Ausgewählte Neuzugänge

Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der Bibliothek der Frauensolidarität, die von Ihnen auch direkt über Internet reserviert werden können (unter www.eza.at/literatur). Wenn Sie regelmäßig über Buchneuzugänge informiert werden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail.

April 2008

 

 

I E 826
Cook, Nancy
Gender, identity and imperialism : women development workers in Pakistan
Basingstoke : Palgrave Macmillan, 2008. - XI, 228 S. : Kt. ; 24 cm. - (Comparative feminist studies series) ISBN 1-403-97991-X (hbk.) : £42.50 hbk.
Pakistan / Entwicklungshelferin / Weibliche Weiße ; Weiße Frau / Identität ; Imperialismus ; (Lb~Lc); Kolonialismus ; (Be~Lb~Lc)

This book is an ethnographic study of a group of Western women development workers living in Gilgit, northern Pakistan. It focuses on their efforts to construct comfortable lives and identities while temporarily working abroad in this Muslim community. It also analyses the political consequences of their actions, addressing the ways in which these women perpetuate and resist unequal global power relations in their everyday lives. The author traces the legacy of many of these relations from the colonial period into the present, and provides ideas about how they can be changed to realise a more just global social reality. Chapter 1 explains the context of research. Chapter 2 examines the mechanism through which the participants' sexually vulnerable subjectivities are forged ambivalently in relation to Gilgiti men. Chapter 3 analyzes the processes by which Western women's "liberated" subjectivities are formed in relation to their experience of travel and to "oppressed" Muslim women. Chapter 4 analyzes Western women's Gilgiti homes as spaces of subjectivity formation and social exclusion.


 

I C 812
Pillay, Venitha
Academic mothers
1. publ.. - London [u.a.] : Trentham Books, 2007. - IX, 196 S. ; 23 cm ISBN 978-1-85856-417-3
Südafrika <Staat> / Akademikerin / Mutter Wissenschaftlerin / Südafrikanische Republik ; (Ta)

Academic mothers are likely to be middle class, have access to some form of child care, live in a democracy and have legal rights and protections. Academic mothers are engaged in intellectual work that has traditionally been the domain of men. Thinking has been described by Western philosophers over the centuries as rational, unemotional and logical, while the woman who is a mother is nurturing, loving, emotional and sensitive. The book explores how these perceived oppositional identities live within the same person. It argues that the intellectual, emotional and personal liberation of women and society is about far more than revised structural arrangements in the workplace: it demands reconceptualising work, the self and family. In telling the stories of three academic mothers in South Africa, the book breaks new methodological ground for qualitative researchers. It also contributes to feminist research methodologies by revealing the intimacy between methodological decisions and the ontology of the text.


 

I G 890
Udenta, Claudia
Aspirin & Raki oder die Wahrheit über Arif Adals Töchter
Akdemir Udenta. - 1. Aufl.. - Berlin : Nil-Verl., 2006. - 466 S. ; 20 cm ISBN 978-3-00-020318-3 kart. : EUR 19.90 - ISBN 3-00-020318-4 kart. : EUR 19.90 CIP-Nr.: 07,N02,1704NBN-Nr.: 07,A06,1950
Istanbul / Frau / Mittelstand / Lebensstil / Geschichte 2005 / Belletristische Darstellung ; Roman ; Türkei ; (Tb); Literatur ; (Mc)

Die Journalistin und Schriftstellerin Akdemir Udenta, geboren und ausgewachsen in Deutschland, lebt seit einigen Jahren in Istanbul und ist mit der türkischen Sprache und der Kultur des Landes vertraut. Den Ausgangspunkt des Romans "Aspirin & Raki" bildete ein Schild am Haupteingang einer kleinstädtischen Moschee "Frauen haben den Seiteneingang zu benutzen!" Aus den Recherchen, was sich hinter den verschlossenen Türen abspielt, entstand dieser Roman, der einen Blick auf das Leben und die Sehnsüchte türkischer Frauen aus der Mittelschicht in Istanbul wirft. Durchflochten von orientalischen Geschichten, philosophischen Gedankengängen und dem Widerstand gegen die Autorität des Vaters, erzählt Zor als mittlere von sieben Schwestern von ihrem Leben und ihrem Kampf um das Recht auf Liebe vor der Ehe.


