"Kein Leiberl für China? Arbeitsbedingungen für Frauen in der (Sport-)Bekleidungsindustrie
5. Mai 2008

Auf Einladung der Frauensolidarität und der Clean Clothes Kampagne touren derzeit die beiden chinesischen Gewerkschafterinnen Pui-Lin Sham und Staphany Wong durch Österreich, um über die Missstände bei den Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsindustrie in Hongkong/China zu berichten. Beim gestrigen Round Table in Wien, der in den Räumlichkeiten der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung stattfand, gab es neben Impulsreferaten der beiden Gästinnen aus Hongkong auch Input-Statements von Renate Csörgits (Bundesvorsitzende des ÖGB, NR-Abgeordnete, Vorstandsmitglied des Internationalen Gewerkschaftsbundes), Kathrin Pelzer (Frauensolidarität) und Michaela Königshofer (Clean Clothes Kampagne). Moderiert wurde die Veranstaltung von Martina Madner (Format). Appelliert wurde von allen Podiumsteilnehmerinnen an die internationale Solidarität - sei es auf gewerkschaftlicher Ebene, wie Renate Csörgits betonte, durch die Teilnahme bei der Unterschriftenaktion der Fair Play Kampagne 2008 oder durch Druck auf die Sportartikel- und Sportbekleidungshersteller von NGOs, Regierungen und KonsumentInnen. Neben der Kritik an den Arbeitsumständen in den Fabriken der Sportbekleidungsindustrie (lange Arbeitstage, unbezahlte Überstunden etc.) wurden vor allem die Missstände in den Lieferketten aufgezeigt. Ebenso aufgezeigt wurde die besondere Situation von migrantischen ArbeiterInnen in China/Hongkong, deren (Arbeits-)Rechte noch mehr eingeschränkt sind. In den nächsten Tagen finden weitere Veranstaltungen mit Pui-Lin Sham und Staphany Wong in Innsbruck, Salzburg und Krems statt.

Staphanie Wong, Kim Kwok, Pui-Lin Sham, Martina Madner, Michaela Königshofer, Kathrin Pelzer, Renate Csörgits


Kolumbien: Frauen im Visier der Paramilitärs
4. November 2007:

Am 4. November wurde Yolanda Becerra, Direktorin der OFP (Organización Femenina Popular), in ihrer Wohnung in Barrancabermeja von zwei bewaffneten und maskierten Männern überfallen, verprügelt und mit dem Tod bedroht, wenn sie nicht binnen 48 Stunden verschwinde. Am selben Tag sollte auch ihre Kollegin Jackelina Rojas Castañeda - kurz vor ihrem Abflug nach Wien - überfallen werden, die Wohnung wurde aufgebrochen, doch war Frau Rojas nicht anwesend.
Die OFP (Organización Femenina Popular) aus Kolumbien ist die wohl aktivste und international bekannteste Frauenorganisation ihres Landes. Sie ist immer wieder Angriffen seitens der rechtsextremen Paramilitärs ausgesetzt. Sie arbeiten dort wo den Menschen wirtschaftliche, kulturelle und soziale Rechte vorenthalten werden und stehen seit langem in engen Kontakt zur Frauensolidarität.
Homepage der OFP: www.ofp.org.co.


CHINA
12. Juni 2007:

Play Fair 2008:
Anlässlich des Treffens des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in London am 12. Juni veröffentlicht die Kampagne PlayFair2008 den Bericht „Keine Medaille für Olympia!“. Darin werden massive Arbeitsrechtsverletzungen in chinesischen Fabriken, die Merchandising-Produkte wie Taschen, Kopfbedeckungen und Schreibwaren für die Olympischen Spiele in Peking herstellen, aufgedeckt.

Play Fair – no medal fort he Olympics on the labour rights
http://www.playfair2008.org/docs/playfair_2008-report.pdf (english)

Keine Medaille für Olympia
http://www.oneworld.at/cck/downloads/Logoreport_playfair2008_deutsch_070608.pdf (deutsch)

Website der Kampagne
http://www.playfair2008.org/

CHINA
21. August 2007:

SACOM (Students and Scholars against Corporate Misbehavior) und WAL-MART Watch kritisieren in ihren aktuellen Berichten WAL-MARTs Arbeits- und Produktionsbedingungen in der Spielzeugindustrie. Fokus ihrer Kampagne sind die anhaltenden Arbeitsrechtverletzungen des Konzerns:

SACOM Report: The Story of Toys Made in China for Wal-Mart (June 2007)
http://www.sacom.hk/html/uploads/WalMart%20Report(SACOM)Jun2007.pdf (englisch)

Wal-Mart Watch Report: Wal-Mart's Global Labor Violations (2007)
http://walmartwatch.com/img/blog/labor_rights.pdf (englisch)

 

 

 

 

 

 

 

 

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