|
Ausgewählte Neuzugänge Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der Bibliothek
der Frauensolidarität, die von Ihnen auch direkt über Internet
reserviert werden können (unter www.eza.at/literatur).
September 2006 |
|
|
|
I A 2153 Weibliche Genitalverstümmelung, von der weltweit mehr als 130 Mill. Frauen bzw. Mädchen betroffen sind, wird im Westen auch aus Gründen der Migration zunehmend öffentlich diskutiert. Vorsicht ist dabei angebracht, gewachsene kulturelle Traditionen als "barbarisch" und "menschenverachtend" abzutun, es ist wichtig, einen Blick hinter die Kulissen zu wagen. Die vorliegende Publikation möchte zu einer differenzierten Betrachtungsweise verhelfen und gleichzeitig zur Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung beitragen, denn ihre Anwendung stellt einen klaren Bruch der Menschenrechte dar und zieht vielerorts straf- und asylrechtliche Konsequenzen nach sich. Hervorgegangen aus einer juristischen Diplomarbeit, untersucht die Autorin das Thema aus menschenrechtlicher Perspektive und vergleicht innerstaatliche Regelungen in afrikanischen Staaten und Migrationsländern wie Österreich. |
![]() |
|
|
I F 866 Die uruguayanische Schriftstellerin Andrea Blanqué erzählt in ihrem zweiten Roman von einer allein erziehenden Mutter Ende Dreißig, von ihrer Einsamkeit, von ihrer Suche nach Freiheit. Es ist ein Tagebuch-Roman, die Ich-Erzählerin, einstmals Weltenbummlerin, jetzt Lehrerin an einem Abendgymnasium, schreibt heimlich Notizen in ein kleines Buch. Sie lebt wie angekettet in ihrer ruhigen, etwas langweiligen Stadt am Río de la Plata. Was ihr an Weite fehlt, versucht sie durch Tiefe zu ersetzen. Sie schildert Ängste und Begierden, das Grau des Alltags. Sie berichtet von Phasen der Verzweiflung, von Tränen unter der Dusche. Und von einer großen Liebe, die plötzlich über sie kommt. Das große Abenteuer in einem insgesamt eher unauffälligen Leben aber bleibt das Schreiben: die Erschaffung der Welt durch Wörter auf einem leeren Blatt Papier. Die Autorin wurde für ihren Roman mit dem LiBeraturpreis 2006 für Autorinnen aus Asien, Afrika und Lateinamerika ausgezeichnet, wobei vor allem der Tiefgang ihrer scheinbar schlichten Erzählweise gewürdigt wurde. |
![]() |
|
|
I E 713 |
![]() |
|
|
I G 728 Das Jahrbuch Polen 2006 hat das Schwerpunktthema Frauen. Gegenstand der Ausführungen sind die Umstände der gesellschaftlichen Transformation der polnischen Frauenwelten seit der politischen Wende der Jahre 1989/1990. Die AutorInnen beziehen sich dabei auf Diskussionen u.a. über die Position der Frau im Arbeits- und Familienleben, in der Politik und in der politischen Öffentlichkeit. Mehrere Beiträge beschäftigen sich mit geschlechtspezifischen Rollenbildern und Rollenverhalten. Anna Nasilowska berichtet über die Warschauer Ausstellung "Polin" (2005) und Inga Iwasiów über die neuesten Trends in der polnischen Prosa in Bezug auf Frauen. Der Literaturteil präsentiert Portraits polnischer Frauen in Lyrik und Prosa. Klaudia, Basia und Agata stehen dabei für die unzähligen Lebensgeschichten polnischer Frauen in der Transformationszeit. Inhaltlich über das Schwerpunktthema hinaus reichen die im Kapitel "Tendenzen" zusammengefassten Artikel zur aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklung. |
![]() |
|
|