 

I D 586
Najmabadi, Afsaneh
Women with mustaches and men without beards : gender and sexual anxieties of Iranian modernity
Berkeley, Calif. [u.a.] : Univ. of California Press, 2005. - XIV, 363 S. : Ill. ; 23cm ISBN 0-520-24262-9 - ISBN 0-520-24263-7 (pbk) : £15.95
Iran / Frau / Soziale Situation / Geschichte 1770-1999 ; Iran / Sexuelle Identität / Geschichte 1770-1999 ; Iran / Feminismus ; Homosexualität ; Sexualität ; (Nc~Nd)

Ziel des Buches ist es, den Iran während der Epoche der Qajaren auf seinem Weg in die Moderne in Hinblick auf Geschlechterverhältnisse und Sexualität zu beleuchten. Die Untersuchung ist mit einer Fülle von Texten und visuellen Darstellungen belegt, die Ausschnitte aus den historischen, sozialen und kulturellen Leben wiedergeben. Afsaneh Najmabadi zeigt den Wandel der Geschlechterdefinition und die Veränderung des homosexuellen Begehrens zu einem heterosexuellen im 19. Jahrhundert auf und untersucht die Bildung der modernen iranischen Identität. Die Verbannung des geschlechtlichen Aktes zwischen einem älteren Mann und einem bartlosen Jüngling ist für sie ein zentraler Punkt zur Erklärung des Wandels, auf dessen Grundlage der moderne Iran entstand. Sie untersucht die Konzepte von Heimat, Heirat, Bildung und Gleichberechtigung als Grundpfeiler des modernen Iran, in dem die Frauenbewegung für eine monogame, partnerschaftliche Ehe kämpfte.


 

I A 2282
Sjoberg, Laura
Mothers, monsters, whores : women's violence in global politics
Laura Sjoberg ; Caron E. Gentry. - London ; New York : Zed Books, 2007. - X, 276 S. ; 22 cm ISBN 1-8427-7865-X (hbk.) : £55.00 : £17.99
Gewalt von Frauen / Frauenbild ; Irak ; (Tb); Russland ; (Tc~Te); Palästina ; (Tb); Israel ; (Tb); Jordanien ; (Tb); Bosnien-Herzegowina ; (Te); Rwanda ; (Ta)

The book provides an empirical study of women's violence in global politics. It looks at military women who engage in torture: the Chechen "Black Widows", Middle Eastern suicide bombers, and the women who directed and participated in genocides in Bosnia and Rwanda. Sjoberg and Gentry analyse the biological, psychological and sexualized stereotypes through which these women are conventionally depicted, arguing that these are rooted in assumptions about what is "appropriate" female behaviour. What these stereotypes have in common is that they all perceive women as having no agency in any sphere of life, from everyday choices to global political events. Contents: 1. Introduction: A Woman Did That? 2. Narratives of Mothers, Monsters and Whores 3. Triple Transgressions at Abu Ghraib 4. Black Widows in Chechnya 5. Dying for Sex and Love in the Middle East 6. Gendered Perpetrators of Genocide 7. Gendering People's Violence 8. Conclusion: Let us Now See 'Bad' Women.


