen. Man/frau spricht von der Nueva Narrativa Chilena. Nicht nur der Staat hat auf dem Weg zur Demokratie und einer neuen nationalen Identität mit dem Erbe der Diktatur zu kämpfen, auch viele Schriftstellerinnen setzen sich damit auseinander. Dabei stellen sie die Frage nach dem "Frausein" im postdiktatorialen Chile neu. Am Beispiel dreier chilenischer Autorinnen einer Bestsellerautorin (Marcela Serrano), einer Frauenrechtlerin (Pía Barros) und einer Universitätsdozentin (Diamela Eltit) und ihrer Romane wird untersucht, wie diese mit Weiblichkeitskonstrukten, Geschlechterstereotypen und Frauenrollen umgehen und wie sie in ihren Texten ihre eigenen Vorstellungen von Frausein und weiblichen Identitäten in der "transición" literarisch umzusetzen versuchen. |
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I E 834 The history of China in the nineteenth century usually features men as the dominant figures in a chronicle of warfare, rebellion, and dynastic decline. This book provides a different account of the era, history as seen through the eyes of women. Basing her study on the poetry and memoirs of three generations of literary women of the Zhang family - Jining, Shandong (18931895), Tang Yaoqing, Guixiu (17631831), Zhang Qieying, Poet (1792after 1863), Wang Caipin, Governess (18261893) - Susan Mann illuminates a China that has been largely invisible. Drawing on a stunning array of primary materials - published poetry, gazetteer articles, memorabilia - as well as a variety of other historical documents, Mann reconstructs these women's intimate relationships, personal aspirations, values, ideas, and political consciousness. She transforms the understanding of gender relations and what it meant to be an educated woman during China's transition from empire to nation and offers a new view of the history of late imperial women. |
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G 911 Dieses Schwerpunktheft beleuchtet Migrations-, Integrations und Asylpolitiken der Bundesrepublik Deutschland aus feministischer Perspektive. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass sie staatliche Migrationspolitik zwar von sehr unterschiedlichen politischen Phasen geprägt wurde, dass aber die strukturelle Vergeschlechtlichung von Migrationsfragen weiterhin unterbelichtet bleibt. Auch werden gängige Geschlechterstereotypen reproduziert und politisch instrumentalisiert, wie etwa die Auseinandersetzungen um Zwangsheirat und "Ehrenmorde" sowie die Kopftuch-Debatte zeigen. Die feministische Debatte zu Migrationsforschung setzt derzeit v.a. an Entwicklungen an, die mit den Begriffen Antirassismus und Intersektionalität zu fassen sind, eine Debatte, die in den Beiträgen dieses Heftes Niederschlag findet. |
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G 908 Ulrike Repnik beleuchtet mit historischem und feministischem Zugang die Lesben- und Schwulenbewegung in Österreich, ausgehend von deren Entstehung Ende der 70er Jahre bis heute. In ihrer fundierten Untersuchung wird Geschlecht als "soziale und politische Kategorie" betrachtet. Somit fließt hier die Erkenntnis ein, dass Geschlecht sowohl die private als auch die öffentliche Sphäre strukturiert. Sexualität wird außerdem, neben Geschlecht, als eine eigene Kategorie betrachtet - die Beziehungen von Geschlechtsidentität und sexueller Praxis werden als ein "konstitutives Wechselverhältnis" wahrgenommen. Informationen, die nicht schriftlich vorliegen, jedoch unverzichtbar waren, um Handlungs- und Deutungsmuster der jeweiligen lesbischen bzw. lesbisch-schwulen Organisation rekonstruieren zu können, erhielt die Autorin durch zusätzliche ExpertInneninterviews. So zog sie AktivistInnen der Lesben- und Schwulenbewegung Österreichs bzw. PolitikerInnen heran, wie zum Beispiel die frühere Frauenministerin Johanna Dohnal, die Schriftstellerin Helga Pankratz, die Grüne Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek und viele andere mehr. |
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E 838 Die Autorin Eileen Chang, mit dem eigentlichen Namen Zhang Ailing, wurde 1920 in Shanghai geboren und verstarb 1995 in San Francisco. Sie war in den 1940er Jahren ein Star der Shanghaier Literaturszene. In "Gefahr und Begierde" wurden fünf Kurzgeschichten von ihr auf Deutsch veröffentlicht. Eine Kurzgeschichte ist die gleichnamige Erzählung, welche 2007 von Ang Lee verfilmt wurde. Die Geschichte spielt in den 1940er Jahren in Shangahi, das zu dieser Zeit von den Japanern besetzt war. Yi, ein Kollaborateur der Japaner, verliebt sich im besetzten Shanghai der frühen 1940er Jahre in Jiazhi. Was Yi nicht ahnt: Die junge Frau gehört einer Widerstandsgruppe an und hat den Auftrag, ihn in eine Falle zu locken. |