I G 729 Das 50. Heft von "Widerspruch" antwortet auf die Leitparole neoliberaler Politik "There is no alternative" (M. Thatcher) mit kritischen Analysen, Gegenentwürfen und Alternativkonzepten. Als Alternative zur Dominanz kapitalistischer Marktwirtschaft skizziert Elmar Altvater einleitend Umrisse einer solidarischen Ökonomie. Mehrere Beiträge widmen sich dem Thema aus geschlechtsspezifischer bzw. feministischer Perspektive. Luise Gubitzers Sektorenmodell der Gesamtwirtschaft dient als theoretische Grundlage für eine Politik der Geschlechtergerechtigkeit. Diane Elson und Jasmine Gideon nehmen das Konzept der Frauenrechte als Menschenrechte - den Internationalen Pakt über wirtschaftlichem soziale und kulturelle Rechte - genauer unter die Lupe; die weltweite Diskriminierung von Frauen durch die unbezahlte Care-Ökonomie nimmt zu. Scheitern die Linken an der Geschlechterfrage? Nach einem historischen Abriss der Kämpfe zwischen linken Organisationen und der Frauenbewegung aktualisiert Frigga Haug einige Zielsetzungen feministischer Kapitalismuskritik. Wie aber, so fragt Claudia v. Werlhof, kann die Linke ohne dezidierte Patriarchatskritik eine Alternative zum herrschenden System anstreben? Auch nach zehn Jahren "Gleichstellungsgesetz" in der Schweiz sieht Silvia Strub immer noch einen weiten Weg zur Lohngleichheit. |
![]() |
|
|
I G 726 Fast täglich wird in den Medien über Flüchtlingsströme nach Europa berichtet: von AfrikanerInnen, die das Risiko auf sich nehmen und versuchen, in überfüllten Booten auf die Kanarischen Inseln oder nach Italien zu gelangen, und die vielfach auf diesem Fluchtversuch ertrinken, oder von Menschen, die die Grenzzäune in Ceuta oder Melilla überwinden wollen. Europa reagiert darauf mit Abwehr - die Grenzzäune werden noch höher gebaut, der Grenzschutz verstärkt. Das Schicksal dieser Flüchtlinge ist sowohl in der Politik wie auch in den Medien kaum Thema. Die Journalistin und Politologin Corinna Milborn thematisiert in ihrem Buch unterschiedliche Aspekte der Migration und stellt globale Zusammenhänge her. So zeigt sie z.B. auf, wie der europäische Arbeitsmarkt von der Ausbeutung illegaler Arbeitskräfte abhängt und profitiert. In Ceuta und Marokko, in den Pariser Vororten und in London sprach sie mit Betroffenen, um diese selbst einmal zu Wort kommen zu lassen. Zugleich geht die Autorin auf verschiedene europäische Modelle im Umgang mit Immigration ein. Insgesamt versteht Milborn es, das komplexe und äußerst aktuelle Thema Migration verständlich darzustellen. |
![]() |
|
|
I G 731 With the 1981 publication of the anthology "This Bridge Called My Back", Cherríe Moraga and Gloria Anzaldúa ushered in an era of Chicana lesbian writing. But while these two writers have achieved iconic status, observers of the Chicana/o experience have been slow to perceive the existence of a whole community - lesbian and straight, male as well as female - who write about the Chicana lesbian experience. To create a first full map of that community, this book explores a wide range of plays, novels, and short stories by Chicana/o authors that depict lesbian characters or lesbian desire. Catrióna Rueda Esquibel starts from the premise that Chicana/o communities, theories, and feminisms cannot be fully understood without taking account of the perspectives and experiences of Chicana lesbians. To open up these perspectives, she engages in close readings of works centered around the following themes: La Llorona, the Aztec Princess, Sor Juana Inés de la Cruz, girlhood friendships, rural communities and history, and Chicana activism. Her investigation broadens the community of Chicana lesbian writers well beyond Moraga and Anzaldúa, while it also demonstrates that the histories of Chicana lesbians have had to be written in works of fiction because these women have been marginalized and excluded in canonical writings on Chicano life and experience. |
|
|
|