 

I G 889
Dietrich, Anette
Weiße Weiblichkeiten : Konstruktionen von "Rasse" und Geschlecht im deutschen Kolonialismus
Bielefeld : Transcript-Verl., 2007. - 428 S. ; 23 cm. - (Sozialtheorie) Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 2006 ISBN 978-3-89942-807-0 Pb. : EUR 29.80, sfr 48.30 - ISBN 3-89942-807-2 Pb. : EUR 29.80, sfr 48.30
Deutschland / Postkolonialismus / Frau / Rassentheorie ; Deutschland / Kolonialismus / Weibliche Weiße / Rassismus / Soziale Konstruktion ; Weiße Frau ; Deutschland BR ; (Te); Deutschland vor 1945 ; (Te); Frauenbewegung ; (Ld)

Welche Bedeutung hatte der deutsche Kolonialismus für die deutsche Gesellschaft und die Ausformung nationaler Identität? Welche Positionen vertraten weiße deutsche Frauen zum Kolonialismus und wie partizipierten Frauen unterschiedlicher politischer Couleur - von kolonialen Frauenverbänden bis hin zur radikalen Frauenbewegung - an der deutschen Expansion und Kolonialpolitik? Unter Einbezug der Postcolonial und Critical Whiteness Studies untersucht diese Studie die Wirkmächtigkeit des deutschen Kolonialismus insbesondere in Hinblick auf die Geschlechtergeschichte und die sich herausbildenden "Rassen"-Diskurse. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Wechselwirkung frauenrechtlerischer mit kolonialrassistischen Diskursen.


 

I A 2281
Frey, Regina
Trainingshandbuch Gender und Gender Mainstreaming in der Entwicklungszusammenarbeit
Impulse für eine genderreflektierte und an Geschlechtergerechtigkeit orientierte Arbeit von Nichtregierungsorganisationen
WIDE - Netzwerk Women in Development Europe & genderbüro Berlin (Hrsg.). - 1. Aufl.. - Magdeburg : Docupoint-Verl., 2007. - 143 S. ; 19 cm ISBN 978-3-939665-66-3 kart. : EUR 15.00 - ISBN 3-939665-66-5 kart. : EUR 15.00
Gender Mainstreaming / Frauenförderung / Entwicklungskooperation / Nichtstaatliche Organisation / Lehrmittel ; Gendertraining ; Entwicklungszusammenarbeit ; (Cb); Nichtstaatliche Organisation ; (Cb); Handbuch ; (Kc); Lehrmittel ; (Df)

Das Handbuch gibt theoretische Impulse und praktische Hinweise für die Gestaltung von Gender-Trainings im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Es entstand aus einer Trainingsreihe, die vom WIDE-Netzwerk in Österreich organisiert und von der Autorin moderiert wurde. Hinweise zu Anforderungen an Trainerinnen und Trainer geben den Beteiligten Orientierung für eine erfolgreiche Durchführung von Trainings. Durch eine Einführung in Grundkonzepte und Strategien für Geschlechtergerechtigkeit wird eine Wissensbasis für TrainerInnen gelegt. Die "Toolbox" mit praktischen Übungen kann als Grundlage für die Konzeption von Gender-Trainings dienen. Was eine durchgängige Berücksichtigung von Genderdimensionen und Genderwissen im Sinne der Strategie Gender-Mainstreaming heißen kann, wird durch den Ansatz der Verankerung auf struktureller, personeller und inhaltlicher Ebene von Organisationen (SPI) verdeutlicht. Das Buch setzt Standards durch eine theoretische Fundierung und ermutigt zur Reflexion von Gender als Strukturkategorie und soziale Institution.


 

I G 887
Heteronormativität und Homosexualitäten
R. Bartel ... (Hg.). - Innsbruck ; Wien [u.a.] : Studien-Verl., 2008. - 152 S. : Ill. . - (Transblick ; 3) ISBN 978-3-7065-4529-7 Kt. : ca. EUR 14.90, ca. EUR 14.90 (AT), ca. sfr 26.80 - ISBN 3-7065-4529-2 Kt. : ca. EUR 14.90, ca. EUR 14.90 (AT), ca. sfr 26.80 NBN-Nr.: 07,N37,0185
Homosexualität ; Sexualität ; (Nc~Nd)