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C 829 Die senegalesische Autorin und Literaturwissenschafterin Fatou Diome, die seit über zehn Jahren in Straßburg lebt, erzählt in diesem Roman die Geschichte einer Frau, die zum Sterben nach Afrika zurückgekommen ist. Über diese Frau ist nichts bekannt. Ihre treuesten Begleiter, einige Habseligkeiten, drohen in Kürze in alle Winde zerstreut zu werden. Doch vor der traditionellen Erbteilung, der Kétala, bleiben den Möbeln noch sechs Nächte und fünf Tage, um einander die abenteuerliche Geschichte ihrer Besitzerin zu erzählen. Die Gegenstände entwerfen das Mosaik eines schwierigen Lebens zwischen Afrika und Europa, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Anpassung und Auflehnung. |
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F 965 Über 60% der 11 Mill. EinwohnerInnen Guatemalas bezeichnen sich als indígenas: Maya, Xinca oder Garifuna. Diese Mehrheit, obwohl nach außen hin Symbol der kulturellen Besonderheit des Landes, wird innenpolitisch zur schwer integrationsfähigen Minderheit umdefiniert und unterdrückt. Die Stimme der international bekannten indigenen Menschenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú steht im Zentrum dieses Buches. Wie viele andere ringt sie um die Lösung der Frage: Wie kann Guatemala nach über 30 Jahren Bürgerkrieg zu einer Gesellschaftsordnung finden, die den indigenen Völkern des Landes einen gleichberechtigten sozialen, politischen und kulturellen Status ermöglicht? Die vorliegende Arbeit untersucht die von Rigoberta Menchú und dem movimiento verwendeten Strategien zur Erreichung dieses Zieles. |
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D 594 'Schlafende Schwangerschaft' steht für die sehr alte Vorstellung, dass ein Fötus im Leib seiner Mutter 'einschlafen' und über lange Zeit in diesem Zustand verharren kann, ohne zu wachsen. Gelingt es, den 'schlafenden' Fötus zu 'wecken', kommt ein Kind zur Welt, mit dem seine Mutter länger als normal, manchmal jahrelang schwanger war. Dieser alte Glaube ist bis heute in islamischen Gesellschaften lebendig. Die 'schlafende Schwangerschaft' bezieht ihre Faszination und auch Komplexität daraus, dass einerseits bis heute an sie geglaubt wird, dass aber andererseits dieser Glaube bewusst instrumentalisiert wird, vor allem um nachehelich empfangene Kinder zu legitimieren. Entstanden unter Verwendung von Literatur und Feldforschungsdaten aus Tunesien und Nordnigeria, ist das Buch eine umfassende interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Konzept der 'schlafenden Schwangerschaft' in islamischen Gesellschaften. Die Autorin vertritt die These, dass der Glaube an die 'schlafende Schwangerschaft' durch die Fehlinterpretation körperlicher Zustände von Frauen entwickelt wurde, die Schwangere während Schwangerschaft und Geburt begleiteten. Dies macht ihn zu einer weiblichen Fiktion mit 'empirischer' Basis. Diese These wird durch eine Analyse von für das Konzept relevanten Aspekten der Medizin, des Rechts und der sozialen Lebenszusammenhänge muslimischer Frauen begründet. Hervorgehoben werden die Rollen der traditionellen Hebammen sowie des islamischen Rechts für die Entwicklung und dauerhafte Lebendigkeit des Konzepts. |
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G 910 Putins autoritäres Reich fürchtet die Wahrheit, die Anna Politkovskajas Buch "Tschetschenien - Die Wahrheit über den Krieg" enthüllt. Dieses Buch berichtet vom Schicksal der Menschen in Tschetschenien, von den Opfern des Krieges. Es ist ein einziges "J'accuse". Anna Politkovskaja klärt auf über das kaum beschreibbare Leid der tschetschenischen Bevölkerung. Erst die Geiselnahme in einem Moskauer Musical-Theater machte wieder aufs Neue die von der Weltöffentlichkeit verdrängte tschetschenische Tragödie sichtbar. In drei Teilen beschreibt dieses Buch den Krieg: Anna Politkovskaja berichtet von dem Leben der Tschetschenen im Krieg, den Übergriffen auf die Zivilbevölkerung, von einem Alltag, in dem Folter, Hinrichtungen, Plünderungen und Entführungenan der Tagesordnung sind. Anna Politkovskaja analysiert, welche Auswirkungen dieser Krieg auf das Leben in Russland selbst hat, wie ein Rassismus gegen alles Nicht-Russische zunimmt. Und schließlich beschreibt sie die Interessen der neuen "Generalsoligarchen", die an der Fortführung dieses Krieges, dem illegalen Handel mit Erdöl und Waffen verdienen. |