I D 537 Erfahrungsbericht(Kd); Iran; Geschichte 2005; Erlebnisbericht; Alltag Die italienische Journalistin Lilli Gruber ist während des Präsidentschaftswahlkampfs 2005 durch den Iran gereist und hat hinter den Kulissen des schiitischen Gottesstaates vielfältige Einblicke in das Land gewinnen können. Überall im Land hat die Autorin Menschen getroffen, deren Alltagsleben so gar nicht mit dem Lebensstil übereinstimmt, den die Herrschenden ihnen als allein gottgefällig vorschreiben. Der titelgebende Tschador ist ein treffendes Symbol für die Zwiespältigkeit der iranischen Gesellschaft: Von Gesetzes wegen müssen sich die Frauen in der Öffentlichkeit verschleiern, vor Gericht gilt ihre Aussage weniger als die eines Mannes. Auf der anderen Seite sind von allen eingeschriebenen StudentInnen im Iran 65% Frauen. Mögen sie sich auf der Straße auch verschleiern, nach den Moralgesetzen der Mullahs leben sie deshalb nicht. Und das, obwohl das nach dem herrschenden Gesetz - der Scharia - durchaus lebensgefährlich sein kann. Lilli Gruber hat viele Seiten des Iran erkundet: die Kaderschule der Ayatollahs in Qom, die jüdische Gemeinde in Shiraz, die Pilger-Stadt Maschad und Isfahan mit seiner Teppichindustrie und alten Baupracht. Sie hat Shirin Ebadi, die Menschenrechtlerin und Nobelpreisträgerin getroffen, Zohreh Sefati, die einzige Frau, die Ayatollah wurde, und Laleh Seddigh, Irans erfolgreiche Ralley-Rennfahrerin, genannt "die kleine Schumacher". Entstanden ist eine Reportage mit vielfältigen Einblicken in Politik und Alltag dieses Landes. |
![]() |
|
|
I E 715 These translations of eighteen classical Chinese texts from the mid-ninth century (Tang dynasty) through the late nineteenth century (Qing dynasty) offer a comprehensive collection of primary sources focusing on gender issues in medieval and late imperial China. The book's title reflects the sometimes ironic relationship between Confucian viewpoints and women's visibility in Chinese historical documents. The texts, written by both men and women, show that Confucian values and scholarly practices produced a rich documentary record of women's lives. |
![]() |
|
|
I C 726 Die politische Apartheid in Südafrika wurde 1994 überwunden, doch die soziale und wirtschaftliche Trennung zwischen Weißen, Farbigen und Schwarzen besteht weiterhin. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Demokratie in Südafrika haben die beiden Autorinnen die Lebensgeschichten von zwölf Südafrikanerinnen aufgezeichnet. Ohne Frauen gibt es keine Demokratie, und die Einbindung der Frauen in Entscheidungsprozesse ist in Südafrika noch lange nicht erreicht. Das Thema Gewalt zieht sich wie ein roter Faden durch alle Frauenporträts. "Ubuntu" heißt das südafrikanische Wort für Mitgefühl und Anteilnahme. "Ubuntu" ist auch ein Thema in den Interviews, die den täglichen Überlebenskampf und Lebensmut der Frauen dokumentieren. |
![]() |
|
|
I A 2154 How do economic and trade policies shape public health? This book synthesises research from various disciplines on how international trade liberalization affects reproductive health and rights. It reviews the direct and indirect linkages between the two, and then focuses in on how the linkages are mediated through women's employment, using case studies from Bangladesh, Egypt, Vietnam, China, Mexico and Sri Lanka. It takes up the issue of how trade liberalization affects government capacity to deliver reproductive health services, as illustrated by Tanzania, South Africa, and the international migration of nurses and midwives. It addresses the policy and advocacy issues for advocates of both reproductive health and rights and economic justice, and shows how trade agreements weighted against the poor in the South have very specific gendered consequences. |
|
|
|