Heteronormativität strukturiert die soziale Wirklichkeit auf zwei Ebenen: Erstens teilt es die Menschen in zwei vorgeblich körperlich und sozial eindeutig voneinander unterschiedene Geschlechter und stellt dadurch eine Ordnung in Hinblick auf Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen her. Zugleich werden alle anderen, nichtheterosexuellen Formen des Lebens und Begehrens ausgrenzt. Zweitens wird dadurch Heterosexualität als umfassendes gesellschaftliches Ordnungssystem etabliert, welches das Zusammenleben der Menschen auch jenseits der Sexualität strukturiert. Das Prinzip der Heteronormativität ist in die gesellschaftliche Arbeitsteilung, in die Institution der Familie, in die herrschenden Geschlechterverhältnisse und Geschlechterbeziehungen und in deren Vorstellungswelt eingeschrieben. Die Beiträge in diesem Band hinterfragen kritisch das Konzept der Heteronormativität. Sie beschäftigen sich aus unterschiedlichsten Positionen mit vielfältigen Szenen nicht-heterosexueller Lebensformen und diskutieren die befreiende, aber ebenso die einschränkende Wirkung von sexuellen Identitätskonstruktionen und -politiken.


 

I A 2280
Men of the Global South : a reader
ed. by Adam Jones. - London : Zed, 2006. - XXII, 425 S. ; 24 cm. - (Global masculinities) (Global masculinities) ISBN 1-8427-7512-X (hbk.) : £60.00 : £19.99
Entwicklungsländer / Mann ; Familie ; (Gf); Sexualität ; (Nc~Nd); Kult ; (Mb~Me); Religion ; (Me); Arbeit ; (Ga); Politik ; (Lh); Krieg ; (Bf); Migration ; (Gc)

This reader fills a gap in the proliferating literature on gender and development, gender and international political economy, and gender and conflict. The lives of ordinary (and extraordinary) men in the Global South have remained vaguely drawn or invisible, there has been a tendency either to ignore men as gendered subjects, or to consign them to negative and stereotypical gender roles, often as victimisers and exploiters of Third World women. While it is vital not to overlook mens roles in crime, exploitation, and violence, it is obvious that a more nuanced and empathetic portrait of Third World men remains to be painted. This perspective makes this reader a genuinely original intervention into the study of both gender and development. The contributions are divided into the following sections: 1. family & sexuality, 2. ritual & belief, 3. work, 4. governance & conflict, 5. migrations, 6. masculinities in motion.


 

I G 886
Schmidt, Danilo
Der Kopftuchstreit in Deutschland
1. Aufl.. - Norderstedt : GRIN-Verl., 2006. - 28 S. ; 211mm x 150mm Zugl.: Berlin, Freie Univ., Sem.-Arb. ISBN 978-3-638-73714-2
Deutschland / Kopftuch / Rechtsentscheid ; Kopftuchdebatte ; Deutschland BR ; (Te)

Mit dem Islam assoziieren viele das Kopftuch. Dieses Tuch auf dem Kopf einer muslimischen Lehrerin ist Gegenstand einer Kopftuchdebatte in Deutschland, die nach wie vor anhält. Die Schule, ein vom Staat geschaffener Raum, bildet dabei den Kern der Auseinandersetzung. Fereshta Ludin, eine angehende Lehrerin mit Kopftuch, deutscher Staatsbürgerschaft und muslimischen Glaubens, weigert sich ihr Kopftuch im Unterricht abzulegen. In diesem kompromisslosen Verhalten sieht die zuständige Schulbehörde einen Eignungsmangel und verwehrt ihr daraufhin die Einstellung in den Schuldienst. Der Staat ist zur Neutralität in religiösen Fragen verpflichtet, hingegen hat Ludin ein Recht freie Religionsausübung. Eine weitere Rolle spielt die Religionsfreiheit der Schüler und das Erziehungsrecht der Eltern. Diese unterschiedlichen Rechte und Pflichten treffen im Kopftuchstreit aufeinander. Wird durch das Kopftuch die Eignung zur Lehrerin beeinträchtigt? Diese Fragestellung steht im Mittelpunkt der folgenden Ausführungen. Um sich der Frage zu nähern, erfolgen zunächst grundlegende Ausführungen zur Säkularisierung und zum Grundrecht der Religionsfreiheit. Nachdem die rechtlichen Rahmenbedingungen skizziert wurden, wird auf das Kopftuch eingegangen. Dabei sollen Anmerkungen zur religiösen Bedeutung des Kopftuchs und zu den Motiven der Trägerinnen den Streitgegenstand näher beleuchten. n diese grundlegenden Ausführungen wird der Kopftuchstreit hinsichtlich der Eignungsfrage dargestellt. Neben den Argumentationen der beiden Konfliktparteien bildet insbesondere der Klageweg Ludins, der mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) endete, den Mittelpunkt der Betrachtung. Abschließend wird am Beispiel Baden-Württembergs auf die veränderte Situation im Umgang mit dem Kopftuch eingegangen.