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C 827 This title is inspired by the courage of a young woman, known variously as "Khwezi" and "the complainant", who took a principled decision to lay a charge of rape against Jacob Zuma, a man who was to her a father-figure, a family friend, a comrade, and the Deputy President of South Africa. She took on the fight against considerable odds. Zuma is one of the most popular and powerful political leaders of his time. She could not have known, however, the immense strength she would need to face the prolonged public attacks on her. As the Zuma supporters spat the words "Burn the Bitch" outside the courtroom, the young woman faced an interrogation inside. Her accusers, and the judge, concurred that having worn a kanga that evening, the complainant had, like so many other women, "asked for it'. This title speaks truth to power - not just male power, but political power, religious and cultural power, imperial and military power. By using the trial of Jacob Zuma as a mirror, the title reveals the hidden yet public forms of violence against women in their homes, marriages, churches and political organisations. |
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G 907 Aus der Perspektive einer 16-jährigen Schülerin namens Arda, erzählt Saliha Scheinhardt in diesem Roman, wie junge Menschen in den 1990er Jahren in der Türkei verfolgt und gefoltert wurden. Sechzehn SchülerInnen, die meisten unpolitisch oder höchstens an friedlichen Schulprotesten beteiligt, werden zu gewalttätigen TerroristInnen und zur Bedrohung des türkischen Staates aufgebaut, verhaftet und gefoltert. Doch innnerhalb weniger Tage mobilisiert sich eine breite Öffentlichkeit gegen das Vorgehen von Justiz und Polizei. Es gelingt ihr nicht nur, die Freilassung der Festgenommenen zu erzwingen, sondern ein Novum in der jüngeren türkischen Geschichte die Folterer vor Gericht zu bringen und zu langjährigen Haftstrafen verurteilen zu lassen. |
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D 419 Wenn Gesellschaften sich verändern, dann tun sie dies innerhalb bereits im Vorhinein formulierter Möglichkeiten. Sie bewegen sich dabei nicht in einem linearen Prozess von Tradition zu Moderne und Moderne ist auch kein fest definierter Zustand, den man erlangt hat, sobald bestimmte, festgelegte Kriterien erreicht sind. Moderne ist ein diskursives Element, das je nach Perspektive des Sich-Äußernden unterschiedliche Bedeutung erlangen kann. Innerhalb der Debatte um den Prozess der Modernisierung nehmen die Männer und Frauen des Jemen unterschiedliche Positionen mit Hinblick darauf ein, wie diese Moderne zu erreichen sei und welche Rolle Frauen und Männer hierin einnehmen sollten. Hierbei ordnen sie sich in ein bereits diskursiv und machtspezifisch strukturiertes Feld der Auseinandersetzung ein, werden aktiviert oder werden von sich aus aktiv, widerstehen, ignorieren, protestieren oder passen sich an und tragen durch diese unterschiedlichen Strategien im Kleinen wie im Großen zur Konstitution der jemenitischen Gesellschaft bei. Und die Frage, welche Rolle hierbei ganz konkret Frauen zukommt, ist für diese Debatte zentral. Fragen wir nach den Grenzen und Möglichkeiten weiblicher Partizipation im öffentlichen Raum des Jemen, so müssen wir zunächst die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass sich Öffentlichkeit in dieser Gesellschaft nicht unbedingt so gestaltet, wie es das dichotomische Konzept von Privatheit und Öffentlichkeit impliziert. Darüber hinaus müssen wir davon ausgehen, dass Frauen nicht einfach die Unterdrückten und Männer die Unterdrücker sind, sondern dass die Kämpfenden in ihren Strategien vorherrschenden Konzepten von Weiblichkeit und Männlichkeit sowie Vorstellungen davon, welche Handlungsmöglichkeiten ihnen die Gesellschaft bietet, folgen und hierdurch wiederum zu einer Bestätigung oder Rekonstruktion dieser Genderkonzepte und gesellschaftlichen Strukturen beitragen. |
