Arbeitsrechte für Frauen weltweit!

Ein Informations- und Lobbying-Projekt zur Informalisierung der Arbeit

25% der Weltbevölkerung sind in der informellen Wirtschaft tätig und erwirtschaften 35% des globalen Bruttoinlandsprodukts. In Entwicklungsländern sind zwischen 50% und 75% aller Tätigkeiten in der informellen Wirtschaft angesiedelt.
Zwei Drittel aller ökonomisch aktiven Frauen weltweit sind in der informellen Wirtschaft tätig, wo jeglicher arbeitsrechtlicher und sozialrechtlicher Schutz fehlt. Sie erhalten in der informellen Wirtschaft signifikant weniger Lohn als Männer, verrichten vorwiegend Teilzeit-, schlecht bezahlte, atypische, im Unterauftrag vergebene, unregulierte, ungeschützte und befristete Tätigkeiten oder Gelegenheitsarbeiten. Frauen sind überproportional und immer stärker von dem Phänomen der Informalisierung betroffen.

Die Frauensolidarität setzt sich mit ihrer Kampagne für die Rechte und Sichtbarmachung dieser höchst verwundbaren und unsichtbaren Gruppe der "working poor" ein und unterstützt deren Selbstorganisation z.B. in Gewerkschaften

Solidarisierung mit Frauengewerkschaften im Süden und Osten

Erst die Vernetzung mit anderen Frauenorganisationen weltweit kann Verbesserungen für informell arbeitende Frauen schaffen. Die fehlende Öffentlichkeit für die Situation der Frauen in der internationalen Arbeitswelt ist seit den Anfängen der Frauensolidarität ein zentraler Punkt ihrer Arbeit.
Das Aufzeigen fehlender sozial- und arbeitsrechtlicher Mindeststandards sowie eine Bewusstseinsschaffung über den gesamtwirtschaftlichen Beitrag dieser Frauen ist Schwerpunkt der Kampagne. Dabei arbeitet die Frauensolidarität mit zahlreichen Frauenorganisationen aus dem Süden und Osten zusammen. Gezielt werden dabei Informations- und Öffentlichkeitsarbeit für und mit Opinion-LeaderInnen und MultiplikatorInnen in Medien, Bildung, Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft durchgeführt. Vertreterinnen informell arbeitender Frauenorganisationen aus dem Süden und Osten werden dazu eingeladen.

Frauenorganisationen aus dem Süden:
China: SACOM: Students and Scholars against Corporate Misbehaviour /Hongkong/: http://www.sacom.hk
Indien: SEWA // Self Employed Women´s Association /Ahmedabad: http://www.sewa.org/
Guatemala: CEADEL // Centro de Estudios y Apoyo al Desarollo Local /Chimaltenango
Nikaragua: MEC//María Elena Cuadra/Managua: http://www.mec.org.ni
Kolumbien: OFP // Organización Femenina Popular / Barancabermeja: http://www.ofp.org.co
Frauenorganisationen aus dem Osten:
Mazedonien: PPC Shtip//Permaculture Peacebuilding Center Shtip /Shtip: http://www.ppcst.org.mk
Serbien: Felicitas/Belgrad: http://www.felicitas.org.yu/english/srbija.html

Weitere Frauenorganisationen zum Thema sind unter relevante Links zu finden

Nähere Details zum Projekt

Vortrag "Die informelle Wirtschaft: zwischen Isolation und Self-Empowerment" (ppt)

Kurzpräsentation des Projekts (ppt)

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Zum Weiterlesen

Schwerpunkthefte der Frauensolidarität:
"Informelle Wirtschaft" (3/06) mit Beiträgen zu Hausarbeit, Heimarbeit und Gewerkschaftsinitiativen in Europa und Asien, zu chinesischen Arbeitsmigrantinnen und zu Solidarökonomie in aller Welt aus feministischer Sicht.
"Existenz Sichern" (4/07) mit Beiträgen zu Urbanisierung und Subsistenz, Frauenmigration und reproduktive Arbeit sowie Existenzsicherung mit dem Blick auf staatliche und finanzpolitische Instrumente.

Kalender "Frauensolidarität grenzenlos – 12 Beispiele aus der globalen Arbeitswelt" 2008. Im Kalender stellen 12 Fraueninitiativen aus aller Welt sich und ihre Arbeit zu informeller Wirtschaft vor. Monatlich stellt sich eine Frauenorganisation in Text und Bild vor und zeigt die vielfältigen Möglichkeiten sich im Kampf um Arbeitsrechte zu organisieren.
Bestellung: iwprojekt@frauensolidaritaet.org, T. 01/317 40 20-0

 

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Relevante Links

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