 

I G 884
Body evidence : intimate violence against South Asian women in America
[ed. by] Shamita Das Dasgupta. - New Brunswick [u.a.] : Rutgers Univ. Press, 2007. - 305 S. : Literaturverz. S. 275 - 294 ; 235mm x 155mm ISBN 978-0-8135-3982-9
USA / Häusliche Gewalt / Südasiatin / Aufsatzsammlung ; Gewalt gegen Frauen / Migrantin

When South Asians immigrated to the United States in great numbers in the 1970s, they were passionately driven to achieve economic stability and socialize the next generation to retain the traditions of their home culture. During these years, the immigrant community went to great lengths to project an impeccable public image by denying the existence of social problems such as domestic violence, sexual assault, mental illness, racism, and intergenerational conflict. It was not until recently that activist groups have worked to bring these issues out into the open. In "Body Evidence", more than twenty scholars and public health professionals uncover the unique challenges faced by victims of domestic violence in South Asian American communities. Topics include cultural obsession with women's chastity and virginity; the continued silence surrounding intimate violence among women who identify themselves as lesbian, bisexual, or transgender; the consequences of refusing marriage proposals or failing to meet dowry demands; and, ultimately, the ways in which U.S. courts often confuse and exacerbate the plights of these women.


 

I C 811
Schäfer, Rita
Frauen und Kriege in Afrika : ein Beitrag zur Gender-Forschung
1. Aufl.. - Frankfurt am Main : Brandes & Apsel, 2008. - 520 S. ; 21 cm. - (Wissen & Praxis ; 145) ISBN 978-3-86099-345-3 Pb. : ca. sfr 67.00 (freier Pr.), EUR 41.10 (AT)
Afrika / Krieg / Geschlechterforschung ; Simbabwe ; (Ta); Namibia ; (Ta); Südafrikanische Republik ; (Ta); Angola ; (Ta); Mosambik ; (Ta); Liberia ; (Ta); Sierra Leone ; (Ta); Burundi ; (Ta); Uganda ; (Ta); Kongo Demokratische Republik ; (Ta); Sudan ; (Tb); Äthiopien ; (Ta); Eritrea ; (Ta); Somalia ; (Ta); Bürgerkrieg ; (Bf~Le)

Diese Studie zeigt auf, welche Folgen die Beteiligung junger Frauen an antikolonialen Befreiungskriegen im südlichen Afrika langfristig hatte. Zudem richtet sie ihren Fokus auf Bürgerkriege und Nachkriegsentwicklungen in West-, Zentral- und Ostafrika sowie am Horn von Afrika. Unterschiedliche Rollen von Frauen und Männern als Kombattant/innen, Gewaltopfer oder Flüchtlinge werden dargestellt. Gleichzeitig erhellt diese Analyse Gender-Konflikte zwischen Männern, konkret zwischen jugendlichen Guerillakämpfern, Kriegsherren und Blauhelmsoldaten. Geschlechterhierarchien werden mit anderen Macht- und Differenzkategorien wie Ethnizität und Religion in Beziehung gesetzt. Im Detail werden die Interdependenzen zwischen Geschlechterverhältnissen und historischen, sozio-ökonomischen und politischen Kriegsursachen aufgezeigt. Das Fazit lautet: Für eine nachhaltige Friedenssicherung ist es entscheidend, die Auswirkungen von Kriegen auf die Geschlechterbeziehungen zu beachten.