I E 714 The book provides a close examination of the shift away from arranged marriage and capture marriage toward elopement in the village of Junigau, Nepal. Laura M. Ahearn shows that young Nepalese people are applying their newly acquired literacy skills to love-letter writing, fostering a transition that involves not only a shift in marriage rituals, but also a change in how villagers conceive of their own ability to act and attribute responsibility for events. These developments have potential ramifications that extend far beyond the realm of marriage and well past the Himalayas. The love-letter correspondences examined by Ahearn also provide a deeper understanding of the social effects of literacy. While the acquisition of literary skills may open up new opportunities for some individuals, such skills can also impose new constraints, expectations, and disappointments. The increase in female literacy rates in Junigau in the 1990s made possible the emergence of new courtship practices and facilitated self-initiated marriages, but it also reinforced certain gender ideologies and undercut some avenues to social power, especially for women. |
![]() |
|
|
I G 730 Im Zuge der Osterweiterung im Jahr 2004 präsentierte sich die EU als Rechtsgemeinschaft mit gemeinsamen Werten und gemeinsamer Identität. Im Bereich der Geschlechterpolitik ist Positives zu konstatieren. Zugleich kam dem Genderaspekt nur eine geringe Priorität zu, das entsprechende Monitoring war schlecht; die Umsetzungsbestimmungen und -instrumente in den Ländern sind nur vereinzelt vorhanden sowie stark von (partei-)politischen Konjunkturen abhängig. Die Beiträge beschäftigen sich mit der geschlechterpolitischen Entwicklung seit dem Beitritt und benennen theoretische Herausforderungen. Die Autorinnen werfen zuerst einen Blick auf die drei Pfeiler der Geschlechterdimension in den institutionellen Entwicklungen der EU, beleuchten dann einzelne Politikbereiche und nehmen schließlich Fragen der politischen Beteiligung von Frauen an (nationalen wie europäischen) Entscheidungsprozessen auf. |
![]() |
|
|
R 10/68 Issue 66 highlights that culture is superimposed on many aspects that deal with women's rights, even in contexts that one would not expect the culture discourse to be prominent in. Contributors unanimously raise attitudes towards women and girls as being a grave concern, and debate culture with relation to gender and inequality. Contributors are Jude Clark (Gender, culture and constructions of transition in South Africa), Fiona Scorgie (The prohibition of virginity testing in the Childrens Bill), Nompumelelo Zondi (Critiquing the male writing of female izibonga), Sarah N. Ssali (Gender, culture and privatised health care in Uganda), Natasha Maria Gordon-Chipembere (The misreading of Sarah Baartmans life by African America writers), Janet Hinson Shope (Rural black women and the contradictory meanings of lobolo in post-apartheid South Africa), Lydia Mugambe (Rethinking culture in the face of HIV/AIDS in East Africa), Johan Smuts (Independent women and male dependency in a white working-class suburb of Pretoria), Nolutho Ndengane Diko (Case study of a rural co-educational high school in the Eastern Cape), Sara Compion and Susan E. Cook (Young women of Phokeng: strategies for survival in contemporary South Africa), Gabisile Nkosi (Celebrating the spirit), Kristin Palitza (Culture (ab)used to dodge womens rights), M. Bahati Kuumba (African women, resistance cultures and cultural resistances), Konjit Kifetew (Gender and cross cultural dynamics in Ethiopia) etc. |
![]() |
|
|
I C 725 Im Kontext der Kriege in Norduganda, Sierra Leone und Mosambik haben Mädchen in Kampftruppen zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, insbesondere geschlechtsspezifische Gewalt erfahren. Die Rechte dieser Mädchen werden von den eigenen Regierungen, von oppositionellen bewaffneten Kräften und von den eigenen Familien unterminiert. Auch internationale Organisationen tragen kaum dazu bei, dass die Bedürfnisse und Rechte von Mädchen während kriegerischer Konflikte, in Nachkriegszeiten, in der Demobiliserung und sozialen Reintegration Berücksichtigung finden. |
![]() |
|
|
|