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E 836 Die Autorin Xiao Rundcrantz schildert in diesem Buch eindringlich ihre Erfahrungen als Mitglied der Staatsanwaltschaft in China. Mit 18 Jahren wurde sie Staatsdienerin und konnte erleben, wie die chinesische Staatsmacht selbst gegen Gesetze verstößt. Ebenso erlebte sie Korruption, Willkür und Gewalt innerhalb des chinesischen Justizsystems. Sie merkte bald, dass nicht richtig ist, was als Recht ausgegeben wird, doch sie erfuhr auch hautnah, dass eine einzelne Person keine Chance hat und Widerstand sofort geahndet wird. Schließlich emigirierte Xiao Rundcrantz 1998 nach Schweden, wo sie heute noch lebt und als Autorin und Übersetzerin arbeitet. |
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G 906 In diesem Buch, eine publizierte Dissertation,
zeichnet die Autorin Anke Stephan die Lebensgeschichte von sowjetischen
Dissidentinnen nach. Der Studie liegen als Quellen vor allem Ego-Dokumente
und autobiographische Zeugnisse zu Grunde. So führte Stephan insgesamt
über 20 Interviews mit Aktivistinnen der Dissidentenbewegung. Die
Autorin geht unter anderem der Frage nach, wie zeitgenössische Diskurse
die Erinnerungen der Dissidentinnen prägen und ihre Erfahrungen strukturiert
haben. Über die Beschreibung und Analyse der Dissidentenbewegung
und der Darstellung der Lebenswege sowjetischer Dissidentinnen der 1960er
bis 1980er Jahre hinaus, geht Stephan in einem eigenen Kapitel über
die "unabhängige Frauenbewegung" in Leningrad ein. |
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I D 592 In den meisten Gesellschaften des Nahen Ostens nimmt die Präsenz von Frauen in der Öffentlichkeit seit Mitte des 20. Jahrhunderts stetig zu. Die Regierungen fördern die Integration von Frauen in das öffentliche Leben im Rahmen von Bildung und Berufstätigkeit und sehen darin einen Maßstab für den Fortschritt des Landes. Das gesellschaftliche Leben vieler Frauen spielt sich jedoch nach wie vor jenseits der staatlich organisierten Öffentlichkeit ab, zum Beispiel in Form vongegenseitigen Besuchen zu Hause. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, inwieweit "Öffentliches Leben in privaten Räumen" stattfinden kann und untersucht dies am Beispiel muslimischer Frauen in Damaskus. Dazu werden sowohl die Wertung von Öffentlichkeit und Privatheit in der syrischen Staatsideologie in Zweifel gezogen, als auch die Übertragbarkeit soziologischer und politikwissenschaftlicher Definitionen von Öffentlichkeit hinterfragt. Mit Hilfe von Beobachtungen und Interviews sowie Beschreibungen in der Literatur analysiert die Autorin drei Formen gesellschaftlicher Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Frauen teilnehmen. Dabei handelt es sich einerseits um informelle Frühstückstreffen am Vormittag und andererseits um Empfänge, die vor allem repräsentativen Charakter haben. Weiterhin werden Sparvereinigungen untersucht, mit deren Hilfe viele Damaszenerinnen kurzfristig über größere Geldsummen verfügen können. Alle diese Treffen finden in Privathäusern und meistens im Wohnzimmer der Einladenden statt. Die dabei zu beobachtenden Handlungen und Verhaltensweisen der Frauen sowie die zur Sprache kommenden Themen lassen eine eindeutige Zuordnung derartiger Treffen in den Privatbereich nicht zu. |
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I E 835 An den Demokratisierungsprozess Indonesiens knüpften sich zahlreiche Hoffnungen. Viele sahen in der Überwindung des autoritären Regimes Suhartos die Chance, mehr Geschlechtergerechtigkeit durch eine Stärkung der Rolle der Frauen zu erreichen. Genia Findeisen analysiert die Stellung der Frauen in der indonesischen Politik differenziert und detailliert. Dabei berücksichtigt sie die Änderungen der politischen Rahmenbedingungen (Demokratisierung und Dezentralisierung) ebenso wie die politische Kultur sowie die besondere Rolle des Islam in Indonesien. Die Verfasserin konnte während mehrerer Feldforschungsaufenthalte zahlreiche Interviews mit Aktivistinnen und Politikerinnen führen. Diese erweitern die theoretischen Grundlagen und erlauben eine differenzierte Bewertung und Erklärung des Demokratisierungsprozesses. |
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I E 837 Prostitutionstourismus ist eine der Auswirkungen des Massentourismus auf die Länder der Dritten Welt. Massentourismus in die Dritte Welt ist oft kein interkultureller Austausch, sondern ist weitgehend dominiert von den finanziellen und kulturellen Privilegien der weißen Reisenden. Der Markt des Prostitutionstourismus macht sich Armutsverhältnisse und frauendiskriminierende Strukturen zunutze. Die Autorin untersucht das Phänomen des Prostitutionstourismus am Beispiel von Thailand. |
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