 

I A 2279
Lokales Wissen und Entwicklung
Sabine Miehlau ; Frank D. Wick (Hg.). - Bad Honnef : Horlemann, 2007. - 215 S. : graph. Darst. ; 21 cm ISBN 978-3-89502-227-2 kart.
Entwicklungsländer / Lokales Wissen / Nachhaltige Entwicklung / Aufsatzsammlung Indonesien ; (Tc); Deutschland BR ; (Te); Philippinen ; (Tc); Indien ; (Tc); Peru ; (Td); Guatemala ; (Td); Paraguay ; (Td); Thailand ; (Tc); Ghana ; (Ta); Sprache ; (Mf)

Ausgehend von einem Forschungsprojekt zu "Language, Gender and Sustainability" in Indonesien, das seit 2003 den Gebrauch von Lokalsprachen im entwicklungspolitischen Kontext untersucht, ist dieses Buch entstanden. Die Untersuchung setzt sich mit den gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen auseinander, durch die das Bewusstsein der Bevölkerungen für eine nachhaltige Entwicklung gestärkt werden soll. Im Rahmen der Untersuchungen des indonesischen Teilprojektes wurde über den Zeitraum von mehr als zwei Jahren immer deutlicher, dass die intern und extern ausgelösten Entwicklungsimpulse und die damit verknüpfte Terminologie, die die Grundlage dieser lokalen Aushandlungsprozesse darstellen, nicht einfach in lokale Sprachen übertragbar sind. Um die Angst vor Neuem zu minimieren und die Bereitschaft für gesellschaftliche Veränderungen akzeptierbarer machen zu können, müssen diese Entwicklungsimpulse und ihr Vokabular in vertraute Strukturen, eben lokales Wissen, eingebunden sein. Ausgehend von dem indonesischen Forschungsprojekt beschreibt das Buch die globalen Nutzungsmöglichkeiten von lokalem Wissen für eine nachhaltige Entwicklung zur Erreichung des Millenniumzieles der Vereinten Nationen, die Armut bis zum Jahr 2015 weltweit zu halbieren. Mit Fallbeispielen aus Ghana, Paraguay, Indien, Guatemala, Philippinen, Indonesien, Laos, Mauretanien, Uruguay, Peru und Argentinien.


 

I C 780
Nazer, Mende
Befreit : die Heimkehr der Sklavin
Mende Nazer mit Damien Lewis. Aus dem Engl. von Karin Dufner. - München : Droemer, 2007. - 347 S. : Ill. ; 22 cm ISBN 978-3-426-27354-8 Pp. : EUR 19.90 - ISBN 3-426-27354-3 Pp. : EUR 19.90
Sudan / Sklavin / Alltag / Erlebnisbericht ; Autobiographie ; Biographie ; (Kd)

Mit "Sklavin" legte Mende Nazer 2004 einen erschütternden und Aufsehen erregenden Bericht darüber ab, dass auch im 21. Jahrhundert Kinder von ihren Eltern getrennt und aus ihren Dörfern verschleppt werden, um recht- und mittellos ihr Leben als SklavInnen zu verbringen. Nach der Geschichte ihrer Entführung, der jahrelangen Sklaverei und schließlich ihrer Flucht legt Mende Nazar mit "Befreit" die Fortsetzung von "Sklavin" vor. Es ist die Dokumentation einer Reise zurück zu den Wurzeln, in die Heimat ihrer Kindertage, zu den Eltern in den Nubabergen. Groß sind Einsamkeit und Sehnsucht in London und groß ist der Wunsch, die Familie wiederzusehen, die im Sudan dem Bürgerkrieg ausgeliefert war. Eine Reise voller Gefahren führt sie in die Nubaberge - ungewiss ist lange, ob auch ihre Familie es zum Treffpunkt schaffen wird. Als sie dann endlich in den Armen ihrer Eltern liegt, ist sie wieder das glückliche Kind von damals. Doch das Land um sie her ist ein anderes geworden. Was Mende nun erst erfährt: Sie ist die berühmteste Tochter der Nubaberge. Viele Fotos von der Autorin und ihrer Familie illustrieren das Erzählte.


 

I C 779
Pereira, Charmaine
Gender in the making of the Nigerian university system
Oxford : James Currey [u.a.], 2007. - XVI, 203 S. : graph. Darst. ; 24 cm. - (Higher education in Africa) ISBN 0-85255-172-X (pbk) pbk NBN-Nr.: GBA686104 Nigeria / Universität / Frau ; Frauenbildung ; Hochschule ; (Dd)

This study maps the changing character of the university system in Nigeria, with a focus on gender. Charmaine Pereira analysis furthers our understanding of the gendered workings of university education by examining four questions: 1. How have gendered structures and processes at the systemic and contextual levels affected the institutional level, namely universities? 2. In what ways have the workings of the university system contributed to bringing about gender differentials? 2. How have women contributed to policy issues in university education? 4. What are the gender implications of existing reforms of the university system? The study discusses the historical basis for the educational system in Nigeria, as the overall system within which the university system is located. The intention is to draw attention to the regional, subregional and class dimensions of the system, which configure gendered processes and relations that continue to have an impact today. The discussion then turns to the post-colonial context within which the university system has grown in Nigeria. Charmaine Pereirahe also focuses on the contemporary configuration of university education and its gender politics exploring the legal framework underlying the system and the nature of the educational bureaucracy. She examines the policy environment and the relations between the university system and the job market. This is followed by the politics of funding the university system and its implications for the quality of university education. Universities are examined as gendered institutions, focusing on access, student enrolment, academic staff strength as well as institutional culture and equity agendas. Finally, sites of reform in the university system and the implications for greater gender equity are discussed.


 

I F 953
Piñeiro, Claudia
Ganz die Deine
Aus dem Span. übers. von Peter Kultzen. - Zürich : Unionsverl., 2008. - 190 S. ; 20 cm Einheitssacht.: Tuya <dt.> ISBN 978-3-293-00380-4 geb. : ca. sfr 26.30 (freier Pr.), ca. EUR 14.90 - ISBN 3-293-00380-X geb. : ca. sfr 26.30 (freier Pr.), ca. EUR 14.90 NBN-Nr.: 08,N03,3029
Roman ; Argentinien ; (Td); Literatur ; (Mc)

Inés ist davon überzeugt, dass jede Frau unweigerlich irgendwann von ihrem Mann betrogen wird. Deshalb ist sie auch nicht überrascht, als sie in der Aktentasche ihres Mannes Ernesto ein Zettelchen findet mit einem Herz aus Lippenstift, unterschrieben mit "Ganz die Deine". Als sie Ernesto an einem regnerischen Winterabend heimlich folgt, wird sie Zeugin eines heftigen Streits zwischen ihm und einer Frau. Die Frau stürzt, Ernesto versenkt sie im nahegelegenen See: Endlich ist die Geliebte aus dem Weg geräumt. Inés verhilft ihrem Mann zu einem Alibi, denn schließlich verbindet Hass genauso sehr wie Liebe. Doch Ernesto denkt gar nicht daran, seine außerehelichen Aktivitäten aufzugeben. Nun beginnt Inés einen Rachefeldzug, von dem es kein Zurück mehr gibt. Mit "Ganz die Deine" hat Claudia Piñeiro eine Liebesgeschichte und zugleich einen raffiniert und stilistisch gekonnt erzählten Kriminalroman geschrieben, in dem sich Opfer- und TäterInnenrollen fast gänzlich auflösen.


 

I G 882
Making space for indigenous feminism
ed. by Joyce Green. - London [u.a.] : Zed Books [u.a.], 2007. - 254 S. : Ill. ; 22 cm ISBN 1-8427-7929-X (hbk.) : £70.00 : £18.99
Indigene Frau ; Nordamerika ; (Td); Neuseeland ; (Tc); Nordeuropa ; (Tb); Feminismus ; (Lc)

This book is by and about Indigenous feminists, whose work demonstrates a powerful and original intellectual and political contribution demonstrating that feminism has much to offer Indigenous women in their struggles against oppression and for equality. Indigenous feminism is international in its scope: the contributors here are from Canada, the USA, Sapmi (Samiland), and Aotearoa/New Zealand. The chapters are divided into three parts: 1. the theory of Indigenous feminism, 2. particular political areas and issues where Indigenous feminism and feminists played a role, 3. individual Indigenous feminists who talk both about their particular political struggles and about their feminism.


 

I A 2278
Sport, sexualities and queer/theory
ed. by Jayne Caudwell. - 1st.. - Abingdon : Routledge, 2006. - 180 S. ; 233mm x 156mm. - (Routledge Critical Studies in Sport) ISBN 978-0-415-36762-2
Sport / Sexuelle Identität / Aufsatzsammlung ; LGBT / Lesbe

The book captures the newest writing on an emerging focus of study that brings in perspectives from a number of disciplines including sports studies, gender studies, sociology, cultural studies, lesbian and gay studies, and queer studies. An accessible introduction to this dynamic field, this is an explorative analysis of lesbian, gay, transgender, transsexual and intersex people's experiences of sport as well as a rigorous theoretical consideration of sociological and political issues.


 

I G 883
Williams, Jean
A beautiful game : international perspectives on women's football
1st. publ.. - Oxford [u.a.] : Berg, 2007. - 212 S. : Ill. ; 233mm x 155mm ISBN 978-1-84520-675-8
USA / Frau / Fußball / Geschichte ; China / Frau / Fußball / Geschichte ; England / Frau / Fußball / Geschichte ; Australien / Frau / Fußball / Geschichte China VR ; (Tc); Sport ; (Ge)

FIFA, the world governing body of association football, declared 'The Future is Feminine' in a 1995 press release. Since then, football has been claimed as the fastest growing participation sport for women globally. An estimated twenty million women play the game around the world, and that figure is on the rise. However, the history of women's participation goes back to at least 1895 and in our enthusiasm for the present, the memory of that longer history can be overlooked or forgotten. "A Beautiful Game" examines contemporary women's football internationally, with case studies from England, the United States, China and Australia. In each case study, Jean Williams considers the evolution of the women's game against a backdrop of issues, such as media representation, access to facilities, lack of resources, coaching, sponsorship, talent identification, training and professionalisation.The author examines contentious questions, such as why women are absent from the highest levels of professional football, combining source material from archives, oral history and artefacts.


 

I F 955
Belli, Gioconda
Feuer bin ich in der Ferne
Gedichte ; Spanisch/Deutsch = Fuego soy, apartado y espada puesta lejos
Gioconda Belli. Aus dem Span. von Angelica Ammar. - Wuppertal : Hammer, 2008. - 191 S. ; 23,5 cm Einheitssacht.: Fuego soy, apartado y espada puesta lejos ISBN 978-3-7795-0173-2 Kt. : EUR 18.90 - ISBN 3-7795-0173-2 NBN-Nr.: 08,N04,3036
Lyrik ; Nikaragua ; (Td)

Gioconda Bellis Gedichte der letzten Jahre, die in diesem Buch abgedruckt sind, sind u.a. geprägt von Gedanken an Abschied und Verlust. Sie betrauert offen, was unwiederbringlich verloren ist: jene der Jugend vorbehaltene Überzeugung von der eigenen Unsterblichkeit, Übermut und rückhaltlose Passion. Dennoch bleiben Gioconda Bellis Antennen für das Leben und die Lust ausgefahren.


 

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